Jan Molsen
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| Schiffsdaten
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| Flagge
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Deutschland Deutschland
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| Schiffstyp
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Passagierschiff
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| Heimathafen
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Hamburg
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| Eigner
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zuletzt: Leviathan GmbH
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| Bauwerft
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Mützelfeldtwerft, Cuxhaven
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| Baunummer
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174
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| Stapellauf
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1968
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| Verbleib
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2025 in Bremerhaven abgewrackt
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| Schiffsmaße und Besatzung
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| Länge
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30,34 m (Lüa)
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| Breite
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6,30 m
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| Tiefgang (max.)
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1,26 m
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| Verdrängung
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118 BRT
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| Ab 1976
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| Länge
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36,36 m (Lüa)
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| Breite
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6,60 m
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| Maschinenanlage
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| Maschine
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2 × 16-Zylinder-Daimler-Benz-Diesel
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| MaschinenleistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
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461 kW (627 PS)
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| Höchstgeschwindigkeit
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12,7 kn (24 km/h)
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| Maschinenanlage ab 1995
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| Maschine
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2 × Cummins NTA 855
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| Transportkapazitäten
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| Zugelassene Passagierzahl
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180
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| Ab 1976
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| Zugelassene Passagierzahl
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300
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| Sonstiges
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| Registriernummern
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ENI 05100690
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Die Jan Molsen war ein 1968 gebautes Fährschiff der Hamburger HADAG-Reederei. Das Schiff wurde mehrfach umgebaut und war bis zu seiner Außerdienststellung im Jahr 2020 über 50 Jahre lang im Hamburger Hafen im Einsatz. Im April 2025 wurde es zum Abwracken nach Bremerhaven überführt.
Geschichte
Die Jan Molsen wurde 1968 bei der Mützelfeldtwerft in Cuxhaven unter der Baunummer 174 als Typschiff des Typs 00 gebaut. Am 22. Mai 1968 erfolgte die Fertigstellung und Ablieferung an die HADAG. Der Schiffsname wurde von der 1967 verkauften Jan Molsen übernommen. Im Jahr 1976 wurde die Jan Molsen bei Buschmann in Hamburg um gut sechs Meter verlängert, um die Fahrgastkapazität zu erhöhen und 1995 wurden ursprünglichen Mercedes-Benzmotoren gegen Motoren Cummins NTA 855 getauscht. 2007 wurde bei SSB Spezialschiffbau Oortkaten in Hamburg-Oortkaten der Oberdeckssalon wieder gekürzt, um mehr freie Decksfläche zu erhalten.
In ihren letzten Betriebsjahren wurde die Jan Molsen hauptsächlich als Zubringerschiff für das Musical Der König der Löwen zwischen den St. Pauli-Landungsbrücken und dem Theater im Hafen eingesetzt. Daneben diente sie als Reserve für den Linienverkehr und für Sonderfahrten.
Verbleib
Im Frühjahr 2020 wurde die Jan Molsen im Zuge der Corona-Pandemie und aufgrund ihres Alters außer Dienst gestellt und im Hamburger Hafen aufgelegt. Im April 2025 wurde das Schiff an das Recyclingunternehmen Leviathan verkauft. Am 4. April 2025 verließ die Jan Molsen den Hamburger Hafen endgültig und wurde vom Schlepper Schwartenbek nach Bremerhaven in den Fischereihafen geschleppt, um dort fachgerecht abgewrackt zu werden.
Schwesterschiffe
- Hans Albers (gebaut bei Scheel & Jöhnk in Hamburg mit der Bau-Nr. 453; ebenfalls 1976 verlängert, 2024 in die Niederlande verkauft)
- Carl Kircheiss (gebaut 1969)
- Rudolf Kinau (gebaut 1969)
Literatur
- Dieter Schubert: Deutsche Binnenfahrgastschiffe. Illustriertes Schiffsregister. Uwe Welz Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-933177-10-3. S. 482
Weblinks