Karakoro (Fluss)

Karakoro

Einzugsgebiet des Karakoro an der Mündung in den Senegal

Daten
Lage Mauretanien Mauretanien
Flusssystem Senegal
Abfluss über Senegal → Atlantik
Quelle Talschluss im zentralen Hochplateau von El Hodh
16° 48′ 58″ N, 10° 19′ 22″ W
Quellhöhe 351 m[1]
Mündung bei Ghabou in den SenegalKoordinaten: 14° 43′ 20″ N, 12° 3′ 14″ W
14° 43′ 20″ N, 12° 3′ 14″ W
Mündungshöhe 14 m[1]
Höhenunterschied 337 m
Sohlgefälle 0,48 ‰
Länge 697 km[1]
Einzugsgebiet etwa 41.300 km²[1]
Mittelstädte Kankossa, Ould Yengé

Der Karakoro oder Oued Karakoro (arabisch وادي كاراكورو) ist ein rechter Nebenfluss des Senegal in den Verwaltungsregionen Hodh El Gharbi, Assaba und Guidimaka von Mauretanien.[2]

Geographie

Der Karakoro entspringt als Oued im Nordwesten der Verwaltungsregion Hodh El Gharbi, 60 Kilometer südöstlich von Tamchekett in einem Trockental im zentralen Hochplateau des Landschaftsbeckens El Hodh. Von hier aus beschreibt das Tal aus dem Tamchekett-Plateau heraus einen großen linksgewendeten Halbkreis nach Norden um die Stadt Tamchekett, um schließlich in allgemeiner Südsüdwest-Richtung durch den Westteil von El Hodh, der zur Verwaltungsregion Assaba gehört, der Mündung in den Senegal zuzustreben.

Auf diesem Weg sammelt er aus seinem Einzugsgebiet, das sich zwischen Assaba-Massiv, Tagant-Plateau und Tamchekett-Plateau bis auf 620 m Meereshöhe erhebt, eine Reihe von Zuflüssen auf. Für eine ganzjährige Wasserführung reichen die Niederschläge der Regenzeit, die sich im Einzugsgebiet auf durchschnittlich 239 mm pro Jahr belaufen, zwar nicht aus, allerdings bieten er und einige seiner Zuflüsse auf langen Strecken Raum für eine Reihe von bewohnten Flussoasen. Deren bedeutendste sind am Karakoro selbst die Städte Kankossa und Ould Yengé. An seinen Zuflüssen liegen ferner die Oasenstädte Tamchekett, Boumdeid, Guerou und Kiffa. Von Ould Yengé an bis zur 98 Kilometer entfernten Mündung in den Senegal östlich von Ghabou bildet der Talweg des Karakoro auf 151 Kilometer die Grenze zwischen Mali und Mauretanien und zwischen der Verwaltungsregion Guidimaka und der Region Kayes.[1] Die Gemeinde Karakoro im Cercle (Kreis) Kayes ist nach ihm benannt.

Fließstrecke bzw. Talweg des Karakoro von dem auf 351 m Meereshöhe liegenden Quellgebiet bis zur Mündung in den Senegal (14 m Meereshöhe) messen 697 Kilometer und sein Einzugsgebiet beläuft sich auf 41.300 km², davon 36.800 km² in Mauretanien und 4440 km² in Mali.

Das im Bergland hochgelegene Quellgebiet hat zwar die längste Fließstrecke bis zur Mündung, der mündungsfernste Talschluss ist allerdings 100 Kilometer nördlich von Tamchekett zu finden zwischen den parallel gekämmten Sanddünen der Aoukar-Wüste, zehn Kilometer von der Steilstufe des Tagant-Plateaus entfernt, auf 220 m Meereshöhe mit etwa 580 Kilometer Fließstrecke bis zur Mündung in den Senegal (18° 0′ 41″ N, 11° 10′ 1″ W).[1][3]

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Watershed Data Report Karakoro
  2. Karakoro bei Geonames
  3. Bou Adrina als Quellgebiet Karakoro bei Geonames