Kommunalwahl in Mülheim an der Ruhr 2014
| Kommunalwahl in Mülheim an der Ruhr 2014 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Siehe auch: Kommunalwahl NRW 2014 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Daten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ergebnisse Ratswahl | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Kommunalwahl in Mülheim an der Ruhr 2014 fand am 25. Mai 2014, parallel zur Europawahl 2014, statt. Die Bürger der Stadt Mülheim konnten dabei bis zu vier Stimmen abgeben: 1 Stimme für die Bezirksvertretung (Stadtbezirke: Rechtsruhr-Nord, Rechtsruhr-Süd und Linksruhr), 1 Stimme für den Stadtrat, 1 Stimme für die OB-Wahl und gegebenenfalls 1 Stimme für den Integrationsrat. Die Wahl zum Mülheimer Oberbürgermeister fand im September 2015 statt.
Stadtratswahl
Mülheimer Stadtrat 2014
- WIR AUS Mülheim: 1
- DIE LINKE.: 2
- Piraten: 1
- GRÜNE: 6
- SPD: 17
- MBI: 5
- BfB i.s.f.: 1
- FDP: 3
- CDU: 15
- AfD: 3
Wahlbeteiligung: 50,35 %; Gültig davon: 98,21 %; Wahlberechtigte: 133.767; Wähler: 72.067; ungültige Stimmen: 1.206; gültige Stimmen: 66.144
SPD, MBI, FDP, Linke und Wir aus Mülheim mussten alle Verluste hinnehmen. Am stärksten waren die Verluste bei der FDP (−5,9 %), sie landete auf dem fünften Platz, bei der vorherigen Wahl 2009 waren sie noch viertstärkste Kraft. Die MBI fielen hinter die Grünen auf den vierten Platz (−1,5 %). Die SPD verlor zwar 2,8 % blieb mit 31,5 % aber stärkste Kraft vor der CDU, welche 27,8 (+2,6 %) erreichte. Die Grünen erzielten nur leichte Gewinne (+0,3 %) und wurden drittstärkste Kraft hinter SPD und CDU. Erstmals zogen auch AfD und Pratenpartei in den Stadtrat ein.
In der Wahlperiode kam es zu folgenden Änderungen der Sitzverteilung:
- SPD: 2015 traten Carsten Trojahn (zuvor Piraten) und Norbert Striemann (fraktionslos, zuvor MBI) der SPD bei. Durch die Wahl von Ulrich Scholten zum Oberbürgermeister 2015 rückte für ihn Ivica Delija nach.
- CDU: 2016 traten Frank Blum, Ramona Baßfeld und Frank Wagner aus der CDU aus und der neuen Fraktion BAMH bei.
- MBI: kurz nach der Wahl wurde Norbert Striemann fraktionslos. 2016 trat Hans-Georg Hötger aus der MBI-Fraktion aus und wurde Gründungsmitglied der BAMH-Fraktion.
- AfD: 2015 trat Jochen Hartmann aus der AfD-Fraktion aus. Die zwei verbliebenen AfD-Stadtverordneten traten später ebenfalls aus der AfD aus und gründeten die Gruppe "Mülheim 5 vor 12" (ursprünglich ALFA). Damit war die AfD bis zur Wahl 2020 nicht mehr vertreten.
- Linke: Die zwei Stadtverordneten Birgit Felderhoff und Andreas Marquardt traten 2019 zur neuen Fraktion "Bündnis für Mülheim" über.
- Piraten: 2015 trat der Stadtverordnete Carsten Trojahn der SPD bei.
- BfB i.s.f.: Der Stadtverordnete Hasan Tuncer wurde 2019 Gründungsmitglied der Fraktion "Bündnis für Mülheim".
- Mülheim 5 vor 12 (ursprünglich ALFA): Diese Gruppe gründete sich ursprünglich von den zwei verbliebenen AfD-Stadtverordneten. 2019 trat Lutz Zimmermann zur neuen Fraktion "Bündnis für Mülheim über. Der andere Stadtveordnete Martin Fritz trat der BAMH bei.
- BAMH: Diese Fraktion wurde 2016 von drei ehemaligen CDU-Mitgliedern und jeweils einem ehemaligen Mitglied von MBI und AfD gegründet. Später schloss sich dieser Fraktion Martin Fritz (zovor Mülheim 5 vor 12, ursprünglich AfD) an.
