Hohberg (Bannwald)

Bannwald
„Hohberg“
Lage Walzbachtal im Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche 42,1856 ha
Kennung 100625
Geographische Lage 49° 0′ N, 8° 34′ O
Einrichtungsdatum 3. September 2003
Verwaltung Forstdirektion Freiburg
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Das Gebiet Hohberg ist ein mit Verordnung vom 3. September 2003 durch die Körperschaftsforstdirektion Freiburg ausgewiesener Bannwald (Schutzgebiet-Nummer 100625) bei Walzbachtal im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.

Lage

Das Schutzgebiet befindet sich zwischen Walzbachtal und Pfinztal. Es liegt im Forstbezirk Bretten im Staatswald Bretten etwa 1 km westlich von Wössingen zwischen Jöhlingen, Wössingen und Wöschbach. Er wird im Südwesten bis zum „Sonnenbergweg“ von der Gemarkungsgrenze zu Pfinztal-Wöschbach, vom südlichen Teil des „Sonnenbergweges“, vom Verbindungsweg zwischen „Sonnenbergweg“ und „Bergallee“, vom nördlichen Teil des „Diebsweg“, im Norden vom „Wössinger Weg“ und im Osten vom „Singener Weg“ begrenzt. Es umfasst die Abteilung 6 sowie Teile der Abteilungen 7 und 8 des Staatswald-Distriktes IX „Hohberg“.[1]

Der Bannwald liegt im FFH-Gebiet Mittlerer Kraichgau und im Süden grenzt der Bannwald an das Landschaftsschutzgebiet Pfinzgau. Im Bannwald liegt das Geotop Aufg. Steinbruch, heute Sportplatz, ca. 1100 m SW von Jöhlingen an der B 293 mit der Geotop.Nr. 4426/1986. In dem aufgelassenen Steinbruch wurde Oberer Muschelkalk abgebaut.

Geologie

Der Untergrund besteht aus trockenem Kalkverwitterungslehm. Bei dem anstehenden Gestein handelt es sich um Oberen Muschelkalk.

Vegetation

Im Bannwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Arten vor: Feldahorn, Wald-Zwenke, Finger-Segge, Wald-Segge, Gemeine Hainbuche, Maiglöckchen, Gemeine Hasel, Breitblättriger Dornfarn, Echter Wurmfarn, Berg-Weidenröschen, Rotbuche, Gemeine Esche, Ruprechtskraut, Gemeiner Efeu, Habichtskräuter, Gemeine Fichte, Waldkiefer, Gelappter Schildfarn, Vogelkirsche (Baum), Traubeneiche, Sal-Weide, Elsbeere.

Im Schutzgebiet liegen zwei Biotope: Steinbruchgelände am Sonnenberg mit der Biotopnummer 269172151148 und Felswand im Steinbruch am Sonnenberg mit der Biotopnummer 269172157520.

Schutzzweck

Der Schutzzweck des Bannwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung

  • Die unbeeinflusste Entwicklung eines Buchen-Mischwaldökosystems, das repräsentativ für den Pfinzgau ist, mit seinen Tier- und Pflanzenarten zu sichern sowie die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten.
  • Dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, die sich im Gebiet befinden, sich im Verlauf der eigendynamischen Entwicklung des Waldbestandes ändern oder entstehen.

Betreuung

Wissenschaftlich betreut wird der Bannwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. https://wnsinfo.fva-bw.de/waldschutzgebiete/801625/