Kolin Schult

Kolin Schult (* 1964 in München) ist ein deutscher Autor, Dramaturg, Regisseur, Kameramann, Produzent[1] und Gastronom.

Schult ist der Sohn des Aktionskünstlers HA Schult.[2][1] Seit den frühen 1990er-Jahren ist er in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft aktiv, insbesondere im Bereich Dokumentarfilm, Formatentwicklung und audiovisuelles Marketing.

Leben

Kolin Schult arbeitete in den 1980er-Jahren als Fotograf, Kameramann und Regieassistent, unter anderem für seinen Vater HA Schult sowie für Sender wie WDR und ZDF. Ab 1990 entwickelte er eigene Projekte als Autor, Dramaturg, Regisseur, Kameramann und Produzent, vielfach in Kooperation mit öffentlich-rechtlichen Sendern und Produktionsfirmen,[2] in den Bereichen Dokumentarfilm, serielle Formate, Formatentwicklung darunter Lichtblick Film in Köln für ZDF, Arte, 3sat und weitere Sender und Produktionsfirmen.[1]

Sein erster großer Erfolg war der narrative Dokumentarfilm The Big Pink (1995), bei dem er Buch, Regie, Kamera und Schnitt übernahm. Der Film wurde 1996 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet[1] und international auf Festivals wie der Berlinale, DOK Leipzig, IDFA,[3] World Film Festival Montreal und der Input Konferenz in Mexiko gezeigt.

Schult lebt und arbeitet seit 2011 in Saarbrücken.[4] Seit 2017 betreibt Kolin Schult mit Dagmara Wozniak das Restaurant Auberge Rouge in St. Arnual.[5]

Werk (Auswahl)

  • 1995 – The Big Pink – Buch, Regie, Kamera, Schnitt[6]
  • 1996 – Rheingeist – 3sat, Reportage über HA Schult
  • 1998 – Wenn man einmal anfängt – arte/ZDF
  • 2001–2002 – Die Hundeschule – Doku-Soap, arte/BR
  • 2004 – Jewish Ballroom – Dramaturgie/Schnitt, ZDF
  • 2005–2006 – Nur noch 28 Tage – RBB, Dokumentarfilm über den Palast der Republik
  • 2010–2012 – Die Magie des Florian Zimmer – Projektentwicklung
  • 2015/2016 – Action Blue – Dokumentation zur ZKM-Ausstellung „Globale“, Regie/Kamera
  • 2025 – Wir sind und leben anders – Dokumentarfilm (SR, 30 Min.)
  • 2025 – Die Schult Frage – Langzeitdokumentation

Weitere Tätigkeiten

Seit 2012 ist Kolin Schult CEO und Mitinhaber des Saarbrücker Restaurants Auberge Rouge. Das Restaurant ist als kulturell-kulinarischer Ort etabliert und verbindet Gastronomie mit gesellschaftlichem Dialog.

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1996Adolf-Grimme-Preis für The Big Pink[7]
  • 1997 – Art Directors Club Deutschland – Auszeichnung für den Spot Der Vertreter (3sat)[3]
  • 2004 – Einladung zum DOK Leipzig für Deutsches Neuland (Dramaturgie/Schnitt)[8]

Festivalteilnahmen

Einzelnachweise

  1. a b c d Filmwerkstätten aktuell - Arbeiten von Kolin Schult im Rahmen einer Filmwerkstatt im Kino achteinhalb filmbuero-saar.de
  2. a b Ein Hippie-Leben – zu schön um wahr zu sein saarbruecker-zeitung.de
  3. a b Das Offene Buch: Ein Geleitwort manz.at
  4. Moïra! Marc träumt – Le rêve de Marc - Kolin Schult stiftung-dfkultur.org, Seite 6
  5. St. Arnualer Auberge Rouge in neuen Räumen saarbruecker-zeitung.de
  6. THE BIG PINK lichtblick-film.com
  7. 32. Grimme-Preis 1996 im Grimme-Preis-Archiv (Memento vom 29. Juli 2014 im Internet Archive)
  8. ND – Deutsches Neuland dokumentarfilmgeschichte.de, Beteiligte Personen, Distribution