Johann Paulus (Baumeister)
Johann Paulus (* 1677 oder 1678; † 1748)[1] war ein deutscher Baumeister des Barock.
Leben
Über das Leben von Johann Paulus ist nur wenig bekannt. Er kam als Sohn von Georg und Maria Paulus 1677 oder 1678 zur Welt. Wie sein Vater auch trat Paulus in das Maurerhandwerk ein und ging beim Augsburger Maurermeister Max Leser in die Lehre. Ab 1717 war Paulus als Maurermeister und ab 1724 als Stadtmaurerparlier in Augsburg tätig.[2] Dort arbeitete er für das Augsburger Domkapitel und zeitweise auch für das Kloster Heilig Kreuz.[3]
Sein Sohn Ignaz ging bei ihm ab 1741 in die Lehre und übernahm nach seinem Tod im Jahre 1748 das Meisterrecht.[2]
Werke (Auswahl)
Paulus entwarf und errichtete mehrere Sakralbauten im Raum Augsburg. Die folgende Liste zeigt eine Auswahl seiner bekannten Werke:[4]
- 1722: Neubau der Kapelle St. Emmeram in Gersthofen
- 1728: Erweiterung der Wallfahrtskirche St. Maria von Loreto in Neusäß
- 1730: Erweiterung der Pfarrkirche St. Nikolaus in Stadtbergen
- 1730: Erweiterung der Pfarrkirche St. Georg in Haunstetten
- 1733: Neubau des Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Adeslried
- 1737/38: Neubau der Pfarrkirche St. Martin in Gabelbach
- 1740/41: Neubau der Muttergotteskapelle in Haunstetten
- 1742/43: Neubau der Kirche St. Leonhard in Schönebach
Zusammen mit Franz Xaver Kleinhans erstellte Paulus Entwürfe und Kostenschätzungen für die Erweiterung des Bräuhauses in Stadtbergen.
Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Walter Pötzl (Hrsg.): Kunstgeschichte In: Der Landkreis Augsburg, Band 6, Augsburg, 1997, S. 189.
- ↑ a b Alois Wohlhaupter: Die Brüder Hans Adam und Joseph Dossenberger. Schnell & Steiner, 1950, S. 61.
- ↑ Walter Pötzl (Hrsg.): Kunstgeschichte In: Der Landkreis Augsburg, Band 6, Augsburg, 1997, S. 162.
- ↑ Gemäß amtlicher Denkmalliste der Bayerischen Denkmalverwaltung, sofern nicht anders angegeben.