Cornelius Swartbooi
Cornelius Swartbooi, auch Zwartbooi geschrieben, eigentlich ǀHôa-ǀarab ǃÂbemabKlicklaut[1] († nach 1895), war ein traditioneller Führer (Kaptein) des Swartbooi-Clans der Nama in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia.
Leben
Swartbooi lebte in Fransfontein. Er spielte eine bedeutende Rolle in der politischen und militärischen Geschichte der Nama während der deutschen Kolonialzeit. Swartbooi übernahm 1882 die Führung des Clans nach dem Tod seines Vaters Abraham Swartbooi[1] und war bekannt für seine diplomatischen Fähigkeiten sowie seine strategische Positionierung gegenüber anderen Nama-Gruppen und den deutschen Kolonialbehörden. 1885 verkaufte er die Küste des Kaokoveld an Adolf Lüderitz,[1] wohl gemeinsam mit Jan ǀUixamab.
Während seiner Amtszeit kam es zu zunehmenden Spannungen mit der deutschen Schutztruppe, die später in bewaffnete Konflikte mündeten.[2] 1895 wurde er von David Swartbooi abgelöst, der den Widerstand gegen die Kolonialmacht fortführte.[3]
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ a b c Klaus Dierks † (Hrsg.): Biographies, S. In: klausdierks.com. Abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ Jan-Bart Gewald: Herero Heroes: A Socio-Political History of the Herero of Namibia 1890–1923. James Currey Publishers, 1999. ISBN 0-85255-754-X (online; PDF)
- ↑ Marion Wallace, John Kinahan: "A History of Namibia: From the Beginning to 1990", Oxford University Press, 2011. ISBN 978-1-84904-091-4.