Ikoven (Adelsgeschlecht)

Die Herren von Ikoven (Ydenchoven, Evenkoven o. ä.) waren ein niederrheinisches Adelsgeschlecht.

Geschichte

Das ritterbürtige Geschlecht nannte sich nach Ikoven bzw. Evinghoven, heute ein Ortsteil von Rommerskirchen im Rhein-Kreis Neuss. Urkundlich erscheint das Geschlecht von 1318 bis 1360:

In einer Urkunde vom 20. Oktober 1318 werden Hille Baggine, die Schwester von Reinhard dem Großen (Alten?) von Ikoven (Hille baggine sororis Renardi Magni de Evenkoven) und der Kellner Wilhelm von Ikoven (Wilhelmi cellerari de Evenkoven) erwähnt.[1]

Am 24. Mai 1321 verkauften Katharina, Witwe des Sybodonis de Ydenchouen, und ihre Kinder Johannes, Godeschalcus, Lutherus, Gertrudis, Aleydis, Cristina, Jutta und Hildegundis die Hälfte des Hofs zu Gohr an Rektoren verschiedener Altäre im neuen Chor des Kölner Doms.[2][3] Sohn Gottschalk (Godeschalk von Ydenhoven) wird noch in einer Urkunde von 1337 erwähnt.[4]

In einer Urkunde des Klerikers und kaiserlichen Notars Tilmann von Attendern vom 28. Dezember 1360 erfährt man von Heyno und Teylo. Diese waren die Söhne vom zu diesem Zeitpunkt verstorbenen Siegfried Kaversyn von Ikoven (Sifrid Kaversyn von Evenkoven).[5]

Die Sage

Die Herren von Ikoven sollen laut der Sage in klaren Mondnächten kopflos als „Ritter vom Gillbach“ durch die Gillbachauen ziehen, da sie ihre Köpfe vermutlich in einem Scharmützel mit den Herren von Anstel verloren.

Einzelnachweise

  1. Peter Joerres: Urkunden-Buch des Stiftes St. Gereon zu Köln, Bonn 1893, S. 293 f., Nr. 284 (Google Bücher).
  2. Theodor Joseph Lacomblet, Woldemar Harleß: Archiv für die Geschichte des Niederrheins, Neue Folge 1. Band, Köln 1868, S. 43–46 (Google Bücher).
  3. Inventare nichtstaatlicher Archive (INA), Band 16 (Gohr, Nievenheim, Straberg), 1. Teil, Köln 1974, S. 98 f., Nr. 152 (PDF; 5,1 MB).
  4. Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, Vorgang zu Verzeichnungseinheit AA 0376 / Langwaden, Rep. u. Hs. AA 0376, Nr. 2, abgerufen am 22. Oktober 2025.
  5. Peter Joerres: Urkunden-Buch des Stiftes St. Gereon zu Köln, Bonn 1893, S. 415 f., Nr. 419 (Google Bücher).