Ganghoferstraße (München)
| Ganghoferstraße | |
|---|---|
| Straße in München | |
| Die Straße bei Nacht (2008) | |
| Basisdaten | |
| Landeshauptstadt | München |
| Stadtbezirk | Schwanthalerhöhe, Sendling |
| Name erhalten | 1878[1] |
| Anschlussstraßen | Westendstraße, Stemmerwiese |
| Querstraßen | Schwanthalerstraße, Tulbeckstraße, Gollierstraße, Kazmairstraße, Heimeranstraße, Petra-Moll-Weg (Stichverbindung), Sandtnerstraße, Am Bavariapark, Anglerstraße, Hans-Dürrmeier-Weg, Ridlerstraße, Ben-Chorin-Straße, Linus-Pauling-Straße, Max-Hirschberg-Weg, Pfeuferstraße, Baumgartnerstraße, Kraelerstraße, Paul-Meisel-Weg, Winkstraße |
| Plätze | Georg-Freundorfer-Platz, Herzog-Ernst-Platz |
| Nummernsystem | Orientierungsnummerierung |
| U-Bahnhof | Schwanthalerhöhe |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr |
| Technische Daten | |
| Straßenlänge | ca. 1,8 km |
Die Ganghoferstraße ist eine Innerortsstraße in den Stadtbezirken Schwanthalerhöhe (Nr. 8) und Sendling (Nr. 6) von München.
Verlauf
Die Straße nimmt an der Westendstraße ihren Ausgang und zweigt rechtwinklig von dieser nach Süden ab. In geradlinigem Verlauf quert sie mehrere für die Schwanthalerhöhe charakteristische, in Ost-West-Richtung verlaufende Straße wie die Tulbeckstraße und die Gollierstraße und wird bei der Einmündung in die Kazmairstraße für den Fahrverkehr unterbrochen. Über den nach Westen zur Geroltstraße gelegenen Georg-Freundorfer-Platz mit der Einmündung der Heimeranstraße setzt sie sich zur Ridlerstraße fort und überschreitet auf der Ganghoferbrücke die Gleise der Bahnstrecke München–Simbach. Hier wechselt sie aus dem Stadtbezirk Schwanthalerhöhe in den Stadtbezirk Sendling und wendet sich nach Südsüdosten, setzt ihren Lauf aber als Pfeufferstraße fort, während die Ganghoferstraße nach Süden abzweigt und östlich der Bahnstrecke der Bayerischen Maximiliansbahn weiterführt. Sie kreuzt dabei die Baumgartnerstraße und endet als Sackstraße mit Hausnummer 138 nördlich der Stemmerwiese.
Geschichte
Im Süden der Heimeranstraße lag nach Osten das frühere Münchner Messegelände, das nach 1998 größtenteils mit Wohn- und Geschäftsgebäuden neu überbaut sowie mit neu angelegten Straßen erschlossen wurde. 2005 wurde eine Radfahrer- und Fußgängerbrücke gebaut, die die Ganghoferstraße am Max-Hirschberg-Weg quert. Unter ihren Rampen sind Künstlerateliers eingerichtet.
Öffentlicher Personennahverkehr
Der Nord- und Mittelteil der Straße wird durch den U-Bahnhof Schwanthalerhöhe der U-Bahn-Linien 4 und 5 erschlossen (Zugang auf der Höhe Heimeranstraße). Nahegelegen sind auch die Haltestellen der Trambahnlinien 18 und 19 an der Schrenkstraße. Der Süden wird von mehreren Buslinien versorgt (Haltestellen Schwanthalerhöhe, Ridlerstraße, Ganghoferbrücke). Vom äußersten Süden ist es zu den Bushaltestellen am Herzog-Ernst-Platz und in der Pfeufferstraße nicht weit.
Namensgeber
Die Straße ist nicht, wie man meinen könnte, nach dem besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts populären Schriftsteller Ludwig Ganghofer, sondern nach dem unter dem Namen Jörg Ganghofer bekannten Erbauer der Münchner Frauenkirche benannt.
