Küsterhaus Küsterdamm 7
Das ehemalige Küsterhaus Küsterdamm 7 in der niedersächsischen Gemeinde Winsen (Aller), im Landkreis Celle, wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut und war im 19. Jahrhundert auch Teil der Küsterschule. Aktuell (2025) wird es zum Wohnen und durch die Kirche als Pfarramt genutzt.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Winsen (Aller)).
Geschichte und Beschreibung
Das eingeschossige, giebelständige Gebäude auf einem Keller, in Fachwerk mit Ausfachungen in Stein und mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach wurde mit einem Schulteil 1815 für die evangelische Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer gebaut. Straßenseitig ist der außermittige Hauseingang mit Vordach sowie eine vertikale Holzbretterung im oberen Giebeltrapez. An der südlichen Traufseite erfolgte später ein verandaähnlicher Anbau.[1] Das Haus wurde nach Beendigung der Schulnutzung im 19. Jahrhundert zu einem kirchlichen Gemeindehaus umgebaut.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… geschichtliche Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte ….“
Auf dem Kirchhof mit Einfriedigung stehen Kirche, Pfarrhaus, Pfarrwitwenhaus, ehem. Küsterhaus und zwei Ehrenmale.[2]
Die sogenannte Alte Schule (heute Schulstraße 6) wurde bis in die 1970er Jahre von der evangelischen Kirche als Gemeindehaus genutzt. Im Küsterhaus gab seit 1815 ergänzend einen Schulraum. Die Volksschule in der Schulstraße 19 (ehem. Hauptschule) wurde 1910 gebaut und war bis 1950 die einzige Schule im Ort. Außerdem gab es in den Orten Bannetze, Thören, Meißendorf, Walle, Wolthausen, Stedden und Südwinsen kleine Volksschulen. 1950 wurde in Winsen eine Mittelschule (heute Heinrich-Pröve-Realschule) eingeführt und 1969 eine weitere Schule gebaut, die heutige Grundschule am Amtshof.[3]
Einzelnachweise
- ↑ Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
- ↑ Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
- ↑ Grundschule Winsen (Aller): Schulgeschichte.
Koordinaten: 52° 40′ 49,6″ N, 9° 54′ 24,3″ O