Kaiserbacher Mühle
| Kaiserbacher Mühle
| ||
|---|---|---|
| Lage und Geschichte | ||
|
| ||
| Koordinaten | 49° 9′ 25″ N, 8° 0′ 35″ O
| |
| Standort | Klingenmünster | |
| Gewässer | Kaiserbach | |
| Erbaut | vor 1238 | |
| Stillgelegt | Mitte des 19. Jahrhunderts | |
| Zustand | Wohnprojekt | |
| Technik | ||
| Nutzung | Mahl- und Ölmühle | |
Die Kaiserbacher Mühle – alternativ Kaisersmühle, Keysermühle oder Talmühle genannt – ist eine ehemalige Mühle und mittlerweile Wohnplatz in der Gemeinde Klingenmünster in Rheinland-Pfalz.[1]
Lage
Die Kaiserbacher Mühle befindet sich samt ihres 3,1 Hektar großen Grundstücks am Ostrand des Pfälzerwaldes, der in diesem Bereich in den zur Oberrheinischen Tiefebene gehörenden Haardtrand übergeht. Sie liegt im äußersten Norden der Ortsgemeinde Klingenmünster unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Waldhambach unmittelbar am südlich verlaufenden namensgebenden Kaiserbach.[2]
Wenige hundert Meter weiter nordwestlich befindet sich der Steinbruch der Ortsgemeinde Waldhambach. Weiter nördlich steht ein denkmalgeschützter Gedenkstein, weiter südlich befindet sich das Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie.
Geschichte
Erstmalig erwähnt wurde die Institution im Jahr 1238 als „Geiszsermulen“.[3] 1496 wird sie als „Geysersmühlen“ bezeichnet; der Name sowohl der Mühle als auch des Flusses leiten sich mittelhochdeutschen „Geizer“ ab, was „Ziegenhirte“ bedeutet. Dieser ließ an den Hängen des Tals seinerzeit seine Ziegen weiden. Im Gegensatz zu vielen anderen Mühlen jener Zeit war sie Eigenbesitz des Müllers, der somit keine Erbpacht erbringen musste.[4]
Die ursprüngliche Mühle wurde 1798 um ein Gutshaus erweitert. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sie als Mühle betrieben, danach versteigert und war in der Folge lediglich ein Gutshof.[5] Letzterer wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der nahen damaligen Kreis-Irrenanstalt erworben; fortan arbeitete dort ein Teil der Patienten in der Land- und Forstwirtschaft.[6][7]
Ab den 1980er Jahren wurden die Räumlichkeiten gastronomisch sowie zur Pferdezucht genutzt, ehe sie 1996 verkauft und zwei Jahre später von dem Wohnprojekt Gemeinschaft Kaiserbacher Mühle erworben wurden; in den beiden Folgejahren wurde das Objekt daraufhin renoviert.[6] 2005 wurde die Gutshof-Kaiserbacher-Mühle GmbH gegründet, die das Projekt seither betreibt.[8] Mittlerweile wird es als „Leben und Arbeiten auf dem Gutshof Kaiserbacher Mühle“ vermarktet.[9][7]
Ursprünglich lag die Mühle auf der Gemarkung der Ortsgemeinde Waldhambach, ehe sie im Zuge einer Flurbereinigung dem benachbarten Klingenmünster zugeschlagen wurde.[4]
Verkehr
Unmittelbar nördlich an der Mühle vorbei verläuft die Bundesstraße 48. Zudem war sie zeitweilig über eine Haltestelle Buslinie 531, die von Landau in der Pfalz nach Annweiler am Trifels führt, an das Nahverkehrsnetz angebunden.[10]
Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2025 liegt vor.]. S. 153 (PDF; 3,3 MB).
- ↑ Geografie ( vom 11. August 2025 im Internet Archive)
- ↑ Mühle, Heilanstalt, Vereinssitz: Geschichte der Kaiserbachmühle. In: rheinpfalz.de. 18. April 2022, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ a b Gutshof Verzeichnis der pfälzischen Mühlen erstellt von Eberhard Ref (mailto: eberhard.ref@gmx.de) Litera K (Kleinottweiler - Kusel). In: suedlicheweinstrasse.de. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Private Website mit einem Verzeichnis der pfälzischen Mühlen, erstellt von Eberhard Ref, Litera W (Wachenheim/Pfrimm – Walschbronn/Lothringen)
- ↑ a b Geschichte ( vom 11. August 2025 im Internet Archive)
- ↑ a b Gutshof Kaiserbacher Mühle. In: goodtravel.de. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Gutshof-Kaiserbacher-Mühle GmbH, Klingenmünster. In: northdata.de. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Gutshof Kaiserbacher Mühle. In: suedlicheweinstrasse.de. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ BAU Schlösselknoten: Landau -Wollmesheim -Ilbesheim -Klingenmünster -Silz -Annweiler Montag -Freitag. In: qnv.de. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.