Gebäude unter Denkmalschutz
- Nr. 2: Mietshaus, deutsche Renaissance, mit zwei Erkern und Stuckdekor, 1901 von Hermann Berthold (Denkmalliste D-1-62-000-2034)
- Nr. 18/20: Teil einer barockisierenden Wohnanlage, ab 1918 von Ludwig Naneder; siehe Gollierstraße 40–52 (gerade Nummern) (Denkmalliste D-1-62-000-2239)
- Nr. 46: Hauptfront eines einheitlichen Mietshausblocks, 1927–1928 von Theodor Fischer; mit Anglerstraße 19a/21/23/25, Geroltstraße 31 und Sandtnerstraße 1/1a/3/5; an den Portalen plastischer Schmuck (Tierskulpturen) (Denkmalliste D-1-62-000-2037)
- Nr. 53/54/56/58: einheitlicher Mietshausblock ("Moll-Block"), mit Fassadenfiguren und Eckbalkonen, 1927–28 von Eduard Herbert und Otho Orlando Kurz; mit Anglerstraße 28/30/32, Geroltstraße 35/37/39/41/43 und Ridlerstraße 2[2] (Denkmalliste D-1-62-000-2037)
- Nr. 74: Mietshaus, neubarock, mit Schweifgiebel, 1901; Gruppe mit Nr. 76, 78, 80 und 82 (Denkmalliste D-1-62-000-2039)
- Nr. 76: Mietshaus, barockisierender Jugendstil, mit Flacherker, 1901; Gruppe mit Nr. 74, 78, 80 und 82 (Denkmalliste D-1-62-000-2040)
- Nr. 78: Mietshaus, barockisierend, 1901; Gruppe mit Nr. 74, 76, 80 und 82 (Denkmalliste D-1-62-000-2041)
- Nr. 80: Mietshaus, barockisierender Jugendstil, mit Giebel und reicher Putzgliederung, 1905; Gruppe mit Nr. 74, 76, 78 und 82 (Denkmalliste D-1-62-000-2042)
- Nr. 82: Mietshaus, Jugendstil, mit breitem Erker und Giebel, 1905; Gruppe mit Nr. 74, 76, 78 und 80 (Denkmalliste D-1-62-000-2043)
Weitere Gebäude
- KPMG-Gebäude von Otto Steidle, Nr. 29, BDA-Preis Bayern 2003, mit der Installation „Umschreibung“ von Ólafur Elíasson im Innenhof (zur Nutzung als „new Ganghofer“[3] nach dem Wegzug der KPMG hier)
- Niedrigenergiehaus Ganghoferstraße (Nr. 106/112), Deutscher Bauherrenpreis 1998
-
Ganghoferstraße 2
-
Ganghoferstraße 20
-
KPMG-Gebäude
-
Ganghoferstraße 46
-
Ganghoferstraße 54 und 52
-
Ganghoferstraße 74
-
Ganghoferstraße 76
-
Ganghoferstraße 78
-
Ganghoferstraße 80
-
Ganghoferstraße 82
-
Das Niedrigenergiehaus, Südfassade
Brunnen
- Esplanade-Brunnen (bei Nr. 39), 2006, von den Landschaftsarchitekten Thomanek Duquesnoy entworfen
Literatur
- Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 8. Aufl. Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 102.
Weblinks
- Ganghoferstraße. In: München Wiki.
- Ganghoferstraße. In: Stadtgeschichte München.
Einzelnachweise
- ↑ Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen, 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 102.
- ↑ Jean Molitor/Kaija Voss: Bauhaus in Bayern. Eine fotografische Reise durch die Klassische Moderne, edition q im be.bra Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-86124-750-0, S. 56/61
- ↑ new Ganghofer.
Koordinaten: 48° 7′ 49″ N, 11° 32′ 22″ O