Herzog-Ernst-Gymnasium Uelzen
| Herzog-Ernst-Gymnasium | |
|---|---|
| Herzog-Ernst-Gymnasium | |
| Schulform | Gymnasium |
| Schulnummer | 66771 |
| Adresse | Albertstraße 41 29525 Uelzen |
| Ort | Uelzen |
| Land | Niedersachsen |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 52° 57′ 36″ N, 10° 33′ 38″ O |
| Träger | Landkreis Uelzen |
| Schüler | 990[1] |
| Leitung | Gabriele Diedrich[2] |
| Website | www.heg-uelzen.de |
Das Herzog-Ernst-Gymnasium Uelzen (Abkürzung: HEG) ist neben dem Lessing-Gymnasium eines der beiden Gymnasien der Hansestadt Uelzen in Niedersachsen. Es wurde erstmals 1333 als Lateinschule erwähnt. Das Gymnasium ist nach Ernst I., Herzog von Braunschweig und Lüneburg, benannt worden.
Geschichte
Erste Erwähnungen gab es bereits im 14. Jahrhundert, aber erst 1535 überließ der Herzog Ernst sein Geburtshaus am Ende der Pastorenstraße der Schule. 1538 befand sich die Schule, die zu diesem Zeitpunkt nur zwei Klassen umfasste, an der Nordseite des zur Marienkirche gehörigen Friedhofes. 1792 wurde die Schule dann an die Südseite verlegt, bevor sie 1904 in einem Gebäude in der Schillerstraße untergebracht wurde. 1969 siedelte die Schule in das heutige Gebäude in der Albertstraße um.
In den ersten Jahrhunderten war die Schule eine Jungenschule, bevor 1816 aus der Lateinschule eine Bürgerschule wurde. Zu dieser Zeit besuchten sie 124 Schüler und Schülerinnen.
Ab 1925 wurde die Schule „Städtisches Reformrealgymnasium nebst Realschule“ genannt, bevor sie 1937 eine Oberschule für Jungen wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß sie „Herzog-Ernst-Schule“. Erst 1955 erhielt die Schule ihren heutigen Namen „Herzog-Ernst-Gymnasium“ und es wurde ein Mädchen-Gymnasium (Lessing-Gymnasium) in der Straße Ilmenauufer gebaut, das 1957 eröffnet wurde.
Im Jahr 2000 wurde die erste Bläserklasse eingeführt und Spanisch zum ersten Mal als Pflichtfremdsprache angeboten.
Heute
Das Herzog-Ernst-Gymnasium ist Europaschule, Teil des Comenius-Projekts und wurde als Sportfreundliche Schule ausgezeichnet.
Das HEG hat Partnerschaften mit Schulen in verschiedenen Ländern, die regelmäßig gepflegt werden. So hat z. B. jedes Jahr eine kleine Gruppe von Neuntklässlern die Möglichkeit, für kurze Zeit die Jacksonville High School in Illinois zu besuchen und in einer Gastfamilie zu leben.
Neben Englisch werden die Pflichtwahl-Sprachen Spanisch, Französisch und Latein angeboten.
Es werden verschiedene AGs angeboten, beispielsweise der Chor, die Holzmanufaktur, Rudern, die Kunst-Ag und die Big Band.
Schulkleidung, aber auch Hefte und anderes Unterrichtsmaterial bietet die sich selbst organisierende Schülerfirma HEG-Economy-Group e. V. seit 2006 an. Von 2009 bis 2014 schrieben und vertrieben die Schüler eine schulinterne Zeitung namens ausgeHEGt.
Digitalisierung
Das Herzog-Ernst-Gymnasium nutzt IServ unter der Domain heg-portal.de als digitale Kommunikationsplattform. Die Plattform enthält außerdem einen Messenger, ein Videokonferenzmodul, ein Aufgabenmodul und Module zum gemeinsamen Arbeiten an Texten und Präsentationen.
