Jean-Jacques Carence
Jean-Jacques Carence (* 18. August 1871 in Toulon, Département Var; † 13. Juli 1953 in Antibes, Département Alpes-Maritimes) war ein französischer Offizier des Heeres und zuletzt Generalleutnant.
Leben
Jean-Jacques Carence trat nach dem Besuch der École polytechnique am 21. Oktober 1890 in das Heer ein und war Absolvent der Schule für Artillerie- und Ingenieuroffiziere (École d’application de l’artillerie et du génie) in Metz sowie der École Supérieure de Guerre. Er wurde am 21. Januar 1896 zum Leutnant (Sous-lieutenant), am 3. April 1899 Oberleutnant (Lieutenant) sowie am 2. April 1902 zum Hauptmann (Capitaine) befördert und fand zahlreiche Verwendungen als Offizier und Stabsoffizier. Er wurde am 6. Mai 1913 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt und war nach seiner Beförderung zum Oberst (Colonel) am 25. September 1918 erst Kommandeur des 84. Schweren Artillerieregiments sowie daraufhin bis zum 19. Dezember 1919 Kommandeur des 32. Artillerieregiments (32e régiment d’artillerie). Er fungierte zwischen 19. Dezember 1919 und dem 9. Januar 1922 als Stabsoffizier des Generalinspekteurs beziehungsweise Chef des Generalstabes des Heeres, General Edmond Buat,[1] und wurde am 10. Juli 1920 auch Offizier der Ehrenlegion. Er war zwischen dem 9. Januar 1922 und dem 30. Dezember 1924 Kommandeur der Artillerie des XXXIII. Korps (33e corps d’armée) und wurde in dieser Verwendung am 19. September 1922 zum Brigadegeneral (Général de brigade) befördert.
Carence war zwischen dem 30. Dezember 1924 und dem 22. Mai 1925 Absolvent des Zentrums für höhere Militärstudien CHEM (Centre des Hautes Etudes Militaires) und daraufhin vom 22. Mai 1922 bis zum 30. Juli 1926 Kommandeur der Artillerie der 29. Infanteriedivision (29e division d’infanterie). Im Anschluss fungierte er zwischen dem 30. Juli 1926 und dem 2. Juni 1929 als Chef des Militärkabinetts von Kriegsminister Paul Painlevé[2] und wurde in dieser Funktion am 15. Oktober 1926 zum Generalmajor (Général de division) sowie am 20. April 1928 zum Generalleutnant (Général de corps d'armée) befördert. Während er vom 4. Juni 1929 bis zum 14. Oktober 1932 Kommandeur der 15. Militärregion in Marseille war, erfolgte am 6. Juli 1929 zum Kommandeur der Ehrenlegion ernannt. Im Anschluss gehörte er zwischen dem 14. Oktober 1932 und dem 18. August 1936 dem Obersten Kriegsrat (Conseil supérieur de la guerre) als Mitglied an und wurde am 7. Juli 1933 zudem zum Großoffizier der Ehrenlegion ernannt. Zugleich war vom 5. Januar 1934 bis zu seiner Ablösung durch Generalleutnant Charles-Marie Condé[3] am 18. August 1936 Generalinspekteur der Artillerie sowie Mitglied der Kommission für gemischte öffentliche Bauvorhaben. Am 18. August 1936 trat er in den Ruhestand und bekam am 30. Dezember 1936 auch das Großkreuz der Ehrenlegion verliehen. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er am 2. September 1939 in den aktiven Militärdienst berufen und war als Nachfolger von General Charles-Marie Condé bis zu seinem endgültigen Eintritt in den Ruhestand am 15. Januar 1940 abermals Generalinspekteur der Artillerie.
Weblinks
- Carence, Jean-Jacques. The Generals of WWII (generals.dk), abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).
- CARENCE, Jean Jacques. Archives nationales, abgerufen am 2. Dezember 2025 (französisch).
Einzelnachweise
- ↑ BUAT, Edmond Alphonse Léon. Archives nationales, abgerufen am 2. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Painlevé, Paul (Prudent). rulers.org, abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Condé, Charles-Marie. The Generals of WWII (generals.dk), abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).