Lisztstraße 29 (Weimar)

BW

Das Haus Lisztstraße 29 ist eine historistische Villa in der Westvorstadt von Weimar.

Geschichte und Beschreibung

Genaue Angaben zu seiner Entstehung liegen nicht vor. Das Gebäude im Neorenaissancestil besitzt an der Ecke zur Thomas-Müntzer-Straße eine städtebaulich exponierte Lage. Das zweigeschossige Gebäude besitzt einen Eckrisaliten mit Erker und Pyramidendachhaube, eine Putzbänderung im Kellergeschoss. An diesem sind besonders hervorgehobene Zementstuckelemente. Im Geschoss des Hochparterres ist zudem das Rundfenster auffällig, das von den übrigen rechteckigen Fenstern abweicht. Auffällig ist auch die Veranda mit Austritt, deren Fensterzwischenräume mit Karyatiden verziert sind. Die Fenster, deren Stellung zueinander abwechselnd ist, des Hochparterre sind mit reichverzierten Zementstuckrahmen versehen, während die des darüberliegenden Geschosses nur wenig verziert sind wie an den Sohlbänken. Das Souterrain aus gebändertem Naturstein und rotem Backstein an den Wänden der darüberliegenden Geschosse als Blendmauerwerk vor dem Holzfachwerk entspricht den üblichen bauzeitlichen Konventionen. Auch über dem seitlichen Eingang ist ein Austritt. Die zweiflügelige Tür des Eingangsportals ist aus der Entstehungszeit. In der Villa Lisztstraße 29 hatte der Schriftsteller Askan Schmitt seine Wohnung und Verlag.[1]

Die gesamte Lisztstraße steht auf der Liste der Kulturdenkmale in Weimar (Sachgesamtheiten und Ensembles). Unter den Einzelobjekten ist diese Villa jedoch bislang nicht aufgelistet.

Einzelnachweise

  1. Kürschners Literaturkalender 1929, S. 881.

Koordinaten: 50° 58′ 30,7″ N, 11° 19′ 12,5″ O