- Bündnis für Mülheim: Diese Fraktion wurde 2019 von den ehemaligen Stadtverordneten der Linken, dem BfB i.s.f. und einem Stadtverordneten von Mülheim 5 vor 12 (ursprünglich AfD) gegründet.[1]
Damit gab es zum Ende der Wahlperiode folgende Sitzverteilung:
Mülheimer Stadtrat 2019
- WIR AUS Mülheim: 1
- GRÜNE: 6
- SPD: 19
- MBI: 3
- Bündnis für Mülheim: 4
- FDP: 3
- CDU: 12
- BAMH: 6
Es wurden folgende Direktmandate vergeben[2]:
- 01 Stadtmitte-Zentrum: Constantin Körner (SPD)
- 02 Eppinghofen-Nordwest: Rodion Bakum (SPD)
- 03 Eppinghofen-Ost: Ulrich Scholten (SPD), später Ivica Delija (SPD)
- 04 Stadtmitte-Ost: Alexander Böhm (SPD)
- 05 Kahlenberg: Markus Püll (CDU)
- 06 Holthausen-Süd: Dr. Henner Tilgner (CDU)
- 07 Holthausen-Nord: Heinz Borchardt (CDU)
- 08 Heißen-Süd, Heimaterde: Claus Schindler (SPD)
- 09 Heißen-Mitte: Daniel Mühlenfeld (SPD)
- 10 Heißen-Ost: Hildegard Freiburg (SPD)
- 11 Winkhausen: Johannes Terkatz (SPD)
- 12 Mellinghofen: Heinz Braun (SPD)
- 13 Dümpten-Süd: Dieter Spliethoff (SPD)
- 14 Dümpten-Nordost: André Kasberger (SPD)
- 15 Dümpten-Nordwest: Oliver Willems (SPD)
- 16 Dümpten-Styrum: Enver Sen (SPD)
- 17 Styrum-Nord: Sascha Jurczyk (SPD)
- 18 Styrum-Süd: Norbert Mölders (SPD)
- 19 Speldorf-Nordwest: Bernd Dickmann (CDU)
- 20 Speldorf-Süd: Christina Kaldenhoff, später Küsters (CDU)
- 21 Speldorf-Nordwest: Margarete Wietelmann (SPD)
- 22 Broich-Nord: Dieter Wiechering (SPD)
- 23 Broich-Süd: Heiko Hendriks (CDU)
- 24 Saarn-Zentrum: Wolfgang Michels (CDU)
- 25 Saarn-Siedlungen: Frank Wagner (CDU, später BAMH)
- 26 Saarner Kuppe: Frank Blum (CDU, später BAMH)
- 27 Saarn-Süd mit Selbeck und Mintard: Ramona Baßfeld (CDU, später BAMH)
Summe: SPD: 17; CDU: 10
Bezirksvertretungswahlen
Stadtbezirk 1 Rechtsruhr-Süd
Die SPD blieb trotz Verlusten stärkste Kraft, die CDU blieb zweitstärkste. Die Grünen konnten die MBI überflügeln und wurden drittstärkste Kraft. Die FDP musste deutliche Verluste hinnehmen und landete auf dem fünften Platz. Obwohl die SPD seit der Einführung der Bezirksvertretungen in Mülheim 1975 stärkste Kraft in der Berzirksvertretung 1 ist, stellt die CDU seit 1994 den Bezirksbürgermeister.
Bei der Wahl des Bezirksbürgermeisters erhielt der CDU/FDP-Vorschlag 9 Stimmen gegenüber dem Vorschlag von SPD/Grüne mit 8 Stimmen. Damit wurde Arnold Fessen (CDU) zum Bezirksbürgermeister gewählt. Seine Stellvertreter sind Peter Pickert (SPD), Joachim Hoffmann (FDP) und Britta Stalleicken (Grüne).[3]
Stadtbezirk 2 Rechtsruhr-Nord
Die SPD konnte sich in der Bezirksvertretung 2 deutlich als stärkste Kraft behaupten, wenngleich sie erstmals unter die 40-%-Marke fiel. Die MBI wurden trotz Verlusten drittstärkste Kraft vor den Grünen. Die AfD konnte bei ihrem erstmaligen Antreten stark dazugewinnen und erreichte 6,4 % vor Linken und FDP. Die FDP musste sehr starke Verluste hinnehmen und fiel auf den siebten Platz zurück. Zweitstärkste Kraft blieb die CDU.
Bei der Wahl des Bezirksbürgermeisters wurde der SPD/CDU-Vorschlag mit 18 abgegebenen Stimmen einstimmig angenommen. Heinz-Werner Czeczatka-Simon (SPD) wurde Bezirksbürgermeister, seine Stellvertreter sind Ralph Trucksess und Udo Windl.[4]
Stadtbezirk 3 Linksruhr
Die CDU wurde hier, wie seit 1994 durchgehend, stärkste Kraft. Die FDP musste deutliche Verluste von über 6 % hinnehmen, wurde aber dennoch stärker als die erstmals angetretene AfD.
Bei der Wahl des Bezirksbürgermeisters gab es einen gemeinsamen Vorschlag von CDU, SPD und Grünen. Dieser wurde einstimmig angenommen, damit wurde Hermann-Josef Hüßelbeck (CDU) zum Bezirksbürgermeister gewählt, seine Stellvertreter sind Heinz-Dieter Zeitnitz (SPD) und Carsten Voß (Grüne).[5]
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Frank-Rainer Hesselmann: „Bündnis für Mülheim“ gründet sich als neue Ratsfraktion. 14. Juni 2019, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ Ratswahl - Europawahl / Kommunalwahlen 2014 in der Stadt Mülheim an der Ruhr - Wahlbezirke. Abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ ALLRIS - Auszug. Abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ ALLRIS - Auszug. Abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ ALLRIS - Auszug. Abgerufen am 23. Dezember 2025.