Hook (Film)
| Film | |
| Titel | Hook |
|---|---|
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1991 |
| Länge | 136 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | Amblin Entertainment |
| Stab | |
| Regie | Steven Spielberg |
| Drehbuch |
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| Produktion | |
| Musik | John Williams |
| Kamera | Dean Cundey |
| Schnitt | Michael Kahn |
| Besetzung | |
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Hook ist ein US-amerikanischer Fantasyfilm von Regisseur Steven Spielberg und setzt J. M. Barries Peter Pan fort. Der Film startete am 11. Dezember 1991 in den US-Kinos und am 26. März 1992 in Deutschland.
Handlung
Peter Pan hat „Nimmerland“ für Wendys Enkelin Moira verlassen und ist mittlerweile unter dem Namen Peter Banning in San Francisco ein verheirateter Anwalt mittleren Alters mit zwei Kindern, der seine eigene Kindheit und Abenteuer vollständig vergessen hat. Obwohl er seine Frau und die gemeinsamen Kinder Maggie und Jack sehr liebt, leidet die Familie zunehmend unter seiner ausufernden Arbeitssucht. So hat er es jüngst wegen der Arbeit nicht geschafft, rechtzeitig zu einem wichtigen Baseballspiel seines Sohns zu erscheinen, was den Familiensegen schiefhängen lässt.
In diesem angespannten Zustand fliegt die Familie an Weihnachten nach Europa, um in London Moiras Großmutter Wendy und den noch immer bei ihr lebenden, inzwischen aber ebenfalls gealterten „verlorenen Jungen“ Tootles zu besuchen. Als sie von einer abendlichen Wohltätigkeitsveranstaltung heimkehren, müssen sie feststellen, dass die Kinder entführt worden sind. Dahinter steckt Peter Pans alter Erzfeind Captain Hook, der in Nimmerland immer noch auf Rache sinnt, schließlich hat er einst im Kampf gegen Peter eine Hand verloren, die jetzt durch eine angeschraubte Prothese – den Haken (engl. hook) – ersetzt worden ist. Von Wendy Darling erfährt Peter Banning schließlich, dass er in seiner Jugend Peter Pan gewesen ist und dass die bekannten Geschichten nicht erfunden, sondern wirklich geschehen sind, jedoch kann er sich an diese Zeit nach wie vor nicht mehr erinnern. Schließlich taucht die Fee Glöckchen auf und bringt Peter zurück nach Nimmerland, um dort seine Kinder zu befreien.
Die dort lebenden „verlorenen Jungs“ können in dem erwachsenen Mann anfänglich Peter Pan nicht wiedererkennen. Aber mit Hilfe der Fee und einigen der Jungs erinnert er sich an seine Abenteuer und Freunde aus der Kindheit, gewinnt seine kindliche Phantasie zurück und lernt dadurch, aber auch durch die Erinnerung an die Geburt seines ersten Kindes Jack erneut zu kämpfen und zu fliegen. Nun kann er wieder der Anführer werden, was seit Peters Weggang aus Nimmerland Rufio gewesen war, der ihn schließlich ebenfalls akzeptiert. So zieht Peter letztlich in die entscheidende Schlacht gegen die Piraten um das Schicksal seiner entführten Kinder und das Schicksal Nimmerlands. Die Kinderbande kämpft mit wirkungsvollen, phantasievollen, aber nicht tödlichen Waffen. Zum Höhepunkt des Gefechts wird Rufio allerdings vom Schwert Captain Hooks getötet und sagt Peter im Sterben, dass er sich immer einen Vater wie ihn gewünscht hätte. Daraufhin besiegt Peter Hook zweimal im Kampf, wird aber von seinen beiden Kindern, die Mitleid mit dem „einsamen alten Mann“ haben, davon überzeugt, Hook nicht zu töten. Erst als dieser Peter von hinten angreift, wird Hook nach einem letzten Duell von dem ausgestopften Krokodil, das seine Hand gefressen hatte, verschluckt.
Nach siegreichem Kampf kehrt Peter Pan – jetzt als ein Peter Banning, der sich an die Abenteuer der Kindheit erinnert – nach Hause zurück, um dort seine Familie zu umsorgen. Um deutlich zu machen, dass er nun vieles besser machen will, wirft er sein Mobiltelefon, das er bisher immer bei sich hatte, um jederzeit Absprachen wegen der Arbeit treffen zu können, aus dem Fenster. Tootles gibt er seine Murmeln zurück, der sich dadurch ebenfalls wieder an Nimmerland erinnert und zu den verlorenen Jungs zurückkehrt.
