Heinrich Strunk (Maler)
Heinrich Strunk (* 6. März 1949 in Zabrze; † 9. Oktober 2016 in Duisburg[1]) war ein polnisch-deutscher Maler.
Leben
Heinrich Strunk wurde am 6. März 1949 in der oberschlesischen Stadt Zabrze geboren. Mit 17 Jahren siedelte der junge Heinrich in die Bundesrepublik über. Seinen Zivildienst absolvierte Strunk in Duisburg. Zwischen 1967 und 1969 wurde er zum Lichtreklamehersteller ausgebildet. Anschließend nahm er ein Lehramtsstudium an der Duisburger Gesamthochschule auf. Dabei legte er bereits in dieser Zeit einen Fokus auf die Arbeit des künstlerischen Gestaltens. Nach dem Ersten Staatsexamen folgte von 1982 bis 1990 ein Designstudium an der Folkwang-Hochschule in Essen.
Strunk wirkte nach dem Ende des Studiums als freischaffender Künstler und besaß ein Atelier in der Gneisenaustraße in Duisburg-Neudorf. Immer wieder war er auch als Dozent an der Volkshochschule Duisburg tätig, wo er Mal- und Zeichenkurse gab. In den 1990er Jahren arbeitete Strunk als Projektmitarbeiter am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung und realisierte eine Ausstellung über antirassistische Plakate. Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb Heinrich Strunk am 9. Oktober 2016 in Duisburg. Die meisten Werke Strunks wurden erst nach dessen Tod vom WDR-Journalisten Kai Toss einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[2] Der Fotograf Gernot Schwarz schuf eine Fotoserie mit Motiven aus dem verwaisten Atelier Strunks.
Werke (Auswahl)
Heinrich Strunk war vor allem als Maler tätig. Der Journalist Peter Klucken schrieb über die kleinformatigen Zeichnungen Strunks: „Wer die vielen kleinformatigen Bilder betrachtet, [...] wird bisweilen an Paul Klees scheinbar kindlich gemalten Werke erinnert, die es allerdings in sich haben.“ Für das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung schuf Strunk einen immerwährenden Kalender mit seinen Zeichnungen, daneben sind Plakate und Bucheinbände von ihm nachgewiesen. Besondere Bedeutung haben die Werbedesignarbeiten Strunks, die im Duisburger Stadtbild sichtbar sind. So geht das Logo der Studentenkneipe Finkenkrug auf Strunk zurück.
Nach dem Tod des Künstlers wurden die Werke in drei großen Ausstellungen im Duisburger Künstlerhaus Goldstraße, der Cubus Kunsthalle und der Galerie SG1 in der Schmalen Gasse im Duisburger Dellviertel erschlossen und schließlich verkauft.[3][4][5][6]
Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen:
- Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf
- Lehmbruck-Museum, Duisburg
- Museum Küppersmühle, Duisburg[7]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Trauer in NRW: Heinrich Strunk, abgerufen am 3. November 2025.
- ↑ Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung: Nachruf auf Heinrich Strunk, abgerufen am 3. November 2025.
- ↑ Peter Klucken: Nachlass von Künstler Heinrich Strunk wird verkauft, RP (2023), abgerufen am 3. November 2025.
- ↑ Anne Horstmeier: Heinrich Strunk schickt Grüße von unterwegs, WAZ (2017), abgerufen am 3. November 2025.
- ↑ Peter Klucken: Erinnerung an Künstler mit Wortwitz, RP (2018), abgerufen am 3. November 2025.
- ↑ Sara Schurmann: Wieso es Heinrich Strunks Kunst nun zu kaufen gibt, NRZ (2023), abgerufen am 11. November 2025.
- ↑ Anne Horstmeier: Überraschende neue Geschichten aus und über Duisburg, WAZ (2017), abgerufen am 11. November 2025.