Königreich Leinster

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Das Königreich Leinster (irisch: Ríocht Laighean) war ein historisches Königreich im Osten der Insel Irland. Es bestand vom frühen Mittelalter bis zur normannischen Eroberung Irlands im 12. Jahrhundert und umfasste weite Teile der heutigen Provinz Leinster.

Geschichte

Frühzeit

Leinster entwickelte sich aus mehreren kleineren Stammesgesellschaften, die bereits in der Eisenzeit existierten. Der Name „Laigin“ bezeichnete ursprünglich eine Gruppe von Kriegern, die sich im Osten der Insel niederließen. In der frühchristlichen Zeit bildete sich daraus ein stabiles Königreich mit einem eigenen Hochkönig.

Dynastien und Herrscher

Die frühe Geschichte Leinsters ist eng mit der Uí-Dúnlainge-Dynastie verbunden, die vom 6. bis zum 10. Jahrhundert eine dominante Rolle spielte. Später gewannen die Uí Cheinnselaig an Einfluss, insbesondere unter Diarmuid Mac Murchadha Caomhánach, der als letzter bedeutender König Leinsters vor der normannischen Invasion gilt.

Normannische Invasion

Im Jahr 1169 landeten normannische Truppen unter Richard de Clare in Leinster, nachdem König Diarmait mac Murchada sie zur Rückeroberung seines Thrones angeworben hatte. Diese Ereignisse führten schließlich zur Eroberung Irlands durch Heinrich II. von England und zur Gründung des Lordschaft Irland.

Kultur

Leinster war ein Zentrum keltischer und später christlicher Kultur. Klöster wie Glendalough und Clonard Abbey galten als bedeutende Orte der Bildung und Mission.

Erbe

Das historische Leinster bildet heute die Grundlage der modernen Provinz Leinster, die 12 der 32 Grafschaften Irlands umfasst, darunter Dublin, Kildare, Wicklow und Carlow.

Siehe auch

Literatur

  • Francis J. Byrne: Irish Kings and High-Kings. Batsford, London 1973.
  • T. W. Moody, F. X. Martin, F. J. Byrne (Hrsg.): A New History of Ireland. Vol. IX: Maps, Genealogies, Lists. Oxford University Press, Oxford 1984.