Heinrich Frey (Geograph)
Heinrich Theodor Frey (* 9. Oktober 1878 in Concordia,[1] Argentinien; † 26. Dezember 1957 in Liebefeld bei Bern, heimatberechtigt in Olten) war ein Schweizer Geograph, Kartograph und Verleger.
Frühes Leben
Heinrich Frey[2] wurde als jüngstes von vier Kindern[3] in Concordia, in Provinz Entre Ríos, Argentinien geboren. Seine Eltern, Hermann Frey aus Olten und Ida, geborene Gerny,[4][5] waren dort vorerst auf einem Landgut tätig.[6.1][7.1] Sein Vater war zuvor Bezirkslehrer in Olten (1858–1860)[8][9][9.1][10]. Als sie später das Bedürfnis verspürten, ein mehr geistiges Leben zu führen, erprobten sie ihre pädagogischen Fähigkeiten.[6.2] Die Beziehungen zu seinem Oltner Schulkameraden Bernhard Hammer, welcher 1875 zum Bundesrat gewählt worden war, bewogen Hermann Frey auf Drängen seiner Verwandten, bald nach Heinrichs Geburt mit der Familie in die Heimat zurückzukehren und in Bern ab 1880 als Kanzlist der Bundeskanzlei an tätig zu werden; Frey verlor seinen Vater 1888 im Alter von zehn Jahren.[11]
Weiterer Werdegang
Frey durchlief in Bern die städtischen Schulen und legte 1897 in die Matura ab. Auf Vermittlung seines Schwagers Hermann Kümmerly (1857–1905)[12] arbeitete er 1897/98 in New York,[13] um einen Einblick in das amerikanische Druckwesen zu gewinnen.
Im Mai 1899 schiffte er nach Buenos Aires ein, um seine Mutter aufzusuchen, welche zu ihrer ältesten Tochter Clotilde Wilhelmine Frey gezogen war.[6.3] Nach kurzer Tätigkeit im Druckereigewerbe trat er eine Hauslehrerstelle[14] in der Stadt Fray Bentos im Staat Uruguay an. Trotzdem es ihm dort sehr gut gefiel, kehrte er 1901 mit seinen Angehörigen nach Europa zurück. Sein Sohn Heinrich Frey-Huber erinnerte sich in dessen Nekrolog[6] an den lange beibehaltenen familiären Brauch des gemeinsamen Maté-Trinkens – aus Blättern von "Ilex paraguariensis" – zu den Abendmahlzeiten, inklusive der Requisiten Bombilla und Kalabasse.
Ausbildung zum Lehrer
In Bern qualifizierte sich Frey an der Hochschule zum Sekundarlehrer sprachlicher Fächer, gestützt auf seine vielseitigen Sprachkenntnisse.
Lehrtätigkeit in Rheinfelden
Drei Jahre lang unterrichtete er als Hauptlehrer für moderne Sprachen an der Bezirksschule Rheinfelden, ergänzt durch Unterricht im Kaufmännischen Verein und Vorlesungen an der Universität Basel.[6.4][15]
In Rheinfelden lernte er seine Lebensgefährtin Fernande Beck[16.1] kennen, die er 1907 heiratete[16.2] und die ihm während eines halben Jahrhunderts treu zur Seite stand.[6.4]
Im Jahr 1906, ein Jahr nach dem frühen Tod seines Schwagers Hermann Kümmerly, wurde Frey auf Wunsch seines Bruders Julius[17] nach Bern gerufen, um als Mitarbeiter in die Firma Kümmerly + Frey einzutreten. Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit besuchte er Vorlesungen an der Hochschule Bern und promovierte 1909 zum Doktor der Philosophie mit den Fächern Geographie, Französisch und Schweizergeschichte.
Seine von Professor Max Friederichsen betreute Dissertation mit dem Titel „Das Emmental. Versuch einer geographischen Monographie“ wurde 1910 im Band 22 des Jahresberichts der Geographischen Gesellschaft Bern veröffentlicht.[18]
Verlagsleitung
Heinrich Frey übernahm 1912 die Geschäftsleitung[19][20] des 1887 gegründeten Verlags Kümmerly+Frey, der aus der 1852 von Gottfried Kümmerly in Bern gegründeten Steindruckerei hervorging. Nach dem Tod seines Bruders Julius[21][22][2] am 28. April 1915 leitete er das Unternehmen bis 1931 allein.[23][24][25.1] Danach führte er es noch einige Jahre gemeinsam mit seinen Neffen Max Frey und Walter Kümmerly,[26][26.1] bevor er als wissenschaftlicher Berater und Redaktor zur Verfügung stand.
