Johann Acoluth (Theologe)

Johann Acoluth auch Johannes Acoluthus (* 5. Dezember 1628 in Glausche bei Namslau; † 3. Mai 1689 in Wittenberg) war ein lutherischer Geistlicher und Gymnasiallehrer.

Leben

Familie und Werke

Acoluth war der Sohn des Pfarrers Bartholomäus Acoluth und dessen Ehefrau Anne (geb. von Warkorsch).

Er war mit Justina Eccard († 20. Oktober 1679) verheiratet und hatte zwei Töchter sowie sieben Söhne; von diesen sind namentlich bekannt der Orientalist Andreas Acoluth und der Mediziner Johann Acoluth.

In zweiter Ehe heiratete er Hedwig (geb. Gebhardrin); die Ehe blieb kinderlos.

Seine Enkel waren Benjamin Acoluth und Johann Karl Acoluth.

Lebenslauf

Sein Studium der Theologie absolvierte Acoluth in Breslau und am Akademischen Gymnasium Danzig unter den Lehrern Abraham Calov und Lorenz Eichstaedt, wo er auch die polnische Sprache erlernte. An mehreren Universitäten – 1648 in Königsberg, 1650 in Wittenberg, Leipzig und Straßburg – erweiterte er sein Wissen um orientalische Sprachen. An der Universität Wittenberg erhielt er die Promotion zum Doktor der Theologie.

Geistliche Karriere

Seine kirchliche Laufbahn begann 1652 als Substitut seines Vaters, des Pastors in Domslau.

Am 29. Mai 1652 erfolgte seine Ordination. 1654 wurden die Kirchen im ländlichen Raum in Niederschlesien der kaiserlichen bischöflichen Reduktionskommission übereignet, sodass Acoluth seine Pfarrei verlor.

Er verließ, gemeinsam mit seinem Vater, Domslau als Exulant und ging nach Breslau, dort wirkte er als Privatlehrer für Logik, Methaphysik sowie hebräischer Sprache und polnischer Prediger an St. Christopherus, wurde 1659 Diakon an der Elisabethkirche und 1667 Mittagsprediger sowie Professor an der Schule Maria Magdalena. 1669 ernannte man ihn zum Inspektor der evangelisch-lutherischen Kirchen und Schulen in Stadt und Fürstentum Breslau.

Unter seinen Veröffentlichungen ist das Werk Lucem in tenebris contra pontificio (Licht in der Finsternis gegen den päpstlichen Akolyth) hervorzuheben, das sich polemisch gegen die katholische Kirche richtete.

Schriften (Auswahl)

  • Disputatio chronologica De Vero Anno & die Passionis Dominicae. 1648.
  • Abdanckungen: Gehalten Unterschiedenen Standes-Personen. 1660 (Digitalisat).
  • Disputatio Inauguralis Ad Divinam S. Apostoli Pauli Ad Romanos Epistolam. Wittenberg, 1669 (Digitalisat).
  • Virtutem opii diaphoreticam Examini publico exponunt Praeses Michael Ettmüller. Leipzig, 1679 (Digitalisat).
  • Lucem in tenebris contra pontificio. Ohne Datum.

Literatur