Johanna Manninen
Johanna Katriina Manninen (* 4. April 1980 in Seinäjoki[1]) ist eine ehemalige finnische Leichtathletin, die vor allem im Sprint erfolgreich war.
Sportliche Karriere
Die 1,70 Meter große Manninen startete für Nurmon Urheilijat. Sie war von 2000 bis 2003 finnische Meisterin im 200-Meter-Lauf und von 2001 bis 2004 Meisterin im 100-Meter-Lauf.[2] 2007 gewann sie noch einmal über 100 Meter.[3] Hinzu kamen vier Hallentitel über 200 Meter und drei Hallentitel über 60 Meter.[4]
Die Jahre mit den Olympiateilnahmen 1996 und 2000
Im Juli 1995 nahm Manninen an den Junioreneuropameisterschaften in Nyíregyháza teil. Sie belegte den sechsten Platz über 200 Meter in 24,50 Sekunden.[5] Ende Juli und Anfang August 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta trat Manninen mit der 4-mal-100-Meter-Staffel an. Die Staffel mit Johanna Manninen, Sanna Hernesniemi, Heidi Suomi und Anu Pirttimaa lief in 44,21 Sekunden ins Ziel und erreichte damit die elftbeste Vorlaufzeit.[6] Drei Wochen später nahm Manninen an den Juniorenweltmeisterschaften in Sydney teil. Sie erreichte das Halbfinale über 100 Meter und wurde in 23,89 Sekunden Achte über 200 Meter.[7]
Im Juli 1997 bei den Junioreneuropameisterschaften in Ljubljana trat Manninen in drei Disziplinen an. Zunächst gewann sie den Titel über 100 Meter in 11,39 Sekunden mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung.[8] Über 200 Meter belegte sie in 23,43 Sekunden den dritten Platz mit acht Hundertstelsekunden Rückstand auf die Siegerin.[9] Die finnische 4-mal-100-Meter-Staffel erreichte den sechsten Platz.[10] Im August bei den Weltmeisterschaften in Athen schied Manninen im Vorlauf über 100 Meter aus.[11] Die 4-mal-100-Meter-Staffel mit Sanna Koivisto, Johanna Manninen, Sanna Hernesniemi und Anu Pirttimaa lief 44,08 Sekunden und damit um über eine Sekunde am Finale vorbei.[12]
Ende Juli und Anfang August 1998 bei den Juniorenweltmeisterschaften in Annecy kam Manninen über 100 Meter ins Halbfinale.[13] Über 200 Meter erreichte sie das Finale und wurde Vierte in 23,68 Sekunden.[14] Die Staffel erreichte im Finale nicht das Ziel.[15] Auch eine Woche nach den Juniorenweltmeisterschaften bei den Europameisterschaften in Budapest trat Manninen in drei Disziplinen an. Über 100 Meter lief sie im Vorlauf 11,94 Sekunden.[16] Über 200 Meter bedeuteten 24,10 Sekunden das Aus im Vorlauf.[17] Die Sprintstaffel mit Heidi Hannula, Sanna Kyllönen-Hernesniemi, Johanna Manninen und Heli Koivula erreichte das Finale und wurde Sechste in 44,10 Sekunden.[18]
Anfang August 1999 gewann Manninen bei den Junioreneuropameisterschaften in Riga drei Silbermedaillen. Über 100 Meter kam sie in 11,47 Sekunden acht Hundertstelsekunden hinter der Deutschen Sina Schielke ins Ziel.[19] Über 200 Meter fehlten Manninen in 23,26 Sekunden 18 Hundertstelsekunden auf Schielke.[20] Die 4-mal-100-Meter-Staffel mit Heidi Hannula, Johanna Manninen, Katja Salivaara und Manuela Bosco erreichte in 44,40 Sekunden das Ziel, das deutsche Quartett siegte in 44,04 Sekunden.[21] 14 Tage später bei den Weltmeisterschaften 1999 in Sevilla schied Manninen über 100 Meter in 11,45 Sekunden im Viertelfinale aus.[22] Die Staffel mit Petra Söderström, Sanna Kyllönen, Johanna Manninen und Heidi Hannula lief in ihrem Vorlauf in 43,86 Sekunden auf den vierten Platz, dies war die zehntbeste Vorlaufzeit.[23]
Im Februar 2000 trat Manninen bei den Halleneuropameisterschaften in Gent über 60 Meter an und schied in 7,40 Sekunden im Halbfinale aus.[24] Über 200 Meter erreichte sie das Halbfinale.[25] Ende September bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney erreichte Manninen über 200 meter die zweite Runde und schied in 23,41 Sekunden als Sechste ihres Viertelfinallaufs aus.[26] In der Staffel liefen Manuela Bosco, Sanna Kyllönen, Johanna Manninen und Heidi Hannula im Vorlauf 43,66 Sekunden und im Halbfinale 43,50 Sekunden. Für den achten Finalplatz wurden 43,04 Sekunden verlangt.[27]
