Jan ǀUixamab

Jan ǀUixamabKlicklaut († 1905[1]) war in den 1880er Jahren Stammesführer der Nama-Untergruppe Topnaar im zentralen Westen Deutsch-Südwestafrikas, dem heutigen Namibia.

Er wurde insbesondere durch seine Rolle als Vertragspartner der deutschen Kolonialverwaltung bekannt. ǀUixamab starb 1905 in deutscher Gefangenschaft.[1]

Rolle in der Kolonialgeschichte

Während der deutschen Kolonialherrschaft suchten Vertreter der deutschen Regierung und von Handelsgesellschaften nach vertraglichen Beziehungen mit lokalen Häuptlingen, um ihre Ansprüche auf Land und Einfluss zu legitimieren.[2]

Jan ǀUixamab war einer der Unterzeichner sogenannter Schutzverträge, die zwischen deutschen Kolonialvertretern und lokalen Führern abgeschlossen wurden.[3] Diese Verträge verliehen dem Deutschen Reich formelle Kontrolle über verschiedene Gebiete. In historischen Dokumenten wird ǀUixamab unter anderem im Zusammenhang mit einer Erklärung über ein Kakaofeld genannt, die er gemeinsam mit dem Nama-Führer Cornelius Swartbooi unterzeichnete.[4] So verkaufte er im Juli 1885 Gebiete um Sesfontein an Adolf Lüderitz.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b c Biographies, U. Klaus Dierks. Abgerufen am 28. Oktober 2025.
  2. Jürgen Zimmerer: Von Windhuk nach Auschwitz? Beiträge zum Verhältnis von Kolonialismus und Holocaust, Lit Verlag, 2011.
  3. Digitale Sammlung Deutscher Kolonialismus – Vertragstext. Universität Bremen. Abgerufen am 28. Oktober 2025.
  4. L. Sander: Geschichte der Deutschen Kolonial-Gesellscgaft für Südwest-Afrika von ihrer Gründung bis zum Jahre 1910. Dietrich Reimer/Ernst Vohsen, Berlin 1912, Band II/Urkunden.