Austauschprogramme
- Jacksonville High School in Illinois, USA[3] (seit 1985)
- Stiehle-Schule in Cuenca, Ecuador[3]
- IES Beniaján in Murcia, Spanien[3]
- Collège Michellet in Bihorel, Frankreich (seit 1971)
Persönlichkeiten
Schulleiter
| Zeitraum | Schulleiter/in |
|---|---|
| 1876–1884 | Carl Pauli |
| 1884–1912 | Ludwig Schöber |
| 1912–1917 | Albert Bockelmann |
| 1917–1934 | Otto Dieckhoff |
| 1934–1945 | Wilhelm Lendle |
| 1945–1952 | Georg Hövermann |
| 1952–1962 | Wilhelm Lendle |
| 1962–1974 | Rudolf Kekow |
| 1974–1998 | Bruno Uszkurat |
| 1998–2014 | Ursula Schreiter-Antonius |
| seit 2014 | Gabriele Diedrich |
Lehrer
- Edward Lohmeyer (1847–1927), Lehrer 1872–1874, Germanist und Bibliothekar
- Edmund Nowaczkiewicz (1880–1941), Lehrer 1909–1910, Pädagoge und Schulleiter, Todesopfer im KZ Mauthausen
- Oskar Suffert (1892–1974), Studienrat 1924–1927, Philologe, Museumsleiter und Naturschützer
- Erich Woehlkens (1909–1987), Oberstudienrat, Leiter des Stadtarchivs in Uelzen
Schüler
- Johann Anton Wilhelm Gessner (1771–1830), Schüler 1785–1789, Philosoph
- Heinrich Schaefer (1851–nach 1908), Pädagoge, Schuldirektor und Schulrat
- Friedrich Seeßelberg (1861–1956), Architekt, preußischer Baubeamter und Hochschullehrer
- Karl Hillmer (1869–1944), Pädagoge, Leiter der Wiesenbauschule Suderburg
- Hans Jaeckel (1898–1962), Abitur 1917, Architekt
- Fritz Hintze (1901–1943), Schüler bis 1918, Seeoffizier der Kriegsmarine
- Heinz Lücke (1903–1977), Politiker (DP), Abgeordneter im Landtag von Niedersachsen
- Ludwig Teichmann (1909–1947), Reifeprüfung 1927, SS-Offizier, Kriegsverbrecher
- Gustav Bosselmann (1915–1991), Abitur 1933, Jurist und Politiker (CDU), Niedersächsischer Justiz- und Innenminister
- Heinz Günther Henneberg (1926–2016), Abitur 1949, Geodät
- George Turner (* 1935), Reifeprüfung 1955, Rechtswissenschaftler, Wissenschaftsmanager und Politiker
- Klaus-Jürgen Hedrich (1941–2022), Politiker (CDU), Mitglied des Niedersächsischen Landtages und des Deutschen Bundestages, Parlamentarischer Staatssekretär
- Thomas Walther (* 1943), Jurist
- Ludwig König (1944–2016), Abitur 1964, Unternehmer
- Birger Priddat (* 1950), Schüler bis 1969, Ökonom und Philosoph
- Uwe Swarat (* 1955), Abitur 1974, baptistischer Theologe
- Thomas Vogtherr (* 1955), Schüler 1966–1973, Historiker und Hochschullehrer
- Harald Zahrte (* 1957), Schüler bis 1976, Politiker (parteilos) und Verwaltungsbeamter
- Klaus Nührig (* 1958), Abitur 1977, Schriftsteller und Pädagoge
- Thomas Vogel (* 1959), Erziehungswissenschaftler
- Henning Rosenau (* 1964), Schüler 1975–1984, Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer
- Jörg Hillmer (* 1966), Abitur 1985, Politiker (CDU), Mitglied im Niedersächsischen Landtag
- Thorben Albrecht (* 1970), Politiker und Gewerkschafter, beamteter Staatssekretär und Bundesgeschäftsführer der SPD
- Torsten Meyer (* 1973), Abitur 1993, Sänger und Hochschullehrer
- Jan Henner Putzier (* 1984), Abitur 2004, Politiker (SPD), Abgeordneter des Niedersächsischen Landtags
- Laura Neunast (* 1993), Autorin und Lyrikerin
Siehe auch
Literatur
- Jahresbericht des in der Entwickelung zum Realgymnasium begriffenen Realprogymnasiums in Uelzen : über das Schuljahr von Ostern ... bis Ostern ..., Uelzen, 14.1882/83(1883) - 34.1902/03(1903)(Digitalisat)
- Jahresbericht des Realgymnasiums in Uelzen : über das Schuljahr von Ostern ..., Uelzen : [s.n.], 35.1903/04(1904) - 46.1914/15(1915); 1921/22(1922) nachgewiesen (Digitalisat)
- Schoeber, Ludwig: Das neue Realgymnasium und seine Einwerkung 2. bis 3. August 1904(Digitalisat)
- Schoeber, Ludwig: Geschichte der Schule von 1869 - 1894(Digitalisat)
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Schulen und Studienseminare in Niedersachsen - Suche. Eintrag in der Schuldatenbank Niedersachsen. In: schulen.nibis.de. Niedersächsisches Kultusministerium, abgerufen am 15. März 2023 (Dort Herzog-Ernst-Gymnasium eingeben).
- ↑ Schulleitung. In: www.heg-uelzen.de. Abgerufen am 15. März 2023.
- ↑ a b c https://www.heg-uelzen.de/schule-partnerschaften/ veraltet: Archivierte Kopie ( des vom 2. Februar 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. http://www.ue.shuttle.de/ue/heg/austau.htm#gb