Die Jahre mit der Olympiateilnahme 2004 und dem Universiadegold 2007
Im Juli 2001 bei den U23-Europameisterschaften in Amsterdam gewann Manninen über 100 Meter in 11,61 Sekunden die Bronzemedaille hinter Sina Schielke und der Britin Abi Oyepitan.[28] Über 200 Meter hatte Manninen als Siegerin in 23,30 Sekunden 15 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Sina Schielke.[29] Die finnische Sprintstaffel mit Elina Lax, Heidi Hannula, Johanna Manninen und Katja Salivaara erkämpfte in 44,76 Sekunden die Bronzemedaille hinter den Britinnen und den Weißrussinnen mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung auf die viertplatzierten Französinnen.[30] Drei Wochen später bei den Weltmeisterschaften in Edmonton lief Manninen im Viertelfinale über 100 Meter 11,33 Sekunden, im Halbfinale schied sie nach 11,46 Sekunden aus.[31] Über 200 Meter erreichte Manninen im Vorlauf 22,93 Sekunden und im Halbfinale 23,11 Sekunden.[32] Eine finnische Staffel war nach dem Karriereende von Sanna Kyllönen nicht mehr dabei.
Bei den Europameisterschaften 2002 in München schied Manninen über 100 Meter in 11,58 Sekunden und über 200 Meter in 23,47 Sekunden jeweils im Vorlauf aus.[33]
Im März 2003 bei den Hallenweltmeisterschaften in Birmingham schied Manninen in der zweiten Runde über 60 Meter in 7,26 Sekunden aus.[34] Im August trat sie bei den Weltmeisterschaften in Paris/Saint-Denis nur über 200 Meter an. In 23,42 Sekunden schied sie als Sechste ihres Viertelfinallaufs aus.[35]
Im März 2004 bei den Hallenweltmeisterschaften in Budapest erreichte sie über 60 Meter das Halbfinale und schied nach 7,30 Sekunden aus.[36] über 200 Meter war nach 23,79 Sekunden bereits im Vorlauf alles vorbei.[37] Bei den Olympischen Spielen in Athen startete Manninen zunächst über 100 Meter. Ihre Vorlaufzeit von 11,45 Sekunden reichte um drei Hundertstelsekunden nicht für das Viertelfinale.[38] Über 200 Meter lief sie 23,45 Sekunden und verfehlte das Viertelfinale um neun Hundertstelsekunden.[39]
Im Jahr 2005 startete Manninen nur in der Hallensaison. Bei den Halleneuropameisterschaften in Madrid schied sie im Halbfinale über 60 Meter in 7,32 Sekunden aus.[40] In der Freiluftsaison 2006 war sie wieder da. Bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg lief die finnische 4-mal-100-Meter-Staffel in der Besetzung Sari Keskitalo, Johanna Manninen, Ilona Ranta und Heidi Hannula 44,32 Sekunden und verfehlte das Finale um 24 Hundertstelsekunden.[41]
Im März 2007 bei den Halleneuropameisterschaften in Birmingham schied sie im Halbfinale nach 7,24 Sekunden als Fünfte ihres Laufs aus, die Dritte und die Vierte erreichten mit der gleichen Zeit den Endlauf.[42] Im August 2007 bei der Universiade in Bangkok gewann Manninen in 11,46 Sekunden den 100-Meter-Lauf. Die Staffel mit Heidi Hannula, Sari Keskitalo, Ilona Ranta und Johanna Manninen gewann in 43,48 Sekunden mit 44 Hundertstelsekunden Vorsprung.[43] Zwei Wochen nach der Universiade fanden in Osaka die Weltmeisterschaften 2007 statt. Über 100 Meter erreichte Manninen mit 11,52 Sekunden das Viertelfinale und wurde dann wegen Fehlstarts disqualifiziert.[44] Die 4-mal-100-Meter-Staffel lief in der gleichen Besetzung wie in Bangkok. Als Vorlauffünfte in 43,41 Sekunden erreichten die Finninnen die zehntschnellste Vorlaufzeit.[45]
Bestleistungen
(Angaben nach World Athletics)
- 60 Meter (Halle): 7,22 Sekunden am 2. Februar 2003 in Stuttgart
- 100 Meter: 11,27 Sekunden am 23. Juni 2007 in Vaasa
- 200 Meter: 22,93 Sekunden am 8. August 2001 in Edmonton
- 200 Meter (Halle): 23,28 Sekunden am 23. Februar 2003 in Liévin
Weblinks
- Johanna Manninen in der Datenbank von World Athletics (englisch)
- Johanna Manninen in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
Fußnoten
- ↑ Geburtsort laut Olympedia, laut finnischsprachiger Wikipedia ist sie in Nurmio geboren. Nurmio wurde erst nach Manninens Geburt nach Seinäjoki eingemeindet.
