Jules Godin

Jules Godin (geboren am 14. März 1844 in Versailles; gestorben am 21. Dezember 1925 in Le Perray-en-Yvelines) war ein französischer Politiker der Dritten Republik.

Leben

Jules Godin studierte Rechtswissenschaften in Paris und promovierte 1868. Er arbeitete zunächst als Jurist beim Conseil d’État und am Kassationshof. In dieser Funktion vertrat er auch die Interessen der indischen Stadt Pondicherry, die damals zu den Établissements français dans l’Inde, also dem französischen Kolonialreich, gehörte.[1]

Ohne sich selbst zur Wahl gestellt zu haben, wurde er 1876 in diesem Wahlbezirk zum Abgeordneten gewählt. 1877 wurde er wiedergewählt, jedoch 1881 geschlagen. In der Kammer gehörte er der Centre-gauche-Fraktion an.[1]

Von 1891 bis 1909 vertrat er Französisch-Indien im Senat. In dieser Zeit war er im zweiten Kabinett Henri Brissons kurzzeitig Minister für öffentliche Arbeiten.[2]

Jules Godin wurde als Offizier der Ehrenlegion ausgezeichnet.[3] In den 1920er Jahren war er Vorsitzender der Alliance démocratique, die eine wichtige Rolle in der französischen Politik dieser Zeit spielte.[2]

Werke

Godin veröffentlichte viele Texte zu juristischen Themen. Die englische Sprachversion nennt unter Bezug auf die Französische Nationalbibliothek eine Vielzahl dieser Publikationen.

Literatur

  • Anne Raffin: Republican Citizenship in French Colonial Pondicherry, 1870–1914. Amsterdam University Press, 2022, ISBN 978-94-6372-355-8 (dokumen.pub).

Einzelnachweise

  1. a b Adolphe Robert und Gaston Cougny, Dictionnaire des parlementaires français 1789–1889, siehe Weblink der Assemblée nationale
  2. a b Jean Jolly, Dictionnaire des parlementaires français 1889–1940, siehe Weblink der Assemblée nationale
  3. Godin. In: Base Léonore. Abgerufen am 26. November 2025 (französisch).
VorgängerAmtNachfolger

Louis Charles Tillaye
Minister für öffentliche Arbeiten
17.09. 1898 – 26.10. 1898

Camille Krantz