Herberts Briedis
| Herberts Briedis | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 15. März 1916 | |
| Geburtsort | Riga, Gouvernement Livland | |
| Sterbedatum | 20. Februar 1971 | |
| Sterbeort | Riga, Lettische SSR | |
| Position | Torwart | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 1925–1932 | LSB Riga | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1932–1939 | LSB Riga | |
| 1940 | RFK Riga | |
| 1941 | Dinamo Riga | |
| 1941 | Pērkons | |
| 1942–1944 | RFK Riga | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Herberts Briedis (* 2. Märzjul. / 15. März 1916greg. in Riga; † 20. Februar 1971 ebenda) war ein lettischer Fußballspieler.
Karriere und Leben
Herberts Briedis wurde im Jahr 1916 in Riga, der Hauptstadt des Gouvernement Livland geboren. Sein Vater Augusts Briedis, war als Verantwortlicher beim LSB Riga tätig und trug dazu bei, dass Herberts schon früh mit dem Sport in Berührung kam. Im Jahr 1942 heiratete er die bedeutende Schwimmerin und lettische Rekordhalterin Aleksandra Tomase (1917–?). Während des Zweiten Weltkriegs wurde Briedis in die Lettische Legion eingezogen. Später kämpfte er in den Reihen der Gruppe Kurelis, einer lettischen Militäreinheit die aus Teilen der Aizsargi entstand, die von General Jānis Kurelis geführt wurde und als Partisanen aktiv waren. Briedis wurde später in das sowjetische Gulag und Arbeitslager Workuta deportiert. Seine Ehefrau und ihre gemeinsame Tochter Anita (1944–?) wanderten in dieser Zeit in die Vereinigten Staaten aus. Er kehrte später aus dem Arbeitslager nach Lettland zurück, wo er bis zu seinem Lebensende lebte.
Fußball
Seine fußballerische Laufbahn begann Briedis spätestens 1925 in der Jugendmannschaft des LSB Riga (Lettische Sportvereinigung Riga). Ab 1932 war Briedis Bestandteil der ersten Mannschaft des LSB, davon eine Saison in der Virslīga, der höchsten lettischen Spielklasse. Im Jahr 1940 wechselte Briedis zum RFK Riga, da der Verein nach dem Weggang von Viktors Vizla keinen festen Torwart mehr hatte. Nach dem obligatorischen Wehrdienst und dem Durchlaufen der sogenannten „Quarantänezeit“ wurde Briedis im Frühjahr 1940 Stammtorwart des RFK. Am Ende der Saison 1939/40 gewann er mit dem Verein die lettische Meisterschaft. Mit Briedis im Tor erhielt RFK die wenigsten Gegentore der gesamten Liga.
Briedis stand zweimal im Kader der lettischen Nationalmannschaft im Jahr 1937 und 1940.
Während des Kriegs spielte Briedis nach dem Einmarsch der Roten Armee für Dinamo Riga und später für „Pērkons“ (deutsch: Donner) eine kurzlebige Mannschaft, möglicherweise mit militärischem oder paramilitärischem Hintergrund. Unter deutscher Besatzung war Briedis von 1942 bis 1944 wieder für den RFK Riga aktiv.
Weblink
- Lebenslauf bei kazhe.lv (lettisch)