Kloster Haisterkirch
Das Kloster Haisterkirch ist ein Bauensemble in Haisterkirch bei Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg von Baden-Württemberg.
Lage
Das ehemalige Klostergelände befindet sich in der Ortsmitte von Haisterkirch an einer zentralen Kreuzung von der L 300 und der K 7933 des Ortes, im Westen grenzt es an die Hittelkofer Straße, im Süden an die Rathausstraße und im Osten an die Pfarrgasse.
Das Kloster liegt etwa 50 bis 60 Meter östlich des Bachlaufs der Osterhofer Ach, die auch Haisterbach genannt wird.[1]
Bauwerke
Kulturdenkmale
Klostergebäude
Das Ortsbildprägende ehemalige Katholische Pfarrhaus und Sommersitz der Äbte von Kloster Rot an der Rot (heute Rathaus, Vereinsräume, Bücherei und Schule) ist eine massive, verputzte Dreiflügelanlage aus den Jahren 1736–1762. Erbaut unter Abt Hermann Vogler, diente es als Pfarrsitz und Sommersitz der Äbte des Klosters Rot an der Rot, mit seiner schlossartigen Architektur und seinen Dimensionen übertrifft es die eines typischen oberschwäbischen Pfarrhauses bei Weitem.[2]
Pfarrscheuer
Die Pfarrscheuer (Objekt-ID: 103172062) ist ein zweigeschossiger, verputzter Massivbau aus dem 18. Jahrhundert mit Satteldach und drei großen Rundbogentoren. Sie war ein wichtiger Bestandteil des Pfarrhofs, da in ihr die Pfarreinkünfte des Klosters Rot an der Rot gesammelt und gelagert wurden. Heute dient das Gebäude als Lagerplatz.[2]
Mesnerhaus
Das Mesnerhaus (Objekt-ID: 103171997) ist ein dreigeschossiger, verputzter Massivbau aus dem 18. Jahrhundert mit einem einseitig abgewalmten Satteldach. Sein Grundriss ist unregelmäßig und passt sich dem Verlauf der Pfarrhofmauer an. Es wird heute als Wohnhaus genutzt.[2]
Archäologische Bodendenkmale
Mittelalterlicher und neuzeitlicher Pfarrhof mit Pfarrhaus
Das gesamte Areal ist auch als Mittelalterlichen und neuzeitlichen Pfarrhofs mit Pfarrhaus, Ökonomiegebäuden, Pfarrgarten, Hoffläche und Umfassungsmauer (Objekt-ID: 106595668) archäologische Bodendenkmal eingetragen. Im Boden werden Spuren älterer Vorgängerbauten vermutet, die Aufschluss über die Baugeschichte und die einstige Ausstattung des Pfarrsitzes geben können, dessen Ursprünge bis ins Hochmittelalter zurückreichen.[3]
Sonstiges
Das Gebäudeensemble befindet sich in unmittelbarer Nähe weiterer Kulturdenkmale.
- Lehrerhaus
- St. Johannes Baptist, die auf dem Archäologischen Bodendenkmal Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist steht.[3]
- Das ehemalige Gasthaus zum Kreuz, welches früher das örtliche Gerichtsgebäude war.[2]
Der Dorfplatz vor dem Kloster auch der Ausgangspunkt für die jährlich im Januar stattfindende Wallfahrt über den denkmalgeschützten Kreuzweg zur Kapelle St. Sebastian.[4]
Einzelnachweise
- ↑ Karte: Lagekarte - Daten- und Kartendienst der LUBW. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ a b c d Karte der Kulturdenkmale des Landes Baden-Württemberg (Ausschnitt Kloster/Kirche). In: geoportal-bw.de. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ a b Karte der Bodendenkmale des Landes Baden-Württemberg. In: geoportal-bw.de. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Karte der Kulturdenkmale des Landes Baden-Württemberg (Ausschnitt Kreuzweg/St. Sebastiane). In: geoportal-bw.de. Abgerufen am 23. September 2025.
Koordinaten: 47° 55′ 15,5″ N, 9° 47′ 56,5″ O