Johann Christoph David von Leger
Johann Christoph David Leger, ab 1741 von Leger (* 3. Oktober 1701 in Veitsweiler; † 27. August 1791 in Ludwigsburg) war ein württembergischer Baumeister und Architekt.
Leben
Leger kam im Alter von etwa 20 Jahren an den württembergischen Hof und war von 1721 bis 1727 Schüler des italienischen Baumeisters Donato Giuseppe Frisoni, der damals den Ausbau der Residenz in Ludwigsburg leitete. Er schlug dann aber die Militärlaufbahn ein und wurde Artillerist mit Schwerpunkt Geschütz- und Festungsbauwesen. Durch ein Reisestipendium nach Rom und Paris konnte sich Leger im Architekturfach weiterbilden. 1731 wurde er von Herzog Carl Alexander zum herzoglichen Baumeister ernannt, 1742 zum Major und Oberbaudirektor. 1735 war er Mitglied der Ludwigsburger Baudeputation und Leiter der Direktion des Kasernenwesens. Herzog Carl Eugen machte ihn 1742 zum Leiter des Landbauwesens. Ende der 1740er Jahre war er auch am Bau der Stuttgarter Residenz beteiligt. 1760 legte er sein Bauamt nieder und ging in den Militärdienst zurück, wo er 1767 als Generalmajor pensioniert wurde. Er starb 1791 verarmt in Ludwigsburg.
Werke
- Neubau einer Kaserne in Freudenstadt (1738)
- Neubau einer Kaserne in Stuttgart (sog. Akademie, 1740)
- Wiederaufbau des abgebrannten Orts Wildbad (1742)
- Neubau des Pfarrhauses in Heimerdingen (1743)
- Entwurf der Evangelischen Stadtkirche Bad Wildbad (1746)
- Neubau des Kirchenschiffs der Oswaldkirche in Hirschlanden (1748)
- Neubau des Kirchenschiffs der St. Wendelinskirche in Schnait (1748)
- Neubau des Pfarrhauses in Ditzingen (1748/49, 1967 abgerissen)
Auszeichnungen
1741 wurde Leger in den Adelsstand erhoben.
Literatur
- Horst Ossenberg: Was bleibt, das schaffen die Baumeister. Das württembergische Hof- und Staatsbauwesen vom 15. bis 20. Jahrhundert. Norderstedt 2004, S. 44.