Instrumentenfliegerstaffel 14
Die Instrumentenfliegerstaffel 14 war von 1989 bis 2025 eine Miliz-Ausbildungs-Fliegerstaffel der Schweizer Luftwaffe. Ihre Heimatbasis war der Militärflugplatz Locarno. Die Instrumentenfliegerstaffel 14 trug als Wappen zwei Pinguine und im Hintergrund das Fluginstrument Künstlicher Horizont, in dessen unteren Bereich der Anzeige eine weisse 14 steht.
Die Fliegerstaffel 14, welche die gleiche Staffelnummer trug, war eine Einsatzstaffel der damaligen Flugwaffe und war 1970 aufgelöst worden.
Nach der Auflösung der Instrumentenfliegerstaffel 14 und deren offiziellem Abschied im November 2025 wurden deren Dienstleistungen in eine neue Staffel integriert, welche nicht die Nummer einer traditionellen, aufgelösten Staffel übernahm, sondern die in der Schweiz noch nie für eine Fliegerstaffel verwendete Nummer 26 zugewiesen bekam.
Geschichte
Die Fliegerkompanie 14 (Fl Kp 14) wurde im Zweiten Weltkrieg gegründet. Im Jahr 1945 erfolgte die Umbenennung in Fliegerstaffel 14 (Fl St 14). Die Fliegerstaffel 14 verwendete von 1952 bis 1970 die De Havilland DH.100 Vampire. Im Jahr 1970[1] wurde die Fliegerstaffel 14 am damaligen Standort Flugplatz Saanen aufgelöst.[2]
Die Nummer vierzehn wurde 1989, nun als Instrumentenfliegerstaffel 14 (Ifl St – esc vol instru – sqg volo strum),[3] reaktiviert und die Staffelangehörigen flogen vom Militärflugplatz Locarno aus mit den Pilatus PC-7. Die Aufgabe der Staffelmitglieder war es, die angehenden Militärpiloten nach der fliegerischen Grundausbildung der Luftwaffen-Pilotenschule in Locarno im Instrumentenflug auszubilden. Nach der abgeschlossenen Instrumentenflugausbildung bei der Instrumentenfliegerstaffel 14 trennten sich die Wege der Pilotenschüler. Helikopterpiloten führten ihre Ausbildung auf dem Helikopter EC635 weiter, die angehenden Jetpiloten erlernten bei der Pilotenschule auf dem Militärflugplatz Emmen mit den Pilatus PC-21 die Grundlagen für den Luftkampf und Luftpolizeidienst.
Die Piloten der Ifl St 14 waren 2008 des Weiteren tätig in der Ausbildung der Jetpiloten im Kommando Luftverteidigung, dies im Simulator F/A-18 im Bereich Zivil-IFR-Ausbildung. Im Jahr 2002 leisteten 39, im 2007 noch 27 ehemalige Jet-Kampfpiloten Dienst in der IF 14, dies zu jenem Zeitpunkt meist zivile Linienpiloten mit teils Instruktionsfunktionen in den Airlines. Diese 27 Piloten erbrachten 850 Diensttage, sowohl als PC-7 Fluglehrer als auch bei der Ausarbeitung von Verfahrensmaterial. Mit 50 Jahren scheiden die Piloten aus der Staffel aus, womit für das Jahr 2009 nur noch 18 Piloten zur Verfügung standen. Nachwuchs sei kaum noch zu erwarten, da keine Miliz-Jetpiloten mehr ausgebildet würden. Der Bereich Selektion sei damit kaum mehr aufrechtzuerhalten, so die Prognose im 2008. Der Staffelkommandant schlug vor, diese ausgeschiedenen Piloten in den kommenden Jahren in Teilzeit anzustellen.[4]
Am 5. November 2025 fand die Abschiedszeremonie der Staffel mit dem Flug des ersten und letzten Kommandanten der Staffel in einer PC-7 statt. Ein spezielles Abzeichen unter anderem auf diesem Flugzeug A-914 trug den Titel "You Only Live Twice" und die Jahreszahlen der beiden Staffelauflösungen 1970 in Saanen und 2025 in Locarno.[2] Die Dienstleistungen der Instrumentenfliegerstaffel werden mit der zweiten Dienstleistungsstaffel, der Zielflugstaffel 12, zur neuen Staffel 26 fusioniert. Auch in dieser neuen Fliegerstaffel 26 werden laut Skynews.ch weiterhin Milizpiloten eingeteilt sein.[5]
Flugzeuge
Einzelnachweise
- ↑ Borgeaud/Gunti/Lewis: Ein Jäger für die Schweiz, 1997, ISBN 3-85545-840-5, S. 40
- ↑ a b Instrumentenfliegerstaffel 14, auf dem Internetauftritt von Hermann Keist
- ↑ Schweizer Armee, Militärisches Aufgebot ( vom 7. Dezember 2025 im Internet Archive)
- ↑ Aldo Wicki: Miliz-Dienstleistungsstaffeln im Einsatz für die Profiorganisation - Vom Airbus in den Tiger und zurück, Armee aktuell, Zeitschrift der Schweizer Luftwaffe 1/2008, S. 12–14
- ↑ Auflösung der Instrumentenflugstaffel 14, skynews, 16. November 2025