- ↑ Finnische Meisterinnen bei gbrathletics.com
- ↑ World Athletics, Reiter Results 2007
- ↑ Finnische Hallenmeisterinnen bei gbrathletics.com für die Jahre bis 2006 sowie World Athletics für 2008
- ↑ 200-Meter-Lauf 1995 bei worldathletics.org
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel 1996 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 16. Dezember 2025.
- ↑ World Athletics, Reiter Results 1996
- ↑ 100-Meter-Lauf JEM 1995 bei worldathletics.org
- ↑ 200-Meter-Lauf JEM 1997 bei worldathletics.org
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel JEM 1997 bei worldathletics.org
- ↑ 100-Meter-Lauf WM 1997 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel WM 1997 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 100-Meter-Lauf JWM 1998 bei worldathletics.org
- ↑ 200-Meter-Lauf JWM 1998 bei worldathletics.org
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel JWM 1998 bei worldathletics.org
- ↑ 100-Meter-Lauf EM 1998 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 200-Meter-Lauf EM 1998 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel EM 1998 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 100-Meter-Lauf JEM 1999 bei worldathletics.org
- ↑ 200-Meter-Lauf JEM 1999 bei worldathletics.org
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel JEM 1999 bei worldathletics.org
- ↑ 100-Meter-Lauf WM 1999 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel WM 1999 bei worldathletics.org
- ↑ 60-Meter-Lauf HEM 2000 bei worldathletics.org
- ↑ 200-Meter-Lauf HEM 2000 bei worldathletics.org
- ↑ 200-Meter-Lauf OS 2000 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 16. Dezember 2025.
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel OS 2000 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 16. Dezember 2025.
- ↑ 100-Meter-Lauf U23EM 2001 bei worldathletics.org
- ↑ 200-Meter-Lauf U23EM 2001 bei worldathletics.org
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel U23EM 2001 bei worldathletics.org
- ↑ 100-Meter-Lauf WM 2001 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 200-Meter-Lauf WM 2001 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 100-Meter-Lauf 2002 und 200-Meter-Lauf 2002 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 60-Meter-Lauf 2003 bei worldathletics.org
- ↑ 200-Meter-Lauf 2003 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 60-Meter-Lauf HWM 2004 bei worldathletics.org
- ↑ 200-Meter-Lauf HWM 2004 bei worldathletics.org
- ↑ 100-Meter-Lauf OS 2004 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 16. Dezember 2025.
- ↑ 200-Meter-Lauf OS 2004 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 16. Dezember 2025.
- ↑ 60-Meter-Lauf 2005 bei worldathletics.org
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel 2006 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 60-Meter-Lauf HEM 2007 bei worldathletics.org
- ↑ Ergebnisliste Universiade 2007 bei athletics.ca (Archivlink, Seite 28 (100-Meter-Lauf) und Seite 40 (Staffel) der PDF-Datei)
- ↑ 100-Meter-Lauf WM 2007 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 4-mal-100-Meter-Staffel WM 2007 bei worldathletics.org