Kapelle Birgel

Die Kapelle Birgel befindet sich im Dürener Stadtteil Birgel in Nordrhein-Westfalen, wird heute als Pfarrheim genutzt und ist unter Nr. 4/004 in die Denkmalliste der Stadt Düren eingetragen.[1]

Allgemeines

Die alte katholische Kapelle in der heutigen Bergstraße war die ehemalige Burgkapelle. Der einfache Saalbau wurde aus Bruchsteinen erbaut und hat einen verschieferten Dachreiter. Traufseitig sind vier Achsen zu sehen. Die Rundbogenfenster haben Werkstein-Gewände.

Geschichte

Die Kapelle wurde im 17. Jahrhundert auf einem älteren Vorgängerbau, der bei einem Feuer 1647 zerstört wurde, errichtet. Zwischen 1818 und 1826 wurde sie restauriert und nach Osten auf die doppelte Größe erweitert. Das Gebäude erlitt 1859 Schäden durch einen Blitzschlag.

Die Gemeinde Birgel versuchte seit 1861 die staatliche Anerkennung der Kapelle zu erreichen, was schließlich 1867 gelang. 1875 erhielt die Kapelle die vermögensrechtliche Selbstverwaltung.[2]

Seit dem Bau der neuen Kirche 1902/03 wurde die Kapelle nur noch unregelmäßig genutzt und profaniert. 1980 erfolgte eine Restaurierung und 1983 wurde im Inneren ein Pfarrheim nach Plänen des Architekten Johannes Richter eingebaut, wobei eine Zwischendecke und Zwischenwände eingezogen worden sind. Der bis dahin im Innern befindliche Barockaltar wurde daraufhin im Bistumsdepot in Wenau eingelagert.[3]

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Einzelnachweise

  1. Herbert Pawliczek: Denkmälerverzeichnis der Stadt Düren 1984. In: Dürener Geschichtsblätter. Nr. 76, Düren 1987, ISSN 0416-4180
  2. Dieter Mätschke: Heimatbuch Birgel. Düren 1981, S. 129.
  3. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 334.

Koordinaten: 50° 46′ 22,8″ N, 6° 26′ 47,3″ O