Unter seiner Leitung bis 1931 expandierte der Verlag[27] und weitete die Produktion von Schulhand- und Schulwandkarten für die Schweiz und mehrere Kantone erheblich aus und nahm damit eine führende Stellung in der Schweizer Schulkartographie ein. Frey förderte auch die Zeitschrift Der Schweizer Geograph[28][29] (1923–1945), verlegt von Kümmerly+Frey. Diese ging 1946 in der Geographica Helvetica auf.[30]
In der Festschrift zur Jubiläumsausstellung „Achtzig Jahre Lithographie, Kartographie: 1852–1932“ des Geographischen Karten‑Verlags Kümmerly+Frey in Bern wird auf eine im Solothurner Tagblatt und im Oltner Tagblatt abgedruckte Rede von Ständerat Hugo Dietschi verwiesen,[31] in der dieser die Entwicklung des Unternehmens würdigt und insbesondere hervorhebt, dass nach dem Tod Julius Freys dessen Bruder, der Geograph Heinrich Frey (geb. 1878), die Leitung übernahm, der Firma ihren guten Namen bewahrte und sie durch zahlreiche neue Kartenwerke – darunter Schul- und Spezialkarten für verschiedene Kantone sowie geologische Karten – zu weiteren Erfolgen führte.[25][25.2]
Kartographische Werke
Spätere Eigenarbeiten umfassen die Industriekarte der Schweiz 1:300'000 (1943), die Sprachenkarte der Schweiz 1:500'000 (1949) und Bände der Reihe «Kleine K+F Reihe für Auswanderer und Kaufleute» zu Chile (1948), Argentinien (1950) und Uruguay/Paraguay (1951). Frey veröffentlichte zudem populäre Werke wie "Schweizer-Brevier" und "Welt-Brevier".[6]
Engagements und Spätes Leben
Frey war Vorstandsmitglied der Geographischen Gesellschaft Bern (1915–1952), Mitglied der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft (1916–1956), Präsident des Vereins Schweizerischer Lithographiebesitzer (1918–1920)[32.1] sowie Präsident des Berner Sportklubs Young Boys (1915–1919), dessen Mitbegründer und späteres Ehrenmitglied er war. Sein Nachruf hebt seine vielseitigen Interessen an Musik, Kunst und Reisen hervor; er spielte Streichinstrumente, wirkte im Berner Singverein mit und engagierte sich als Kassier des Vereins Kunsthalle Bern.[33] Später widmete er sich vermehrt wissenschaftlichen und literarischen Arbeiten.[34]
Nach seinem Tod gedachte man seiner mit einer Trauerminute während des Cup-Achtelfinals YB gegen FC Brunnen (8:0) im Berner Wankdorfstadion am 29. Dezember 1957, indem der Schiedsrichter das Fussballspiel des späteren Cupsiegers unterbrach.[35][36]
Tod
Frey starb am 26. Dezember 1957 in Bern-Liebefeld (Gemeinde Köniz). Die Trauerfeier fand am 28. Dezember 1957 in der Kapelle des Krematoriums auf dem Bremgartenfriedhof in Bern statt.[37] Er hinterliess seine Frau Fernande Frey-Beck,[16.3] den Sohn Heinrich Frey-Huber, die Tochter Clementine Schwartze[38]-Frey sowie vier Enkelkinder.
Werke (Auswahl)
Eine Bibliographie der geographischen und kartographischen Arbeiten von Frey ist im Nachruf von Heinrich Frey-Huber auf Seite 359–360 enthalten.[6]
- Das Emmental. Versuch einer geographischen Monographie. Bern 1910. Dissertation.[18]
- 1939/1955: Schweizer Brevier. Mehrere Auflagen.
- 1943: Die Industrien der Schweiz 1:300'000.
- 1945: Neue Weltwirtschaftskarte 1:32'000'000.
- 1948: Auf was es ankommt – Gedichte.[39]
Literatur
- Max Irmiger: Achtzig Jahre Lithographie, Kartographie : 1852–1932 : [Geographischer Karten-Verlag Bern, Kümmerly & Frey]. 1932.[25] Jubiläumsausstellung Bern, 23.Juli–24.August 1932.
