Johann Albrecht Stach von Goltzheim
Johann Albrecht Stach von Goltzheim (geb. 3. April 1728 in Ostpreußen; gest. 23. November 1788 in Königsberg) war ein preußischer Rittmeister, Kriegs- und Domänenrat und Landrat.[1]
Herkunft
Johann Albrecht Stach von Goltzheim entstammte einem alten, im 18. Jahrhundert noch reich begüterten adeligen Geschlecht in der Provinz Ostpreußen[2] und war ein Sohn von David Casimir Stach von Goltzheim (1705–1743), Erbherr auf Klein Siewken und Biestern, und dessen Ehefrau (⚭ 1726) Anna Helena (* um 1701; † 1757), geb. von Jaschinski.[3][4] Sein jüngerer Bruder Carl Dietrich (1732–1796) war Landrat des Kreises Seehesten.
Leben
Im Mai 1744 immatrikulierte er sich an der Universität Königsberg. Im Anschluss trat er 1745 in das preußische Heer ein. Nachdem er 1754 bis zum Rang eines Cornets aufgestiegen war, wurde er nachfolgend im Siebenjährigen Krieg verletzt. Nach 21-jähriger Dienstzeit im Husarenregiment von Ruesch wurde er im Februar 1767 vom Militär im Rang eines Rittmeisters verabschiedet. Ende des Jahres 1769 wurde er zum Nachfolger von Alexander von Drygalski als Landrat des Kreises Oletzko ernannt. Im Februar 1775 wurde er von Johann Friedrich von Domhardt für ein Amt als Kriegs- und Domänenrat für die neue Kammer-Deputation zu Bromberg vorgeschlagen. Der Posten als Landrat im Kreis Oletzko ging an Heinrich Wilhelm von der Mülbe. Noch im Dezember 1775 sollte er von Bromberg nach Gumbinnen versetzt werden. Minister Leopold Otto von Gaudi setzte diesen Vorschlag erst aus, und versetzte Stach von Goltzheim am 31. Dezember 1775 als Kriegs- und Domänenrat nach Königsberg. Stach von Goltzheim ist 1788 als Erbherr auf seinem Gut Biestern verstorben.
Persönliches
Johann Albrecht Stach von Goltzheim war mit Anna Hedwig Charlotte (1739–1789) geb. von Helmold aus dem Haus Gronde bei Göttingen, verheiratet. Ihr gemeinsamen Kinder waren:[1]
- Paul Heinrich Karl (* um 1764; † 1793), königlich preußischer Leutnant
- Johann Friedrich (* um 1766; † 1811), königlich preußischer Kapitain
- Engelhardt Ludwig (1769–1837), königlich preußischer Generalmajor
- Georg Anton Ruprecht (1774–1819), königlich preußischer Kapitain
Literatur
- Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15 (= Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85). K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 969–970 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- Sammlung ungedruckter Nachrichten, so die Geschichte der Feldzüge der Preußen von 1740 bis 1779, Band 3, Dresden, 1783, Malterische Hofbuchhandlung in der Google-Buchsuche S. 58
- Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues preußisches Adelslexicon, Band 4, Leipzig 1837, S. 228 f.
Einzelnachweise
- ↑ a b Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, Sechster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1905, S. 777
- ↑ Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues preußisches Adelslexicon, Band 4, Leipzig 1837, S. 228 f.
- ↑ Der Deutsche Herold, Bände 15–17, Berlin, 1884 in der Google-Buchsuche S. 39
- ↑ Gothaisches genealogisches Taschenbuch der uradeligen Häuser, Band 8, Gotha, 1907, Justus Perthes in der Google-Buchsuche S. 703