Kunigunde Niklasin
Kunigunde Niklasin (* vor 1450; † 1457 in Nürnberg) war eine Ordensfrau, die die Schreibschule des Dominikanerinnenklosters St. Katharina gründete.
Leben
Es ist nicht bekannt, woher Kunigunde Niklasin stammte, überliefert ist ihr Wirken in der Schreibstube des Dominikanerinnenklosters St. Katharina in Nürnberg. Sie begründete in dem Kloster die Schreibschule.[1] Dort waren etwa zehn Schreiberinnen mit dem Abfassen eines Buches beschäftigt. Kunigunde Niklasin zählte zu den bedeutenden Schreiberinnen des Konvents und hat 31 Bücher von Hand geschrieben, zudem die anderen Nonnen angeleitet. Dabei erlebte die Klosterbibliothek in dieser Zeit ihre Blüte. In den Jahren 1451 bis 1457 hat sie als Buchmeisterin ein Verzeichnis aller Handschriften der Bibliothek angelegt, in dem nicht nur die Titel der Bücher aufgezeichnet wurden, sondern auch die Namen der Buchbesitzerin und der Schreiberin. So sind die Namen vieler der Schreiberinnen des Klosters bekannt, im Gegensatz zu den meisten anderen Frauenkonventen. Die Bibliothek umfasste bei ihrer Auflösung im Zuge der Reformation etwa 500 Bände und war eine der größten Klosterbibliotheken der Zeit.[2][3]
Kunigunde Niklasin starb 1457 in Nürnberg. Dort wurde sie mit einem FrauenOrt geehrt.[1]
Einzelnachweise
- ↑ a b Starke Frauen Bayern: Kunigunde Niklasin. In: bayerns-frauen.de. Starke Frauen Bayern, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ die Unsichtbare*. In: die-unsichtbare-nbg.de. www.die-unsichtbare-nbg.de, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ SEHEPUNKTE - Rezension von: Die Bibliothek des Klosters St. Katharina zu Nürnberg - Ausgabe 13 (2013), Nr. 11. In: sehepunkte.de. Abgerufen am 14. Dezember 2025.