James B. Perkins III

James Blenn Perkins, III (* um 1942; † 27. November 2021) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur des Military Sealift Command (MSC).

Im Jahr 1964 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral. Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland.

Er diente zunächst auf dem Flugzeugträger USS Saratoga, der damals im Mittelmeer operierte. Im Oktober 1966 wurde er auf den Zerstörer USS Charles H. Roan versetzt. Zwischen März und September 1967 absolvierte Perkins die Naval Destroyer School (Schule für den Dienst auf US-Zerstörern) in Newport in Rhode Island. Anschließend wurde er auf den Zerstörer USS Henderson versetzt, der in Südostasien stationiert war und unter anderem am Vietnamkrieg beteiligt war.

Nach einer kurzen Weiterbildung an der Fleet Sonar School in Key West in Florida (Juli bis September 1969) wurde er Erster Offizier auf dem Geleitzerstörer USS John Willis, auf dem er bis Januar 1972 verblieb. Danach setzte er seine Ausbildung zunächst bis zum Jahr 1974 an der Naval Postgraduate School in Monterey in Kalifornien und dann am Armed Forces Staff College in Norfolk in Virginia fort. Danach besuchte er für kurze Zeit die Surface Warfare Officer School in Newport in Rhode Island.

Im Oktober 1975 wurde James Perkins Erster Offizier auf der Fregatte USS Downes (FF-1070). Diese war als Teil der Pazifikflotte an der Westküste der Vereinigten Staaten eingesetzt. Im Januar 1977 wurde er nach San Diego zum Stab des Kommandeurs der 5. Kreuzer-Zerstörer-Gruppe (Cruiser-Destroyer Group FIVE) versetzt. Dort war er bis zum Mai 1979 tätig. Seine nächste Mission führte ihn nach Washington, D.C., wo er dem Stab des Chief of Naval Operations (CNO) zugeteilt wurde, dem er bis zum Juni 1982 angehörte. Danach absolvierte er den Senior Officer Ship Material Readiness Course.

Im November 1982 erhielt er das Kommando über die Fregatte USS Schofield, die eigentlich in San Diego stationiert war, damals aber zum Persischen Golf verlegt wurde. Nach dem Ende dieser Mission studierte Perkins zwischen Juli 1985 und Juni 1986 am Naval War College in Newport. Danach wurde er mit dem Oberbefehl über die 9. Zerstörer-Staffel (Destroyer Squadron NINE) betraut. Diese war zur Unterstützung der Operation Earnest Will im Persischen Golf eingesetzt und dort in einige Kämpfe mit Streitkräften des Iran verwickelt. Im Juni 1988 wurde Perkins stellvertretender Kommandeur und Stabschef der Überwasserstreitkräfte der Pazifikflotte (deputy and chief of staff for Commander, Naval Surface Force Pacific). Diese Aufgabe erfüllte er bis zum März 1990, als er die Leitung der amerikanischen Marinestreitkräfte auf den Marianen und im umgebenden Seegebiet erhielt. In dieser Eigenschaft war er im Jahr 1991 an der Evakuierung von amerikanischem Militärpersonal unter anderem von der Clark Air Base auf den Philippinen nach Guam im Rahmen der Operation Fiery Vigil maßgeblich beteiligt. Diese Operation erfolgte nach dem Ausbruch des Vulkans Pinatubo, der zur Aufgabe militärischer Anlagen im Bereich des Vulkans führte, wozu auch die Clark Air Base gehörte.

Im Juni 1992 übernahm Perkins das Kommando über die 3. Amphibische Gruppe (Amphibious Group THREE). Im Rahmen der Operation Restore Hope wurde er mit seiner Einheit nach Somalia versetzt. Im August 1994 wurde er stellvertretender Kommandeur und Stabschef des United States Southern Commands das damals noch in Panama ansässig war. Im Februar 1997 übernahm er als Nachfolger von Philip M. Quast das Kommando über das MSC. Dieses Amt bekleidete er bis zum Februar 1999, als er von Gordon S. Holder abgelöst wurde. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Nach seiner Pensionierung war Perkins für einige Zeit Präsident der Firma L-3 Communications/TMA Corporation, die in McLean in Virginia ansässig ist. Außerdem war er Berater des American Maritime Congress und Dozent an der National Defense University. Zusätzlich gehörte er verschiedenen anderen Vereinigungen und Organisationen an. Er starb am 27. November 2021 und wurde auf dem amerikanischen Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.