Kirchberg (Rodalben)
| Kirchberg | ||
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| Kirchberg (links im Bild), im Vordergrund Rodalben | ||
| Höhe | 370,7 m ü. NHN | |
| Lage | Rodalben | |
| Gebirge | Pfälzerwald, Gräfensteiner Land | |
| Dominanz | 0,6 km → Klinkenberg (422 m)[1] | |
| Koordinaten | 49° 14′ 53″ N, 7° 38′ 37″ O | |
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| Gestein | Buntsandstein | |
| Aussichtsplattform am Kanzelfelsen | ||
| Schweinefelsen | ||
| Friedhof | ||
Der Kirchberg ist ein 370,7 Meter Berg im Pfälzerwald, der zur Stadt Rodalben gehört.
Geographie
Lage
Der Berg liegt im Gräfensteiner Land auf Gemarkung der Stadt Rodalben nordwestlich des Siedlungsgebiets. An seiner Südflanke beginnt die Bebauung der Kernstadt und am Südostfuß die des Stadtteils Lindersbach. Am Berg befinden sich mehrere Felsformationen, beispielsweise der mit einer Aussichtsplattform versehene Kanzelfelsen oder der Schweinefelsen.[2][3]
Naturräumliche Zuordnung
- Großregion 1. Ordnung: Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
- Großregion 2. Ordnung: Pfälzisch-saarländisches Schichtstufenland
- Großregion 3. Ordnung: Pfälzerwald
- Region 4. Ordnung (Haupteinheit): Mittlerer Pfälzerwald
- Region 5. Ordnung: Gräfensteiner Land
Name und Geschichte
Der Berg war einst Kirchengut, das der örtliche Pfarrer als Einkommensquelle beackerte, woher sich sein Name ableitet.[4]
Die Bebauung der Südflanke begann Anfang des 20. Jahrhunderts; bis dahin bestand diese ausschließlich aus landwirtschaftlich genutzten Flächen.[5] Die Kirchbergstraße gab es als Straße nach Clausen bereits Jahrhunderte früher.[6]
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Anlage eines neuen Friedhofs für Rodalben geplant, da die seit 1802 existierende Begräbnisstätte ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hatte. Die Wahl fiel dabei auf einen Standort im Leiterstal an der Westflanke des Kirchbergs. Der Bau begann im Mai 1913, die Eröffnung war 1915.[7]
Seit 1905 bestand am Berg ein Wasserhochbehälter. Da er durch die Bebauung in den folgenden Jahrzehnten an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gekommen war, kam 1927 ein weiterer am Schweinefelsen hinzu. Nachdem 1965 ein weiterer am Hilschberg entstanden war, wurde ersterer stillgelegt.[8]
Wanderwege
Über den Kirchberg führen mehrere Wanderwege, darunter der Pfälzer Waldpfad, der Rodalber Felsenwanderweg sowie ein Wanderweg, der mit einem grün-gelben Balken markiert ist und der von Kirchheimbolanden bis nach Hirschthal führt.[9][10]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Kirchberg (Rodalben) 371 m. In: deine-berge.de. 20. November 2025, abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Kanzelfelsen und Kanzelaussichtsplattform. In: pfalz.de. 20. November 2025, abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Schweinefelsen am Rodalber Felsenwanderweg. In: pfalz.de. 13. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025.
- ↑ Vinzenz Bernhard: Rodalber Kirchengeschichte - eng mit der Ortsgeschichte verbunden. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 214.
- ↑ Vinzenz Bernhard, Wilhelm Seither: Die bauliche Entwicklung der Stadt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 312.
- ↑ Vinzenz Bernhard, Wilhelm Seither: Die bauliche Entwicklung der Stadt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 304.
- ↑ Vinzenz Bernhard: Rodalber Kirchengeschichte - eng mit der Ortsgeschichte verbunden. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 240 f.
- ↑ Vinzenz Bernhard: Die Wasserversorgung. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 444.
- ↑ Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 20. November 2025, abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Wandern wo andere Urlaub machen! In: felsenwanderweg.de. 12. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025.