Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf
| Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf | |
|---|---|
| Stadtkirche „Zur Gotteshilfe“ Waltershausen | |
| Organisation | |
| Landeskirche | Evangelische Kirche in Mitteldeutschland |
| Statistik | |
| Pfarreien | 9 (2023) |
| Gemeindeglieder | 10.195 (2023)[1] |
| Leitung | |
| Superintendentin | Anne-Katrin Kummer |
| Büroanschrift | Lutherstraße 3 99880 Waltershausen |
| Webpräsenz | www.suptur.de |
Der Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf war ein bis 2025 bestehender Kirchenkreis der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland mit Sitz in Waltershausen, der zum Bischofssprengel Erfurt gehörte. Zuletzt amtierte Anne-Katrin Kummer als Superintendentin.[2]
Lage und Allgemeines
Der Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf lag im Westen von Thüringen und umfasste neben der Kirchengemeinde Gossel im Ilm-Kreis den südlichen Teil des Landkreises Gotha.
Im Kirchenkreis lebten am 31. Dezember 2023 10.195 evangelische Christen. Er hatte damit einen Anteil von evangelisch-lutherischen Christen an der Gesamtbevölkerung von 20,7 %.[1]
Das Kreiskirchenamt, das verschiedene Verwaltungsaufgaben wie zum Beispiel die Abwicklung von Bau-, Personal- oder Versicherungsangelegenheiten für mehrere Kirchenkreise übernimmt, befand sich in Eisenach.[3]
Pfarrbereiche
Die Kirchengemeinden waren in die neun Pfarrbereiche Crawinkel, Emsetal, Friedrichroda, Hörselgau-Mechterstädt, Leinatal, Ohrdruf-Luisenthal, Tabarz-Cabarz, Tambach-Dietharz und Waltershausen gegliedert.[4]
Geschichte
Die frühere Superintendentur Waltershausen-Ohrdruf lag innerhalb des Aufsichtsbezirkes West in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen. Nach der Bildung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland 2009 gehörte der nunmehrige Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf zunächst zum Propstsprengel Eisenach-Erfurt, seit 2022 gehört er dem neugebildeten Bischofssprengel Erfurt an.
Von 2002 bis 2013 war Andreas Berger Superintendent[5] und von 2015 bis 2025 war Wolfram Kummer im Amt.[6][7] Anschließend wurde die Stelle nicht neu ausgeschrieben, es amtiert Pfarrerin Anne-Katrin Kummer.[2]
Zum 1. Januar 2023 wechselte der Pfarrbereich Gräfenroda-Geschwenda vom Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf zum Kirchenkreis Arnstadt-Ilmenau.[8]
Am 1. Januar 2026 fusionierten die drei Kirchenkreise Arnstadt-Ilmenau, Gotha und Waltershausen-Ohrdruf zu einem neuen Kirchenkreis Gotha mit Sitz in Gotha.[9]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Kirchliches Leben in Zahlen, Statistische Übersichten 2023. (PDF; 1,65 MB) In: ekmd.de. Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, S. 5, abgerufen am 23. November 2024.
- ↑ a b Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf – Superintendentur. In: suptur.de. Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Kreiskirchenamt Eisenach. In: ekmd.de. Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, abgerufen am 28. April 2024.
- ↑ Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf – Kirchgemeinden. In: suptur.de. Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf, abgerufen am 28. April 2024.
- ↑ Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda – Profil von Superintendent Andreas Berger. In: kirchenkreis-eisleben-soemmerda.de. Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda, abgerufen am 28. April 2024.
- ↑ Klaus-Dieter Simmen: Neue Wege. In: tlz.de. Thüringische Landeszeitung, 6. Januar 2015, abgerufen am 28. April 2024.
- ↑ Wieland Fischer: Kirchliche Fusion im Kreis Gotha: Waltershausens „Sup“ sagt Adieu. In: thueringer-allgemeine.de. Funke Medien / Thüringer Allgemeine Zeitung, 2. Juli 2025, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Ines Rein-Brandenburg: Waltershausen-Ohrdruf bzw. Arnstadt-Ilmenau: Segen für die Grenzgänger. In: www.meine-kirchenzeitung.de. Wartburg Verlag GmbH, 10. Februar 2023, abgerufen am 28. April 2024.
- ↑ Kreissynode beschließt Fusion. In: kirchenkreis-arnstadt-ilmenau.de. Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Arnstadt-Ilmenau, 6. Mai 2025, abgerufen am 19. Juli 2025.