Charles-Marie Condé

Charles-Marie Condé (* 25. Februar 1876 in Saint-Omer, Département Pas-de-Calais; † 13. Oktober 1945) war ein französischer Offizier des Heeres, der unter anderem im Zweiten Weltkrieg als General zwischen 1939 und 1940 Befehlshaber der 3. Armee sowie 1940 Oberkommandierender der Heeresgruppe 2 war.

Leben

Charles-Marie Condé absolvierte eine Offiziersausbildung und fand nach deren Abschluss zahlreiche Verwendungen als Offizier und Stabsoffizier. Er lehrte zwischen Juli 1919 und dem 1. Oktober 1924 als Professor an der École Supérieure de Guerre und wurde als solcher am 25. September 1920 Oberstleutnant (Lieutenant-colonel) befördert. Er war daraufhin vom 1. Oktober bis zum 25. Dezember 1924 zunächst kommissarischer Kommandeur und nach seiner Beförderung zum Oberst (Colonel) zwischen dem 25. Dezember 1924 1924 und dem 20. Mai 1928 Kommandeur des 109. Infanterieregiments (109e régiment d’infanterie). Im Anschluss fungierte er vom 20. Mai 1928 bis zum 16. September 1931 als Kommandant des Zentrums für taktische Artilleriestudien (Centre d’Études Tactiques d’Artillerie) in Metz und wurde in dieser Funktion am 2. Juni 1928 zum Brigadegeneral (Général de brigade) befördert. Während er zwischen dem 16. September 1931 und dem 6. Mai 1932 Kommandeur der Artillerie der 7. Militärregion war, erfolgte am 1. November 1931 seine Beförderung zum Generalmajor (Général de division). Er war daraufhin vom 6. Mai 1932 bis zu seiner Ablösung durch Generalmajor Aimé Doumenc[1] am 6. März 1935 Kommandeur der 1. Infanteriedivision (1re division d’infanterie) und fungierte nach seiner Beförderung zum Generalleutnant (Général de corps d'armée) zwischen dem 6. März 1935 und dem 1. August 1936 als Kommandeur der 20. Militärregion in Nancy. Er war vom 1. August 1936 bis zum 2. September 1939 Generalinspekteur der Artillerie und gehörte nach seiner Beförderung zum General (Général d’armée) zwischen dem 17. November 1936 und dem 2. September 1939 dem Obersten Kriegsrat (Conseil supérieur de la guerre) als Mitglied an.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde General Condé am 2. September 1939 Befehlshaber der 3. Armee (3e armée), die zur Verteidigung der Maginot-Linie im Bereich Luxemburgs und der Saar aufgestellt wurde und Teil der 2. Heeresgruppe unter André-Gaston Prételat[2] war. Er behielt dieses Kommando bis kurz vor dem Waffenstillstand von Compiègne am 22. Juni 1940 und war als Nachfolger von General Prételat zwischen dem 17. und 20. Juni 1940 auch noch Oberkommandierender der Heeresgruppe 2 (Groupe d’armées 2). Er befand sich vom 20. Juni 1940 bis zum 11. Mai 1945 in deutscher Kriegsgefangenschaft, wobei er 20. August 1940 in den Ruhestand trat.

Condé, Charles-Marie. The Generals of WWII (generals.dk), abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).

Einzelnachweise

  1. Doumenc, Joseph-Edouard-Aimé. The Generals of WWII (generals.dk), abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).
  2. Pretelat, André-Gaston. The Generals of WWII (generals.dk), abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).