Slowakisches Landwirtschaftsmuseum
| Daten | |
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| Ort | Nitra |
| Art | |
| Eröffnung | 1. Januar 1960 |
| Betreiber |
Agrokomplex – Výstavníctvo Nitra
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| Website | |
Das Slowakische Landwirtschaftsmuseum, slowakisch: Slovenské poľnohospodárske múzeum, kurz SPM ist ein Museum der Landwirtschaft in Nitra.
Geschichte
Das Slowakische Landwirtschaftsmuseum wurde durch das Beauftragtenamt für Schulwesen und Kultur mit Wirkung vom 1. Januar 1960 gegründet. Die vorbereitenden administrativen Arbeiten für seine Errichtung begannen jedoch bereits ab 1959 in der landwirtschaftlichen Abteilung des Kreis-Museums Nitra mit Sitz in Bojnice.
Ende des Jahres 1960 wurde ein Teil der landwirtschaftlichen Sammlungen des ehemaligen Landwirtschaftsmuseums in Bratislava aus dem Slowakischen Museum in Bratislava nach Nitra verlegt. Dadurch knüpfte das Slowakische Landwirtschaftsmuseum indirekt an die landwirtschaftlich-museale Tradition der Bratislavaer Museen an.
Seit dem 1. Januar 1978 gehört das Museum organisatorisch zum staatlichen Unternehmen Agrokomplex – Výstavníctvo Nitra. Neue Dauerausstellungen wurden der Öffentlichkeit im Jahr 1992 zugänglich gemacht.
Die Ausstellungen des Slowakischen Landwirtschaftsmuseums (SPM) erstrecken sich heute über eine Fläche von rund 8.900 m². Neben den Ausstellungsräumen gibt es auch ein Freilichtmuseum, die Museumsfeldbahn sowie eine Bibliothek.
Das gesamte Museumsgelände umfasst eine Fläche von mehr als 30 Hektar. Der Sammlungsbestand des Museums umfasst rund 28.000 Objekte aus allen Bereichen der Landwirtschaft, während die Bibliothek 43.363 Medieneinheiten enthält. Das Museum gliedert sich in folgende ständige Ausstellungen:
- Frühgeschichte der Landwirtschaft
- Landwirtschaftliche Motive in der Kunst
- Traditionelle Handwerke und Verarbeitungstechniken
- Landwirtschaftliche Maschinen und Luftfahrt
- Brandschutz der bäuerlichen Hofstellen
- Freilichtmuseum („Skanzen“)
Freilichtmuseum
Das Freilichtmuseum des SPM umfasst 33 Objekte, die die landwirtschaftliche Vergangenheit dokumentieren. Dazu zählen unter anderem eine Schule aus dem 19. Jahrhundert, eine Molkerei, eine Brennerei, Ölpressen aus dem 18. Jahrhundert, eine Maschinen- und Wabenschleuder aus dem 19. Jahrhundert, eine Walzenmühle, eine Steinmühle, ein Weingartenhäuschen, eine Bäckerei, ein Sennereibetrieb, ein Winterstall, eine Saatgutreinigungsanlage, Hanfstampfen (Walzen- und Hammerstampfwerke), eine Walkmühle, Heuschober aus dem 19. Jahrhundert, Bienenhäuser, eine frühmittelalterliche bäuerliche Siedlung, ein symbolischer Friedhof sowie ein Konsumladen, in dem Verkostungen traditioneller Getreidekaffees angeboten und Fladenbrote gebacken werden können.
Museumsfeldbahn
Im Areal des Freilichtmuseums befindet sich die schmalspurige Feldbahn Nitrianska poľná železnica (Feldbahn Nitra). Die Strecke besteht aus einem rund 1,6 Kilometer langen Rundkurs innerhalb des Museumsgeländes sowie einer etwa einen Kilometer langen Verbindungslinie zwischen dem Freilichtmuseum „Skanzen“ und dem Ausstellungsgelände „Agrokomplex“. Wesentliche Teile der Bahn stammen von der Feldbahn der Zuckerfabrik Pohronský Ruskov bei Želiezovce, deren Gleise und Wagen für das Museum geborgen werden konnten.
Literatur
- Ján Lacika: Nitra a okolie. Bratislava: DAJAMA, 2003, ISBN 80-88975-53-0, S. 75.
- Štefan Valent: Nitra. Turistický sprievodca. Banská Bystrica: AB-ART Press, 1995, ISBN 80-88817-04-8, S. 29.