Lewadne (Polohy)
| Lewadne | ||
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| Левадне | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Ukraine | |
| Oblast: | Oblast Saporischschja | |
| Rajon: | Rajon Polohy | |
| Höhe: | 27 m | |
| Fläche: | 0.89 km² | |
| Einwohner: | 232 (2001) | |
| Bevölkerungsdichte: | 261 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 71760 | |
| Vorwahl: | +380 6178 | |
| Geographische Lage: | 47° 11′ N, 35° 35′ O | |
| KATOTTH: | UA23100150130066970 | |
| KOATUU: | 2325280803 | |
| Verwaltungsgliederung: | 1 Dorf | |
| Verwaltung | ||
| Adresse: | вул. Центральна 85 71760 с. Долина | |
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Lewadne (ukrainisch Левадне; russisch Левадное Lewadnoje) ist ein ukrainisches Dorf im Rajon Polohy in der Oblast Saporischschja, es geht auf das russlandmennonitische Dorf Tiegenhagen als Teil der Kolonie Molotschna zurück.
Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Stadtgemeinde Molotschansk,[1] bis dahin war es ein Teil der Landratsgemeinde Dolyna im Südwesten des Rajons Tokmak.
Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon Polohy.[2]
Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.
Tiegenhagen
Tiegenhagen wurde 1805 südlich des Flusses Molotschna zwischen den kurz vorher gegründeten Dörfern Muntau und Schönau angelegt und von 21 flämischen Mennonitenfamilien aus Westpreußen besiedelt. Der Dorfname bezieht sich auf Tiegenhagen, heute Cyganek. Die Neusiedlung war Teil eines Chutor, eines russischen Gehöfts, dessen Besitzer umgezogen waren. 1832 wurden Wäldchen gepflanzt. 1869 gab es hier 19 Vollwirtschaften, vier Halbwirtschaften und 23 Kleinwirtschaften. 1908 gab es zwei Mühlen, eine Wagenfabrik, eine Ziegelei und eine Messinggießerei In der Mitte gab es eine Schule, am nördlichen Rand eine Kirche der Mennonitenbrüder. Die verbliebenen Bewohner flüchteten 1943 mit dem Abzug der deutschen Truppen.
Literatur
- Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 434–436.