LNER-Klasse Q1
| LNER Q1 | |
|---|---|
| Nummerierung: | LNER: 3222, 9925–9929, 9931–9937 BR: 69925–69937 |
| Anzahl: | 13 |
| Hersteller: | Doncaster Works (Umbau)[1] |
| Baujahr(e): | 1942–1945 |
| Ausmusterung: | 1954–1959 |
| Bauart: | D n2t |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Dienstmasse: | 71,0 |
| Anfahrzugkraft: | 115 kN |
| Kuppelraddurchmesser: | 1422 mm (4 ft 8 in) |
| Steuerungsart: | Stephenson |
| Zylinderanzahl: | 2 |
| Zylinderdurchmesser: | 483 (19 in) |
| Kolbenhub: | 660 (26 in) |
| Kesselüberdruck: | 12,4 bar (180 psi) |
| Wasservorrat: | Q1/1: 6,8 m³ Q1/2: 9,1 m³ |
| Brennstoffvorrat: | Q1/1: 4,6 t Q1/2: 4,1 t |
| Lokbremse: | Dampfbremse |
| Konstrukteur: Edward Thompson | |
Die Klasse Q1 war eine kleine Baureihe von insgesamt dreizehn schweren Rangierlokomotiven mit vier Kuppelachsen, die zwischen 1942 und 1945 unter der Leitung von Edward Thompson aus Lokomotiven der GCR-Klasse 8A (LNER-Klasse Q4) umgebaut wurden. Die Baureihe wurde in zwei Unterklassen eingeteilt: Q1/1 mit kleinerem Wasserkasten und Q1/2 mit großem Wasserkasten.
Geschichte
Während des Zweiten Weltkriegs benötigte die LNER leistungsfähige, schwere Rangierlokomotiven. Durch den Umbau der vorhandenen Lokomotiven in den Doncaster Works, konnten diese bereitgestellt werden, ohne Neubaumaterial zu beanspruchen.
Die ersten vier Lokomotiven wurden zwischen Juni 1942 und Mai 1943 fertiggestellt. Es stellte sich schnell heraus, dass der Wasservorrat zu klein war. Aus diesem Grund wurden die restlichen Lokomotiven mit einem verlängerten Rahmen gebaut, um einen größeren Wasservorrat am Heck unterbringen zu können. Sie wurden der Klasse Q1/2 zugeordnet, während die Lokomotiven mit dem kleinen Vorrat als Q1/1 bezeichnet wurden.
Die Lokomotiven kamen vor allem im schweren Rangierdienst zum Einsatz, unter anderem in Frodingham, wo sie sich im Stahlwerksverkehr bewährten. Alle dreizehn Maschinen gelangten 1948 zu British Railways, wo sie die Nummern 69925 bis 69937 erhielten. Sie wurden zwischen 1954 und 1959 ausgemustert. Keine Lokomotive blieb erhalten.[2]
Technik
Die Maschinen entstanden durch Umbau von Güterzuglokomotiven der LNER-Klasse Q4. Der Kessel wurde gekürzt, um Platz für einen neuen Führerstand und einen Kohlen- und Wasserkasten am Heck zu schaffen. Obwohl ein Teil der für den Umbau verwendeten Q4 bereits mit Überhitzer zu Heißdampflokomotiven umgebaut worden war, wurden alle Q1 als Nassdampflokomotiven ausgeführt. Zylinder und Triebwerk wurden weitgehend beibehalten. Weil die Feuerbüchse weiter nach vorne rückte, mussten jedoch die Exzenter der Stephenson-Steuerung von der dritten auf die zweite Achse verlegt werden. Bei den Lokomotiven der Unterklasse Q1/2 wurde der Rahmen verlängert, damit mehr Vorräte am Heck untergebracht werden konnten.[2]
Weblinks
- The Thompson Q1 0-8-0T Locomotives. In: LNER Encyclopedia. Abgerufen am 24. Dezember 2025.
- LNER Robinson "Q1" Class 0-8-0T. In: BRDatabase. Abgerufen am 16. November 2025 (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ LNER Robinson "Q1" Class 0-8-0T. In: BRDatabase. Abgerufen am 16. November 2025 (englisch).
- ↑ a b The Thompson Q1 0-8-0T Locomotives. In: LNER Encyclopedia. Abgerufen am 24. Dezember 2025.