Kazimierz Banyś
Kazimierz Banyś (* 1. September 1922 in Glanów (heute zur Gmina Trzyciąż gehörend)[1][2]; † 16. Januar 2015 in Breslau[3]) war ein polnischer Konstrukteur von Baumaschinen, Professor für Mechanik und langjähriger Hochschullehrer an der Technischen Universität Breslau und der Naturwissenschaftlichen Universität Breslau. Er war Autor zahlreicher Fach- und Lehrbücher und wurde für die wissenschaftliche und Lehrtätigkeit mit dem polnischen Ritterkreuz und dem Offizierskreuz des Ordens Polonia Restituta ausgezeichnet[4][5].
Leben
Kazimierz Banyś schloss 1944 das Maschinenbau-Lyzeum in Krakau ab. Während der deutschen Besatzung war er in der polnischen Heimatarmee unter dem Decknamen „Karmel“ tätig. Am 18. Januar 1945 begann er das Studium an der Akademie für Bergbau und Hüttenwesen in Krakau. Später setzte er das Studium an der Fakultät für Maschinenbau und Bauingenieurwesen der Technischen Universität Breslau fort. In den Jahren 1945–1950 gehörte er zur Gruppe der ersten Studierenden der polnischen Technischen Universität Breslau.[1]
Seine beruflichen Positionen waren Chefkonstrukteur in den Breslauer ZREMB-Werken (1950–1959), Technischer Direktor im Projekt- und Konstruktionsbüro der Baumaschinenindustrie (1959–1966), Direktor des Forschungs- und Versuchsbetriebs für Bauwesen (1966–1973) und schließlich Leiter der Breslauer Niederlassung des Instituts für Mechanisierung des Bauwesens und des Steinbruchbergbaus (1973–1990). Ab 1990 war er als Direktor des Instituts INSMASZBUD tätig.
Wissenschaftliche Tätigkeit
Im Jahr 1967 erlangte er an der Technischen Universität Breslau den akademischen Grad des Doktors. In den späteren Jahren war er als Dozent für Baumaschinenwesen am Institut für Bauwesen der Landwirtschaftlichen Akademie in Breslau (heute: Naturwissenschaftliche Universität Breslau) tätig[2]. Seit 1973 lehrte er am Institut für Mechanisierung des Bauwesens und des Steinbruchbergbaus. Banyś wurde 1989 zum Professor ernannt. Er konstruierte mehr als 60 Bau- und Maschinen für den Steinbruchbergbau. Seine wissenschaftliche Tätigkeit umfasst über 300 wissenschaftliche Veröffentlichungen, 16 Bücher und 32 Patente.[1]
Zwischen 1973 und 1990 fungierte er als Mitglied des Wissenschaftlichen Rates des Instituts für Mechanisierung des Bauwesens und des Steinbruchbergbaus in Warschau. Zwischen 1966 und 1980 war er Mitglied des Wissenschaftlichen Rats der Fakultät für Bauwesen und Wasserwirtschaft der Landwirtschaftlichen Akademie in Breslau. 1972–1990 gehörte er Sektion für Ökonomie, Organisation und Mechanisierung des Bauwesens der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Zwischen 1984 und 2010 leitete er als Vorsitzender die Sektion für Arbeitsmaschinen und innerbetrieblichen Transport des polnischen Fachverbands für Maschinenbauingenieure (SIMP). 2003–2010 hielt er das Amt des Präsidenten der Wissenschaftlichen Sektion für schwere Arbeitsmaschinen und innerbetrieblichen Transport des Vorstands von SIMP inne. Zwischen 2000 und 2010 war er Vorsitzender der Kommission der Preise und Auszeichnungen der Polish Federation of Engineering Associations (pl. Naczelna Organizacja Techniczna).[1]
Mit seiner Ehefrau Halina, Tierärztin, hatte er zwei Söhne und drei Enkelkinder. Bruder von Marian Banyś, einem Chirurgen, Onkel von Stanisław Witek, Professor für Chemie.
Ausgewählte Publikationen
- Konzept der industriellen Produktion von Bewehrungsmatten in Polen, Hrsg. K. Banyś u. a., Warschau 1974.
- Mechanisierung der Produktion und des Transports von Betonmasse, Warschau 1977, Verlag des Instituts für Mechanisierung des Bauwesens.
- Maschinenkunde in der baulichen Vorfertigung, Verlag für Schul- und Pädagogische Publikationen, Warschau 1976.
- Mechanisierung der Produktion und des Transports von Betonmischungen – gestern und heute, Warschau 2012, Verlag des Instituts für Mechanisierung des Bauwesens und des Steinbruchbergbaus.[1]
- Technologie der Herstellung von Bewehrungen für Stahlbetonkonstruktionen, Warschau 1988, Verlag des Instituts für Mechanisierung des Bauwesens und des Steinbruchbergbaus.
- Heizaggregate im landwirtschaftlichen Bauwesen, Breslau 1988, Verlag der Landwirtschaftlichen Akademie Breslau.
- Gedenkbuch der ersten Studierenden der Technischen Universität Breslau des Inauguraljahres 1945, Hrsg. K. Banyś u. a., Breslau 1985.
- Gedenkbuch des Treffens 2010 der Absolventen des ersten Jahrgangs der Technischen Universität Breslau anlässlich des 65-jährigen Bestehens der Technischen Universität Breslau und des 100-jährigen Bestehens der technischen Hochschulen in Breslau, Breslau 2010, Verlag der Technischen Universität Breslau.
- Geschichte der Fakultät für Hüttenwesen der Technischen Universität Breslau, Breslau 2004.[3]
- Von Glanów nach Breslau, Breslau 1997[6].
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Zmarł profesor Kazimierz Banyś. In: Gazeta Wrocławska. (polnisch).
- ↑ a b Oficyna Wydawnicza Politechniki Wrocławskiej (Hrsg.): Księga Pamiątkowa Zjazdu w 2010 roku Absolwentów Pierwszego Rocznika Politechniki Wrocławskiej z okazji 65-lecia Politechniki Wrocławskiej i 100-lecia Uczelni Technicznych we Wrocławiu. Beslau 2010, ISBN 978-83-7493-575-3 (polnisch).
- ↑ a b Wspomnienia / Pryzmat Politechnika Wrocławska. (polnisch).
- ↑ Żołnierz, wójt, profesor, sportowiec. In: TVN24. (polnisch).
- ↑ Głos Uczelni 127/2004. In: Uniwersytet Przyrodniczny we Wrocławiu. (polnisch).
- ↑ Żołnierz, wójt, profesor, sportowiec. In: TVN24. (polnisch).