Kazmairstraße
| Kazmairstraße | |
|---|---|
| Straße in München | |
| Ehemalige Gaststätte Ludwigsvorstadt, jetzt Café Ça va | |
| Basisdaten | |
| Landeshauptstadt | München |
| Stadtbezirk | Schwanthalerhöhe |
| Hist. Namen | Gärtnerweg |
| Name erhalten | 1878[1] |
| Anschlussstraßen | Heimeranstraße, Astallerstraße |
| Querstraßen | Schießstättstraße, Parkstraße, Angelika-Lex-Weg, Ligsalzstraße, Ganghoferstraße, Geroltstraße, Bergmannstraße, Anglerstraße, Trappentreustraße mit Trappentreutunnel, Gießerweg |
| Plätze | Alter Messeplatz, Georg-Freundorfer-Platz, Kiliansplatz |
| Nummernsystem | Orientierungsnummerierung |
| U-Bahnhof | Schwanthalerhöhe |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr |
| Technische Daten | |
| Straßenlänge | 932 m[2] |
Die Kazmairstraße ist eine Innerortsstraße im Stadtbezirk Schwanthalerhöhe (Nr. 8) von München.
Verlauf
Die Straße nimmt am Alten Messeplatz westlich der Theresienhöhe von der Heimeranstraße abzweigend ihren Ausgang, führt generell nach Westen und setzt die Nummerierung auf der Nordseite dieses Platzes nach Westen fort. Sie lässt die Parkstraße nach Norden abzweigen, kreuzt auf einer kleinen, nicht benannten Platzanlage die Ligsalzstraße und ist an der Ganghoferstraße/Georg-Freundorfer-Platz für den Fahrzeugverkehr unterbrochen, östlich bis zur Ligsalzstraße ist sie als Einbahnstraße nach Osten ausgewiesen.
Von der Ganghoferstraße führt sie, jetzt in beide Richtungen befahrbar, an der Nordseite des Georg-Freundorfer-Platzes entlang über die kreuzende Geroltstraße und die Bergmannstraße mit der Schule an der Bergmannstraße zu einer platzartigen Erweiterung, an der von Norden der Kiliansplatz einmündet. Die Erweiterung wird gequert und die Kazmairstraße setzt sich nahe des nach Süden führenden Abzweigs der Anglerstraße nach Westen zur Trappentreustraße fort, überquert diese und den darunter verlaufenden Trappentreutunnel der Bundesstraße 2R (Mittlerer Ring) und führt, nach Nordwesten abbiegend und größtenteils als Fußweg bis zur Astallerstraße, an der sie nördlich derer Einmündung in die Ridlerstraße mündet.
Geschichte
Vor der Neubenennung 1878 hieß die Straße Gärtnerweg. Sie wurde ab 1927 von der Trambahnlinie 9 durchfahren, die Stilllegung ist spätestens 1983 erfolgt. Auch die Trambahnlinie 10 fuhr von 1945 bis 1965 durch die Straße.
Öffentlicher Personennahverkehr
Die Straße wird durch den unter der Heimeranstraße liegenden U-Bahnhof Schwanthalerhöhe der U-Bahn-Linien 4 und 5 erschlossen. An der Trappentreustraße und der Bergmannstraße gibt es Bushaltestellen der Metrobuslinien 53 und 63. Den Alten Messeplatz bedient die Stadtbuslinie 134.
Namensgeber
Die Straße ist nach dem 1535 ausgestorbenen Münchner Patriziergeschlecht der Kazmair benannt, das mit dem 1417 gestorbenen Jörg Kazmair einen Münchner Bürgermeister stellte.