- gsr: Jubiläum bei Kümmerli & Frey, 1852-1932.In: Berner Tagwacht. 26. Juli 1932.
- Guido Zeller: Fünfzig Jahre Verein Schweizerischer Lithographiebesitzer – Ein Abriss der Vereinsgeschichte. In: Die Lithographie in der Schweiz – Festschrift zum 50jährigen Bestehen des Vereins Schweizerischer Lithographiebesitzer 1894–1944. Bern 1944. S. 301–348.[32]
- Walther Staub: Heinrich Frey, Bern, 70jährig.[40] In: Geographica Helvetica. 3, 1948. S. 445–446.
- In Memoriam Heinrich Theodor Frey[34]. In: Der Bund, Band 109, Nummer 28, 18. Januar 1958.
- Paul Köchli: Dr. Heinrich Theodor Frey †[14]. In: Geographica Helvetica. 13, 1958, S. 79.
- Heinrich Frey-Huber: Heinrich Theodor Frey – Geograph 1878–1957.[6] In: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. 138, 1958, S. 356–360.
- Maria Felchlin: Die Frey von Olten – eine "Posthalterdynastie".[2] In: Oltner Neujahrsblätter 16, 1958, S. 37–45, doi:10.5169/seals-658601.
- Adolf Merz: Die Kümmerly von Olten – Oltner Neujahrsblätter 1967. In: Der Bund, 23. Januar 1967.
- Adolf Merz: Drei Generationen Kümmerly schaffen ein weltbekanntes Unternehmen. In: Oltner Neujahrsblätter, 25, 1967, S. 23–30.
- Maria Felchlin: Hermann Kümmerly jun. (1897–1964). In: Oltner Neujahrsblätter 25, 1967, S. 19–22.[4] Video: Kunstmaler Hermann Frey
- Fernande Frey-Beck 15. Dezember 1883–29. Juli 1970 Witwe des Heinrich Theodor Frey (1878-1957) aus Olten zum Gedächtnis.[16]
- Kümmerly Frey: Firmengeschichte nach 125 Jahren Kümmerly+Frey schauen wir hier einmal statt nach vorn nach hinten. 1977.
- Walter Kümmerly, Adolf Merz: 125 Jahre Kümmerly+Frey 1852–1977 In: Oltner Neujahrsblätter, 35, 1977. S. 74–76.
- Kathrin Sigrist: Kantonale Schulhandkarten der Schweiz. 2007. Diplomarbeit.
- Hans-Uli Feldmann und Urban Schertenleib: Kümmerly + Frey AG. In: Kartographische Sammlungen in der Schweiz. 2010. S. 59–72.[41]
- Antje Scheiding, Evangelisch-Lutherisches Landeskirchenamt Sachsens: Landeskirchenarchiv (Hrsg.): Pfarrerbilder und -lebensläufe für den Amtskalender (1912–1958). Bestand 42. Dresden 2014, S. 36 (evlks.de [PDF; abgerufen am 16. Dezember 2025] Signatur LKA DD, Best. 42).[38]
- Cédric Dind: Schulkarten der Schweiz – Entwicklung und Inventar. 2015. Diplomarbeit.
Archive
- Bern, Bundesarchiv: Dossier zur Wiedereinbürgerung der Tochter Fernande Clementine[16.3]
- Bern, Burgerbibliothek: Von Graz nach Concordia. Aus dem Tagebuch 1859–1869 unserer Grossmutter Ida Frey-Gerny (1839–1925)[7] Firmenarchiv Kümmerly und Frey.
- Bern, Universitätsarchiv: Matrikel, Matrikel
- Olten, Stadtarchiv: [8][16].
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Die Stadt Concordia in der Provinz Entre Ríos, Argentinien, wurde am 29. November 1831 durch ein Dekret der Asamblea General in Paraná gegründet. Einige Quellen nennen alternativ den 6. Februar 1832 als offizielles Gründungsdatum, basierend auf dem Dekret zur Errichtung des Ortes an der Stelle des früheren San Antonio del Salto Chico.[1]
- ↑ a b c Heinrich Frey gehörte zum erweiterten Kreis der Posthalterdynastie Frey von Olten, mit Verbindungen zu Gerny und Kümmerly (siehe Felchlin, Maria: Die Frey von Olten - eine "Posthalterdynastie", Oltner Neujahrsblätter 16, 1958, S. 37–45).
