Jack Chikamichi Yamasaki

Jack Chikamichi Yamasaki (* 19. November 1904 in Kagoshima, Japan; † 14. November 1985 in Los Angeles, Kalifornien) war ein japanisch-amerikanischer Maler und Bildhauer.[1][2]

Leben

Jack Chikamichi Yamasaki wurde 1904 in Kagoshima geboren und emigrierte mit achtzehn Jahren in die Vereinigten Staaten, wo er im Imperial Valley in Kalifornien zunächst mit seinem Vater in der Landwirtschaft tätig war. 1928 zog er nach San Francisco und studierte drei Jahre lang an der California School of Fine Arts. Bereits während seiner Studienzeit stellte er seine Arbeiten aus, unter anderem 1929 auf der Amateur and Professional Art Exhibition sowie 1930 und 1931 bei der San Francisco Art Association im California Palace of the Legion of Honor. 1931 verbrachte er den Sommer in Woodstock, New York, wo er gemeinsam mit den Kunststudenten Hideo Benjamin Noda und Sakari Suzuki ein Haus teilte. Er besuchte zudem die Art Students League of New York und stellte im Mai 1932 bei der Woodstock Art Association aus. 1936 gehörte Yamasaki zu den 54 Unterzeichnern des „Call for an American Congress“, einer linksgerichteten Initiative gegen Krieg und Faschismus. In den 1930er Jahren beteiligte er sich an weiteren Gruppenausstellungen in New York City, darunter Exhibition by Japanese Artists in New York (ACA Gallery, 1936) sowie die 31st Annual Exhibition of Resident Artists der Municipal Art Galleries (1938). Ende der 1930er Jahre kehrte er an die Westküste zurück und lebte 1941 in Los Angeles.[1]

Nach dem Angriff auf Pearl Harbor und dem Erlass von Executive Order 9066 wurde Yamasaki während des Zweiten Weltkriegs zunächst im Santa Anita Assembly Center in Kalifornien und anschließend bis 1945 im Internierungslager Heart Mountain in Wyoming inhaftiert.[2] Dort fertigte er Illustrationen für die Lagerzeitung Heart Mountain Sentinel an und schuf eine Reihe von Gemälden, die das Lagerleben thematisierten.

Nach seiner Entlassung arbeitete Yamasaki als ziviler Angestellter der US-Armee und hielt sich aus beruflichen Gründen in Indien, China und Japan auf. Dort fertigte er Zeichnungen von seinen Eindrücke an. Später kehrte er dauerhaft nach Los Angeles zurück, heiratete die Künstlerin Nobuko Yamasaki (geb. Mayamura) und arbeitete als Gärtner, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, während er weiterhin malte. Jack Chikamichi Yamasaki starb 1985 im Alter von 80 Jahren in Los Angeles.[1]

Werke von Jack Chikamichi Yamasaki befinden sich heute unter anderem in der Sammlung des Japanese American National Museum.

Literatur

  • Gordon H. Chang, Mark Dean Johnson, Paul J. Karlstrom (Hg.): Asian American Art: A History, 1850–1970, Stanford University Press, Stanford, 2008.
  • Japan in America: Eitaro Ishigaki and Other Japanese Artists in the Pre-World War II United States, Museum of Modern Art, Wakayama, 1997.
  • Japanese and Japanese American Painters in the United States: A Half Century of Hope and Suffering, 1896–1945, Tokyo Metropolitan Teien Art Museum / Nippon Television Network Corporation, Tokyo, 1995.
  • The View from Within: Japanese American Art from the Internment Camps, 1942–1945, Japanese American National Museum / UCLA Wight Art Gallery / UCLA Asian American Studies Center, Los Angeles, 1992.

Einzelnachweise

  1. a b c Patricia Wakida: Jack Chikamichi Yamasaki. Abgerufen am 23. November 2025.
  2. a b Jack Chikamichi Yamasaki. In: ART360°. Abgerufen am 23. November 2025 (amerikanisches Englisch).