Kriegerdenkmal Cröchern
Das Kriegerdenkmal Cröchern ist ein denkmalgeschütztes Kriegerdenkmal im zur Gemeinde Burgstall gehörenden Dorf Cröchern in Sachsen-Anhalt. Mit dem Denkmal wird der Gefallenen des Ersten und den „Opfern von Krieg, Gewalt und Vertreibung“ des Zweiten Weltkriegs gedacht.
Lage
Das Kriegerdenkmal befindet sich nahe dem Ortszentrum von Cröchern, südwestlich der Kirche St. Katharinen und Pankratius.
Gestaltung und Geschichte
Das Denkmal entstand in der Zeit nach 1918 für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Auf einem Postament wurde eine Inschriftenstele errichtet, die nach oben als Rundbogen abgeschlossen ist. Oberhalb der Inschrift befindet sich die Darstellung eines Eichenkranzes. Bekrönt ist die Stele mit einem steinernen Eisernen Kreuz, in dem sich die Inschrift 1914–1918 befindet.
Umgeben ist das Denkmal von einer schmiedeeisernen Einfriedung.
Die Inschrift nennt die Namen von 15 Verstorbenen und Vermissten, ihre Geburts- und Sterbedaten sowie Ort bzw. Umstände des Todes. Der Text auf der Stele lautet wie folgt:
Im Völkerringen starben den Heldentod
für Volk u. Vaterland unsere tapferen Söhne:
1914 + 1918
| Friedrich Bergmann geb.12.8.1883,gef.26.7.1915 bei La Harazee Höhe 216, Argonnerwald. |
Ferdinand Schwieger geb.14.12.1888,vermst.20.9.1916 Sturmangriff a.d.Somme. |
| Wilhelm Helmke geb.22.2.1885,gef.19.9.1915 a.d. Yser, Belgien |
Ernst Bergmann geb.26.1.1891,gest.4.8.1917 Feldlazarett Mazedonien. |
| Friedrich Eube geb.30.12.1896,gef.8.5.1916 v. Dünaburg, Rußland. |
Otto Kummer geb.22.1.1881,vermst.26.9.1916 a.d.Somme |
| Wilhelm Theuerkauf geb.25.9.1897,gef.5.5.1917 bei Cambrai, Frankreich. |
Fritz Herms geb.12.8.1898, vermst.24.9.1917 |
| Fritz Hinze geb.8.12.1891,gef.16.8.1917 bei Langemark, Flandern. |
Hermann Schulze geb.1.9.1871,gest.22.8.1918 Lazarett Stendal. |
| Christian Buggert geb.20.3.1885,vermst.13.9.1914 bei Tracy le Mont. |
Wilhelm Hellmann geb.26.5.1883,gest.7.8.1918, Lazarett Mainz. |
| Friedrich Jahns geb.7.1.1890,vermst.20.9.1914 bei Fontenay. |
Fritz Holzvoigt geb.25.3.1898,gest.5.5.1918 in d. Heimat |
Arnold Zander geb.14.4.1877,gest.28.6.1919 in d. Heimat.
Vergiß, mein Volk, die treuen Toten nicht!
Darunter wurde später eine Tafel befestigt, die der Opfer des Zweiten Weltkriegs gedenkt. Auf ihr sind keine Angaben zu Personen vermerkt. Sie trägt folgende Inschrift:
1939 – 1945
IM GEDENKEN
AN DIE OPFER
VON KRIEG, GEWALT
UND VERTREIBUNG
Im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt ist das Kriegerdenkmal unter der Erfassungsnummer 094 70283 als Baudenkmal eingetragen.[1]
Literatur
- Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 10: Holger Brülls, Dorothee Könemann: Ohrekreis. Teilband 2: Altkreis Wolmirstedt. fliegenkopf verlag Halle (Saale) 2001, ISBN 3-910147-71-2, Seite 44.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19.03.2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Seite 256
Koordinaten: 52° 23′ 19″ N, 11° 39′ 10″ O