- ↑ Clotilde Wilhemine (1870–), Julius Frey (1872–1915), Maria Magdalena (1873–1942)
- ↑ a b Maria Felchlin: Hermann Kümmerly jun. (1897–1964). In: Oltner Neujahrsblätter 25, 1967, S. 1957, S. 19: […] handelte es sich um eine Tochter des solothurnischen Arztes Dr. Gerny, um eine höchst kluge, begabte und originelle, vielseitige, auch etwas eigenwillige und weitgereiste Frau […] Sie, die aus Argentinien, wohin sie heiratete, aquarellierte Erinnerungen hinterliess, […] Abbildung auf S. 22: Ida Frey-Gerny nach einem Porträt von Fredy Hopf
- ↑ 50 Jahre Psychiatrie im Kanton Solothurn – Ein langer Weg in die Zukunft 1860–2010: Der Vater von Ida, Dr. Jakob Gerni, war erster Direktor der Kantonalen Heil- und Versorgungsanstalt Rosegg Solothurn
- ↑ a b c d Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft 138, 1958: Heinrich Theodor Frey – Geograph 1878–1957
- ↑ S. 356: […] betätigen sich als Kolonisten auf der Estancia des Großgrundbesitzers Francia y Sierra.
- ↑ S. 356: Später, als sie das Bedürfnis empfanden, ein mehr geistiges Leben zu führen und ihre pädagogischen Fähigkeiten zu erproben, gründeten sie in Concordia das Erziehungsinstitut «Colegio del Progreso», das sich bald eines guten Rufes erfreute.
- ↑ S. 356: […], um seine Mutter aufzusuchen,welche zu ihrer ältesten Tochter auf das Konsulat gezogen war. Nach kurzer Tätigkeit im Druckereigewerbe trat er eine Hauslehrerstelle in der durch Liebigs Fleischkonserven bekannten Stadt Fray Bentos im Staate Uruguay an. Trotzdem es ihm dort sehr gut gefiel, kehrte er 1901 mit seinen Angehörigen nach Europa zurück.
- ↑ a b S. 357
- ↑ Von Graz nach Concordia
- ↑ Laut dem Tagebuch von Ida Frey-Gerny in Gualeguaycito
- ↑ a b StadtA Olten GA-04-12-24-0004, Jahresbericht der Schule von 1906/1907: S. 35: Die zweite Lehrstelle von 1854-1876 […] Mai 1858 - Oktober 1850: Herr Hermann Frei, von Olten, später in Brasilien, † in Bern.
- ↑ Zum hundersten Geburtstag von Dr. Adolf ChristenIn: Für die Heimat : Jurablätter von der Aare zum Rhein, 5, 1943, S. 65: Mit Dankbarkeit gedachte Adolf Christen auch seiner ebenso tüchtigen Lehrer an der Bezirksschule, des Oltners Hermann Frey (später in Argentinien) […]
- ↑ S. 74: […] so wurde 1875 das naturhistorische Museum gegründet. Präsident der Museumskommission wurde Dr. Adolf Christen [… ] Unermüdlich sammelten diese […] in der Heimat, und Dr. Adolf Christen gelangte mit Erfolg an Oltner in der Fremde, Hermann Frey in Südamerika, Oberst Meyer und Oberst Trog in Algier. Von Jahr zu Jahr wuchs die Sammlung […]
- ↑ In den «Verwaltungsberichten» des Naturhistorischen Museums Olten, die lange Jahre im Jahresbericht der Bezirksschule erschienen, heisst es in demjenigen von 1879/80 wörtlich unter «Schenkungen», Frey habe «mehrere südamerikanische Tiere» dem Museum vermacht. Genauere Angaben fehlen allerdings. Zu Heinrich Frey hat es ebenfalls eine Textstelle im Verwaltungsbericht von 1938, wie folgt: «IV. Geologisch-paläontologische Sammlung. …. Besondere Erwähnung verdient eine, durch E. Fischer, vermittelte Zuwendung von Dr. Heinrich Frey, Bern (Oltnerbürger), bestehend aus vier Fossilien der Solnhofener Lithographenkalke. Da die Stufe bisher nur unbedeutend vertreten war, bildet sie eine wertvolle Ergänzung. …»
- ↑ Oltner Tagblatt, zitiert nach: "Täglicher Anzeiger für Thun und das Berner Oberland", Band 12, Nr. 292, 8. Dezember 1888.
