Huseby (Trondheim)

Huseby ist ein Wohngebiet im Südwesten der Kommune Trondheim an der Grenze zu Bymarka. Huseby gehört zum Stadtteil Heimdal und liegt südwestlich von Flatåsen und westlich von Kolstad und Saupstad. Das Gebiet besteht ausschließlich aus verschiedenen Wohngebäuden, insbesondere Reihenhäusern.

Geschichte

Huseby ist nach einem ehemaligen Bauernhof (gnr 196/1) in Leinstrand benannt, der auf dem Hügel zwischen Husebyvegen und Søndre Husebytun lag. Der Hof wurde wahrscheinlich während der Pest aufgegeben, aber im 16. Jahrhundert wieder genutzt. Der Hof wird erstmals 1590 urkundlich erwähnt und gehörte ab 1647 dem Bakke kloster. 1701 gehörte Huseby Mads Bager, der unten in der Stadt lebte und den Hof für die Viehzucht nutzte. Bis 1784 diente Huseby den Bürgern der Stadt als Ort zur Viehzucht, bis es an den Bauern Hans Hansen verkauft wurde.

1794 übernahm der Kaufmann und Reeder Hans Wensell Huseby und 1870 Casper W. Lunde. Lunde teilte den Hof auf und schenkte ein Stück Land der Armenkasse von Leinstrand als Wohnhaus und kleinen Bauernhof für eine arme Familie. 1969 wurde die Straße Casper Lundes veg in Kolstad nach ihm benannt. Bereits 1908 war Huseby aber an Kapitän Berthold Dahl verkauft worden und 1917 an Einar Jystad. Die Gemeinde Trondheim erwarb 1963 über 400 Hektar Land in Flatåsen und Huseby mit der Absicht, dort eine Elendsviertelsiedlung zu errichten.[1]

In den 1960er und 1970er Jahren wurde der Huseby-Hof in Wohngebäude, meist Reihenhäuser, unterteilt. Die Gebäude wurden in mehrere Untergebiete aufgeteilt, darunter Nordre- und Søndre Husebytun sowie Husebyhøgda. Die Huseby skole (bestehend u. a. aus der Huseby barneskole und Huseby ungdomsskole) mit einer Realschule und der Huseby idrettspark mit den Husebyhallen wurden 1975–1976 gebaut.[2] Das Schwimmbad Husebybadet wurde 1984 gebaut. Allen diesen Gebäuden ist gemeinsam, dass sie alle weiter östlich im Zentrum von Saupstad gebaut wurden.

Der Huseby-Hof selbst wurde 2007 abgerissen und durch Reihenhäuser und einen niedrigen Wohnblock ersetzt, die in den folgenden Jahren unter dem Namen Borettslaget Huseby gård errichtet wurden. Im Zusammenhang mit der Einführung und Entwicklung des Metrobuss in Trondheim erhielt Huseby eine Bushaltestelle im Kongsvegen unter dem Namen Husebytunet.[3]

Straßen

In Huseby gibt es die bekannten Straßen Kongsvegen, Husebyvegen, Søndre Husebytun, Nordre Husebytun, Husebyhøgda, Nordbakken und Vestre Husebytun.

Literatur

  • Bratberg, Terje T. V.: Trondheim byleksikon. Hrsg.: Kunnskapsforlaget. Oslo 2008, ISBN 978-82-573-1762-1, S. 244 (norwegisch).
Commons: Huseby – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Christiansen, Haakon Odd: Trondheim bys historie. Supplementsbind. Trondheim i går og i dag 1914–1964. Hrsg.: F. Bruns Bokhandels Forlag. Trondheim 1973, ISBN 82-7175-001-1, S. 511 (norwegisch, nb.no).
  2. Bratberg, Terje: Trondheim byleksikon. Hrsg.: Kunnskapsforlaget. Oslo 1996, ISBN 978-82-573-0642-7, S. 251 (norwegisch, nb.no).
  3. AtB.no – Kolstad, Saupstad og Huseby Kolstad, Saupstad og Huseby (Memento vom 29. Januar 2021 im Internet Archive) (Besøkt 31. januar 2021)

Koordinaten: 63° 22′ N, 10° 20′ O