Gebäude unter Denkmalschutz
- Nr. 16: Mietshaus, Neurenaissance, 1889 (Denkmalliste D-1-62-000-3322)
- Nr. 17: Mietshaus, später Jugendstil, stattlicher, malerischer Bau mit Erkern, Loggien, reicher Putzgliederung und plastischem Dekor, 1914 von Franz Deininger; Südseite zum Teil neu; den Alten Messeplatz westlich abschließend; mit Heimeranstraße 2 (Denkmalliste D-1-62-000-2472)
- Nr. 19: Wohnhaus, mit 24. Polizeirevier, barockisierend, mit zwei Erkern, 1911–12 von Hans Grässel; mit Heimeranstraße 4 (Denkmalliste D-1-62-000-3323)
- Nr. 21: Mietshaus, barockisierender Eckbau, mit Erkern und reichem Kratzputzdekor, 1914 von Franz Deininger (Denkmalliste D-1-62-000-3324)
- Nr. 22: Mietshaus, Neurenaissance, 1891 von Georg Müller (Denkmalliste D-1-62-000-3325)
- Nr. 26: Mietshaus, Neurenaissance, reich gegliedert, 1889 (Denkmalliste D-1-62-000-3326)
- Nr. 27: Mietshaus, Neurenaissance, bezeichnet 1889, von Heinrich Hilgert; mit Nischenfigur, wohl Ceres (Denkmalliste D-1-62-000-3327)
- Nr. 32: Mietshaus, Neurenaissance, reich gegliedert, 1889 (Denkmalliste D-1-62-000-3328)
- Nr. 36: Mietshaus, Neurenaissance, reich gegliedert, 1889 von Georg Müller (Denkmalliste D-1-62-000-3329)
- Nr. 37: Mietshaus, Neurenaissance, reich gegliedert, 1891 von Heinrich Wildanger (Denkmalliste D-1-62-000-3330)
- Nr. 38/38a/38b/40/42/44/46/48/50/52/54: Wohnanlage, barockisierend, langgestreckte Südfront mit eingezogenem Mittelteil (Nr. 44), um 1912 von Hans Eisenrieth; schließt den südlich davon gelegenen großen Platz ab; mit Gollierstraße 41–53a (ungerade Nrn.) (Denkmalliste D-1-62-000-3332)
- Nr. 41: Mietshaus, Neurenaissance, 1890–91 von Jakob Gäbelein (Denkmalliste D-1-62-000-3333)
- Nr. 43: Mietshaus, Neurenaissance, 1891 von Heinrich Wildanger (Denkmalliste D-1-62-000-3335)
- Nr. 45: Mietshaus, Neurenaissance, 1891 von Heinrich Wildanger (Denkmalliste D-1-62-000-3337)
- Nr. 58: Mietshaus, neubarocker Eckbau, reich gegliedert und stuckiert, 1900 von Paul Böhmer; westlicher Abschluss eines Straßenabschnittes (Denkmalliste D-1-62-000-3339)
- Nr. 65/67/69/71/73/75/75a: Teil einer Wohnanlage, 1928–29 von Ludwig Naneder; siehe Bergmannstraße 38/40/42/44 (Denkmalliste D-1-62-000-8009)
- Nr. 77: Mietshaus, Eckbau in deutscher Renaissance, mit Erkern und Giebeln, 1901 von Paul Böhmer (Denkmalliste D-1-62-000-3341)
- Nr. 79: Mietshaus, Eckbau in deutscher Renaissance, mit reichem Dekor, 1901–02 von Paul Böhmer (Denkmalliste D-1-62-000-3342)
Ehemalige Baudenkmäler
- Nr. 60: Mietshaus, deutsche Renaissance, mit Stuck an den beiden Erkern, 1900 von Paul Böhmer; nach Kriegsschäden nur vereinfacht wieder aufgebaut, 2007 aus der Denkmalliste gestrichen
Weitere Gebäude
- „Gelber Block“ (Nr. 59 und Nachbarhäuser), Sanierungsvorhaben[3]
- Ledigenheim, an der Bergmannstraße zwischen Gollier- und Katzmairstraße
- Grundschule an der Bergmannstraße
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Kazmairstraße 16
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Kazmairstraße 17
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Kazmairstraße 19
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Kazmairstraße 21
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Kazmairstraße 22
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Kazmairstraße 26
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Kazmairstraße 27
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Kazmairstraße 32
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Kazmairstraße 36
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Kazmairstraße 37
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Kazmairstraße 38 bis 42 (gerade Nummern) - Teil
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Kazmairstraße 41
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Kazmairstraße 43
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Kazmairstraße 45
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Kazmairstraße 58
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Kazmairstraße 60
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Kazmairstraße 65 bis 75 (ungerade Nummern)
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Kazmairstraße 77
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Kazmairstraße 79
Literatur
- Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 169.
Einzelnachweise
- ↑ Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen, 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 169
- ↑ nach Stadtgeschichte München
- ↑ https://wg-mw.de/unsere-wohnanlagen/westend/gruener-gelber-heimeranblock/
Weblinks
- Die Kazmairstraße im München Wiki
- Die Kazmairstraße auf der Website von Stadtgeschichte München
Koordinaten: 48° 8′ 5″ N, 11° 32′ 21″ O