- ↑ Historisches Lexikon der Schweiz: Hermann Kümmerly
- ↑ Heinrich Frey kam 1897 in New York an. Ellis Island und andere New York Passagierlisten, 1820–1957, MyHeritage, Online-Datenbank, (abgerufen am 4. Dezember 2025)
- ↑ a b Geographica Helvetica. 13, 1958, S. 79
- ↑ Personalverzeichnis 1905/06, Universität AA3, S. 16: Gemäss den Studentenverzeichnissen der Universität hat ein Heinrich Frey von Solothurn, wohnhaft in Rheinfelden vom Sommersemester 1903 bis zum Wintersemester 1905/06 an der Universität Philosophie studiert.
- ↑ a b Stadtarchiv Olten, StadtA Olten S-005-50: Fernande Frey-Beck 15. Dezember 1883– 29. Juli 1970 Witwe des Heinrich Theodor Frey (1878-1957) aus Olten zum Gedächtnis:
- ↑ Fernande Beck wurde am 15. Dezember 1883 als zweite Tochter des Uhrensteinfabrikanten Fritz Beck aus Sumiswald und der Clementine geb. Frey aus Le Locle im basellandschaftlichen Dorfe Maisprach geboren.
- ↑ Am 19. April 1907 verheiratete sich Fernande mit Heinrich Frey aus Olten. Sie hatte ihn in Rheinfelden kennengelernt, wo er als Sprachlehrer an der Bezirksschule tätig war.
- ↑ a b Neue Aufgaben erwuchsen der Mutter als nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die verwitwete Tochter mit ihren drei Mädchen Franziska, Barbara und Gertrud aus Deutschland in die Heimat flüchtete [und] ihr stilles Häuschen sich mit jungem Leben füllte.
- ↑ Frey, Julius. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ a b Das Emmental. Versuch einer geographischen Monographie. Bern 1910.
- ↑ Historisches Lexikon der Schweiz: Kümmerly & Frey: 1912 übernahm dessen Bruder Heinrich Frey das Geschäft.
- ↑ Firmengeschichte: 1912 Heinrich Frey übernimmt die Geschäftsleitung
- ↑ Historisches Lexikon der Schweiz: Julius Frey
- ↑ Schweizerisches Handelsamtsblatt, 33, 1915, 129, S. 786: […] ist der Gesellschafter Julius Frey infolge Todes ausgeschieden; an dessen Stelle tritt als Gesellschafterin ein Frau Elsa Frey, geb. Baur […]; als fernerer Gesellschafter tritt ein Dr. Heinrich Frey, […] Namens der Gesellschaft zeichnet einzig der Gesellschafter Dr. Heinrich Frey.
- ↑ Historisches Lexikon der Schweiz: Kümmerly & Frey: 1931 folgten sein Cousin Max Frey und Walter Kümmerly.
- ↑ Schweizerisches Handelsamtsblatt, 49, 1931, 22, S. 182: Kümmerly & Frey,[…] erteilt Kollektivprokura […] an: Walter Kümmerly […] und Max Frey. […] Die Zeichnungsberechtigung der Firma wird dahin geordnet, dass der bis dahin einzig zeichnungsberechtigte Gesellschafter Dr. Heinrich Frey nunmehr mit je einem der neu ernannlen Kollektivprokurislen zeichnet.
- ↑ a b Achtzig Jahre Lithographie, Kartographie : 1852–1932 : [Geographischer Karten-Verlag Bern, Kümmerly & Frey]. 1932.
- ↑ Nach dem Tode Julius Freys ging die Leitung des Unternehmens über an den Bruder Dr. Heinrich Frey, Geograph (geb. 1878), der ihm als geistiges Haupt noch jetzt vorsteht und der mit seiner Schwester Maria Magd[alena] Kümmerly-Frey und der Schwägerin Elsa Frey-Baur die heutige Kollektivgesellschaft bildet.
- ↑ S.45: Auch unter ihm sind zahlreiche hervorragende Kartenwerke aus der Anstalt hervorgegangen, so die Gesamtkarte von Europa, verschiedene Wand- und Reisekarten europäischer und amerikanischer Staaten, sowie wertvolle geologische Karten. Auch Olten und Umgebung, der Kanton Solothurn, sowie das ganze Juragebiet verdanken ihr eine Reihe der schönsten Karten, wir erinnern nur an die Karte von Olten und Umgebung, an die Bezirks- und Gemeindekarte des Kantons Solothurn, an die Schulkarte des Kantons Baselland u.a. Zur Zeit ist eine neue Schulwandkarte für den Kanton Solothurn bei der Anstalt in Ausführung.[…]
- ↑ Schweizerisches Handelsamtsblatt 62, 1944, 106, S. 1036:. Die Verwaltung [der 1944 neu gegründeten Aktiengesellschaft] besteht aus mindestens einem Mitglied, gegenwärtig aus: Walter Kümmerly, von Olten, in Bern, Präsident, und Max Frey, von Olten und Bern, in Bern, Sekretär. Die beiden Verwaltungsratsmitglieder führen Einzelunterschrift.