Kritiken
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 37 %[1] |
| Metacritic (Metascore) | 52/100[2] |
| Prädikat der FBW | wertvoll[3] |
| AllMovie | [4] |
| CinemaScore | A–[5] |
| MovieMaze | 82 %[6] |
| Roger Ebert | [7] |
Hook erhielt ein eher schlechtes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes mehrheitlich kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein.[1] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Durchwachsen oder Durchschnittlich“ aus.[2]
„Ein naives Märchen, das sich in einer Fülle pompöser und irrwitziger Gags, Stunts und Trickeffekten erschöpft. Der inzwischen reichlich bekannten Spielberg-Philosophie des Staunens, das eigentlich nur noch den Kindern (in einer intakten Familie) möglich sei, kann der Film nur wenige liebenswerte Momente abgewinnen, wobei die spektakuläre Achterbahn-Fahrt weder märchenhafte Poesie noch echten Humor zuläßt.“
„Hook ist die erste Realverfilmung um die Abenteuer von Peter Pan, der mit den verlorenen Jungen gegen Captain Hook und seine Piraten antritt. Dabei beleuchtet Steven Spielbergs Film eine Zeit, in der Peter Pan erwachsen geworden ist und kann dadurch mit einer neuen Geschichte überzeugen. Ein rundum stimmiges und gelungenes Abenteuer, das mit seinen aberwitzigen Gags nicht nur jungen Zuschauern gefallen dürfte.“
Auszeichnungen
Der Film wurde 1992 in fünf Kategorien für den Oscar nominiert[9]:
- Bestes Szenenbild (Norman Garwood und Garrett Lewis)
- Bestes Kostümdesign (Anthony Powell)
- Bestes Make-up (Christina Smith, Monty Westmore und Greg Cannom)
- Beste visuelle Effekte (Eric Brevig, Harley Jessup, Mark Sullivan und Michael Lantieri)
- Bester Song für When You’re Alone (John Williams und Leslie Bricusse)
Dustin Hoffman wurde 1992 für den Golden Globe nominiert. John Williams gewann 1992 den BMI Film Music Award und wurde 1993 für den Grammy Award nominiert. Der Film gewann im Jahr 1993 den Young Artist Award in zwei Kategorien, darunter als Bester Familienfilm, und wurde in vier weiteren Kategorien für den Young Artist Award nominiert. Er wurde 1993 als Bester Fantasy-Film für den Saturn Award nominiert.
Entstehung und Veröffentlichung
- Aufgrund der Verzögerungen bei den Dreharbeiten war der Komponist John Williams gezwungen, fast zwei Drittel der Filmmusik anhand des Drehbuchs zu komponieren, ohne die gedrehten Szenen sehen zu können. Er konnte lediglich Anpassungen vornehmen, als ihm die entsprechenden Szenen endlich vorlagen.
- Im Film gibt es eine Menge versteckter Gaststars wie Phil Collins, Jimmy Buffett, George Lucas und Glenn Close zu entdecken. Glenn Close spielte den Piraten, der von Hook wegen einer Verfehlung mit Skorpionen in die „Pfui-Bah-Kiste“ gesteckt wird.
- Der Film spielte weltweit über 300 Millionen US-Dollar ein[10] und erhielt 1992 in Deutschland die Goldene Leinwand.
- Erst die Veröffentlichung auf Blu-ray und das viel schärfere Bild zeigen, dass sich die Filmcrew in unzähligen Szenen (z. B. Der Haken wird im Dunkeln eingesetzt, Hooks Auftreten vor der Mannschaft mit dem Close-Up auf den Haken, …) auf dem glänzenden Metall von Hooks Hakenhand spiegelt.
- Steven Spielberg und John Williams wollten den Stoff ursprünglich als Musical umsetzen. Von neun geplanten Gesangseinlagen schaffte es nur der von Leslie Bricusse getextete und von Williams komponierte Song When You’re Alone, der für den Oscar nominiert wurde, in den Film.
Literatur
- 1991: Terry Brooks: Hook (Romanadaption), Ballantine Books, ISBN 978-0-449-90707-8
Weblinks
- Hook bei IMDb
- Hook in der Online-Filmdatenbank
- Hook in der Deutschen Synchronkartei
Einzelnachweise
- ↑ a b Hook. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 138 Kritiken).
- ↑ a b Hook. In: Metacritic. Abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 19 Kritiken).
- ↑ Jury-Begründung. In: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW). Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Perry Seibert: Kritik zu Hook ( vom 3. April 2019 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
- ↑ Datenbankabfrage bei cinemascore.com
- ↑ a b Hook auf moviemaze.de ( vom 6. September 2012 im Webarchiv archive.today)
- ↑ Roger Ebert: Kritik (englisch)
- ↑ Hook. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 20. August 2017.
- ↑ Hook. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 8. Februar 2025.
- ↑ [1], abgerufen am 20. Juli 2008