Heinrich Lepique
Heinrich Lepique (* 13. April 1824 in Karlsruhe; † 22. März 1902 ebenda) war ein deutscher Kameralist.
Leben
Heinrich Lepique wurde als Sohn eines Kanzleirats geboren und besuchte das Lyzeum in Karlsruhe.
Er studierte von 1843 bis 1847 Kameralwissenschaften an den Universitäten Jena und Heidelberg. Während seines Studiums wurde er 1843/44 Mitglied des Corps Suevia Heidelberg, war 1844 Mitstifter der Alten Heidelberger Burschenschaft Allemannia und 1845 der Alten Heidelberger Burschenschaft Teutonia, wurde 1845/46 Mitglied der Burschenschaft Teutonia Jena und 1846 Mitstifter der Alten Heidelberger Burschenschaft Frankonia, deren erster Sprecher er war. 1847 machte er seinen Abschluss als Kameralpraktikant.
Von 1847 bis 1849 arbeitete er als Gehilfe bei den Staatsverrechnungen, wurde 1850 Revident bei der Kriegskosten-Ausgleichskommission und anschließend beim Justizministerium. 1852 wurde er Hauptamtsassistent und 1855 Grenzamtkontrolleur in Säckingen bevor er 1856 als Revisionsinspektor beim Hauptzollamt in Mannheim und 1857 Sekretär der Zolldirektion wurde. 1859 wurde er zum Oberzollinspekteur befördert. 1862 wurde er Finanzrat bei der Zolldirektion und 1872 zum Geheimen Finanzrat ernannt. 1874 ging er als Ministerialrat in Finanzministerium und wurde 1879 Geheimer Referendär, 1882 Zolldirektor und 1891 Geheimer Rat 2. Klasse. Für Baden wurde er Mitglied des Bundesrats, in dem er seit 1879 in den Ausschüssen für Zoll- und Steuerwesen und für das Rechnungswesen tätig war; 1891 war er als Unterhändler beim Abschluss des österreichischen Handelsvertrages in Wien.[1]
Heinrich Lepique war Mitglied des Falstaffklubs von 1847.
Ehrungen
- 1889: Badischer Orden vom Zähringer Löwen, Kommandeurkreuz 2. Klasse
- 1894: Orden vom Zähringer Löwen, Kommandeurkreuz 1. Klasse
- Verdienstorden der Preußischen Krone, 2. Klasse mit Stern
- Kaiserlich-Österreichischer Franz-Joseph-Orden, Komturkreuz
Literatur
- Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 8: Supplement L–Z. Winter, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-8253-6051-1, S. 24.
Einzelnachweise
- ↑ Heinrich von Poschinger: Fürst Bismarck und der Bundesrat. Band 2, Stuttgart und Leipzig 1897, S. 281.