Mittlerer Kraichgau

FFH-Gebiet
„Mittlerer Kraichgau“

Landschaft zwischen den Orten Oberöwisheim und Münzesheim

Lage Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland
Kennung DE6918311
WDPA-ID 555593021
Natura-2000-ID DE6918311
FFH-Gebiet 2711,3394
Geographische Lage 49° 5′ N, 8° 42′ O
Einrichtungsdatum 12. Oktober 2018
Verwaltung Regierungspräsidium Karlsruhe
f6

Das FFH-Gebiet Mittlerer Kraichgau ist ein im Jahr 2018 durch das Regierungspräsidium Karlsruhe nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) angemeldetes Schutzgebiet (Schutzgebietskennung DE-7517-341) in Baden-Württemberg. Mit Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 12. Oktober 2018 (in Kraft getreten am 11. Januar 2019) wurde das Schutzgebiet ausgewiesen.

Lage

Das 2711,3394 Hektar große Schutzgebiet liegt zwischen Ubstadt-Weiher und Büchig (Bretten) und gehört zum Naturraum Kraichgau. Es umfasst die Wiesen und Streuobstwiesen zwischen Ubstadt-Weiher und Büchig (Bretten).

Das Gebiet erstreckt sich über die Markungen von neun Städten und Gemeinden im Landkreis Karlsruhe:

Beschreibung und Schutzzweck

Laut Steckbrief handelt es sich um Hanglagen mit Wiesen, Streuobstwiesen, Feldhecken mit Stufenrainen, orchideenreiche Magerrasen, Hohlwegen, Tallagen mit Feuchtwiesen, Großseggenrieden, von Auwald gesäumten naturnahen Bachläufen und zahlreiche Waldgebiete mit naturnahen Buchen-Wäldern.

Lebensraumklassen

(allgemeine Merkmale des Gebiets) (prozentualer Anteil der Gesamtfläche)

Angaben gemäß Standard-Datenbogen aus dem Amtsblatt der Europäischen Union

N06 – Binnengewässer (stehend und fließend)
  
1 %
N07 – Moore, Sümpfe, Uferbewuchs
  
1 %
N08 – Heide, Gestrüpp, Macchia, Garrigue, Phrygana
  
1 %
N09 – Trockenrasen, Steppen
  
4 %
N10 – Feuchtes und mesophiles Grünland
  
24 %
N15 – Anderes Ackerland
  
3 %
N16 – Laubwald
  
17 %
N17 – Nadelwald
  
8 %
N19 – Mischwald
  
38 %
N21 – Nicht-Waldgebiete mit hölzernen Pflanzen
  
1 %
N22 – Binnenlandfelsen, Geröll- und Schutthalden, Sandflächen
  
1 %
N23 – Sonstiges (Städte, Straßen, Deponien, Gruben, Industriegebiete)
  
1 %

Lebensraumtypen

Folgende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie kommen im Gebiet vor:

EU
Code
Lebensraumtyp (offizielle Bezeichnung) Kurzbezeichnung Hektar
3150 Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions Natürliche eutrophe Seen 2,01
3260 Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion Flüsse der planaren bis montanen Stufe 0,06
6210 Naturnahe Kalktrockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia) (* besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen) Naturnahe Kalktrockenrasen und deren Verbuschungsstadien 1,41
6210 Naturnahe Kalktrockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia) (prioritäre Form) Naturnahe Kalktrockenrasen und deren Verbuschungsstadien (prioritäre Form) 1,95
6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe Feuchte Hochstaudenfluren 7,00
6510 Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) Magere Flachland-Mähwiesen 80,41
7220 Kalktuffquellen (Cratoneurion) Kalktuffquellen 0,03
8210 Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation 0,10
9110 Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) Hainsimsen-Buchenwald 33,16
9130 Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) Waldmeister-Buchenwald 1.203,50
9170 Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald (Galio-Carpinetum) Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald 3,66
91E0 Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior 62,93

Zusammenhängende Schutzgebiete

Das Naturschutzgebiet Rotenberg liegt östlich der Kernstadt von Bruchsal.

Siehe auch

Commons: FFH-Gebiet Mittlerer Kraichgau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien