Hirtzbach (Ill)
| Hirtzbach Hirzbach, Steinbach | ||
|
Bachbett zwischen den Hauptstraßen in Hirtzbach | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | FR: A1040370 | |
| Lage | Sundgau
| |
| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Ill → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | im Gebiet Neuweiher bei Bisel 47° 32′ 31″ N, 7° 13′ 34″ O | |
| Quellhöhe | 415 m | |
| Mündung | bei Hirtzbach in die IllKoordinaten: 47° 36′ 9″ N, 7° 13′ 28″ O 47° 36′ 9″ N, 7° 13′ 28″ O | |
| Mündungshöhe | 300 m | |
| Höhenunterschied | 115 m | |
| Sohlgefälle | 15 ‰ | |
| Länge | 7,9 km[1] | |
Der Hirtzbach (dt.: Hirzbach; frz. auch Ruisseau le Hirtzbach) ist ein fast acht Kilometer langer Nebenfluss der Ill im Flussgebiet des Rheins. Er entwässert eine Landschaft im Sundgau in der französischen Region Grand Est.
Geographie
Verlauf
Der Hirtzbach entspringt – gemäß dem Geoportal von Frankreich — auf 415 m Höhe im Hügelgebiet nordöstlich von Bisel. Sein Quellgebiet mit dem ehemaligen Neuweiher wurde trockengelegt, und zuerst fließt der Bach eingedolt durch das meliorierte Kulturland ab. Im Wald Buergerholz mündet er in den Herrenneuweiher, der einer von vielen künstlichen Fischteichen an seinem Oberlauf ist. An seinem längeren, rechten Quellbach liegen der Donisweiher, der Stoffelsweiher und der Brudungsweiher. Diese Stillgewässer mit den umgebenden Wäldern sind als Teile des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Sundgau, région des étangs (deutsch: „Sundgau, Weiherlandschaft“) unter Naturschutz gestellt.[2]
Im Gebiet der Gemeinde Heimersdorf wird das Gewässer auch Steinbach genannt. Es passiert die Teiche Buergerweiher, Schreiberweiher, Herrenweiher, Oberer Lachenweiher und Niederer Lachenweiher. Im Territorium von Hirsingue fließt der Bach in seinem fast 50 m tiefen Tal durch mehrere weitere Teiche, und im Gruenwaeldle erreicht er das Gebiet der Gemeinde Hirtzbach. Bei der Siedlung Reselsberg vereinigt er sich auf 335 m mit seinem großen linken Zufluss, der bei Sennhutte in der Gemeinde Largitzen aus Weihern entspringt und daher Ruisseau des Etangs de Sennhutte genannt wird. Dieser Bach nimmt von links den Abfluss aus dem Bettlachweiher auf und durchquert selber den Grantzeleweiher.
Der Bach fließt weiter gegen Norden und passiert die langgezogene Ortschaft Hirtzbach, deren alte Häuser im Ortskern sich den Straßen beidseits des Gewässers entlang aufreihen. Das Bachbett wurde renaturiert und mit farbenprächtigen Blumenrabatten versehen, die der Gemeinde Hirtzbach das Prädikat Village fleuri eintrug.[3] Am rechten Ufer stehen das Schloss Château de Reinach und die Pfarrkirche Eglise Saint-Maurice. In einem neuen Wohnquartier durchquert der Bach die Talniederung und mündet neben der Illbrücke der Rue de l’Illberg von links in die Ill.
Einzugsgebiet
Das Einzugsgebiet des Hirtzbachs liegt im Sundgau und wird über die Ill und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es grenzt
- im Osten und Südosten an das Einzugsgebiet des Feldbachs, der in die Ill mündet;
- im Süden und Westen an das des Largitzenbachs, der über die Largue in die Ill entwässert;
- im Nordwesten an das des Dorfbaechle, das ebenfalls in die Ill mündet und
- ansonsten an das Einzugsgebiet der Ill direkt oder an das ihrer kleineren namenlosen Zuflüsse.
Der südliche und westliche Teil des Einzugsgebiets sind zum Großteil bewaldet, während im östlichen und nördlichen Bereich landwirtschaftliche Nutzflächen überwiegen.
Zuflüsse
- Ruisseau de l'Etang le Brudungweiher (rechts), 1,2 km
- Ruisseau de l'Etang l'Erlenweiher (links), 1,2 km
- Ruisseau des Etangs de Sennhutte[4] (links), 2,9 km
Einzelnachweise
- ↑ Gewässerinformationssystem Service d’Administration National des Données et Référentiels sur l’Eau (französisch) (Hinweise)
- ↑ Sundgau, région des étangs (ZSC). Direction régionale de l’environnement, de l’aménagement et du logement (DREAL) Grand Est, 16. September 2022, abgerufen am 30. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Hirtzbach Village fleuri auf hirtzbach.fr.
- ↑ Heißt auf dem Kartendienst Géoportail Hirtzbach.
Weblinks
- Verlauf des Hirtzbachs auf dem Kartendienst Géoportail (Hinweise)