- ↑ in der 1944 neu gegründeten Aktiengesellschaft Kümmerly+Frey AG wird Heinrich Frey im Schweizerischen Handelsamtsblatt nicht mehr als zeichnungsberechtigt aufgeführt. Dies markiert das Ende seiner offiziellen Prokura oder Geschäftsleitungsbefugnis, passend zu seiner Rolle als wissenschaftlicher Berater danach. Die gesichteten Quellen bestätigen keine explizite Austrittsnotiz vor diesem Zeitpunkt, was die AG-Gründung als Wendepunkt impliziert.
- ↑ Achtzig Jahre Lithographie, Kartographie 1852–1932: [Geographischer Karten-Verlag Bern, Kümmerly & Frey] Jubiläumsausstellung Bern, 23.Juli-24.August 1932
- ↑ Der Schweizer Geograph
- ↑ Paul Vosseler: 20 Jahre Schweizer Geograph. In Schweizer Geograph. 1-2,1943.S. 1.
- ↑ Hans Boesch: 125 Jahre Kümmerly & Frey und die Schweizer Geographie. In: Geographica Helvetica. Nr. 2, 1977, S. 97–98: „Nun hatte seit 1923 Kümmerly + Frey die kleine, regelmäßig erscheinende Zeitschrift Der Schweizer Geograph veröffentlicht, in der manch wertvoller Artikel erschienen ist. Die Herren Walter Kümmerly und Dr. Heinrich Frey sorgten sich immer besonders liebevoll um dieses im Vergleich mit anderen Erzeugnissen des Hauses unscheinbare Pflänzchen. […] Bei den […] Sondierungen nach aktiver Unterstützung der geplanten neuen Zeitschrift Geographica Helvetica fand man vorerst nur bei Kümmerly + Frey Verständnis. […] Kümmerly+Frey übernahm außerdem alle Arbeiten im Zusammenhang mit Druck, Buchhaltung und Versand, während die Gesellschaft die vom Verlag unabhängige Redaktion bestellte. […]“
- ↑ Ein Beitrag von H. Dieschi erschien auch in der Zeitung Der Bund, Band 83, Nummer 340, 24. Juli 1932: Kümmerly & Frey 80 jährig
- ↑ Guido Zeller: Fünfzig Jahre Verein Schweizerischer Lithographiebesitzer, Bern. S. 301–348.
- ↑ [S. 310:] Der VSLB übertrug sein Präsidium Herrn Dr. Heinrich Frey […] [S. 342:] Die Präsidenten des Vereins: […] Dr. Heinrich Frey (1918–1920)
- ↑ Kunsthalle Bern. In: https://www.e-rara.ch/. 1922, abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ a b Der Bund, Band 109, Nummer 28, 18. Januar 1958
- ↑ Der Bund, Band 108, Nummer 607, 30. Dezember 1957. Young Boys - Brunnen 8 : 0 […] wird für das verstorbene Ehrenmitglied der Young Boys, Dr. Heinrich Frey, eine Trauerminute eingeschaltet
- ↑ Der Bund, Band 104, Nummer 472, 10. Oktober 1953; Dr. phil. Heinrich Frey 75jährig […] Der Jubilar hatte aber auch Interessen auf kulturellem und sportlichem Gebiete. Er war u. a. […] langjähriger Präsident des Berner Sportklubs Young Boys.
- ↑ Todesanzeige
- ↑ a b Die Tochter Clemantine war in zweiter Ehe mit dem Pfarrer in Oberschöna Otto Woldemar Schwartze verheiratet, der am 10. September 1942 in Dresden starb.
- ↑ Der Bund, Band 99, Nummer 547, 22. November 1948 Ausgabe 02
- ↑ Geographica Helvetica 3, 1948, S. 445–446.
- ↑ Hans-Uli Feldmann und Urban Schertenleib: Kümmerly + Frey AG