Heilig Geist (Geistenbeck)

Heilig Geist ist eine römisch-katholische Filialkirche in Geistenbeck, einem Stadtteil im Bezirk Mönchengladbach Süd der Stadt Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Die Kirche wurde zwischen 1981 und 1983 nach Plänen von Heinrich Lennartz errichtet.

Geschichte

Geistenbeck gehörte ursprünglich, wie auch heute wieder zur Pfarre Odenkirchen. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung in den Orten Geistenbeck, Kohr, Reststrauch und Stappe erheblich an, sodass der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus aufkam. 1904 gründete sich schließlich ein Kirchbauverein zwecks Bau einer Kirche in Geistenbeck, der 1910 auch amtlich genehmigt wurde. Aufgrund des Ersten Weltkrieges verzögerte sich allerdings die weitere Planung.

Mit der Schenkung eines geeigneten Baugrundstückes durch August Reipen und die Eheleute Joseph Blum und Sophia Blum geb. Kükkes wurde der Bau der Kirche schließlich ermöglicht. Die Planung der Kirche lag in Händen des Architekten Joseph Hutmacher, Edmund Renard überarbeitete die Baupläne. 1923 wurde mit dem Bau begonnen, die Grundsteinlegung war am 22. Juli 1923. Die zunehmende Inflation erschwerte den Bau, jedoch konnte die neue Kirche 1925 fertiggestellt werden. Die Kirchweihe war am 5. Juli 1925. Zunächst wurde die Kirche noch von der Mutterpfarre St. Laurentius aus betreut, 1927 erfolgte die Erhebung zum Rektorat und mit dem Priester Franz Rixen erhielt Heilig Geist einen eigenen Geistlichen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche insbesondere bei Fliegerangriffen am 6. November 1944 und 26. Dezember 1944 schwer beschädigt. Die Schäden wurden anschließend nur notdürftig behoben. Im Verlauf der 1970er Jahre wurde die erst 50 Jahre alte Kirche zunehmend baufällig und daher ein vollständiger Abriss und Neubau beschlossen.

1981 wurde mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen, die Pläne dazu entwarf der Erkelenzer Architekt Heinrich Lennartz. Die Grundsteinlegung war am 12. September 1981, nach knapp zweijähriger Bauzeit war die neue Kirche fertiggestellt. Die feierliche Kirchweihe war am 27. Februar 1983. Die alte Kirche wurde anschließend abgerissen.

Zum 1. Oktober 1952 wurde Geistenbeck zur eigenständigen Pfarre erhoben, die zum 1. Januar 2010 wieder aufgelöst wurde. Seitdem gehört Geistenbeck wieder zur Pfarre Odenkirchen.[1]

Architektur und Ausstattung

Heilig Geist ist ein quadratischer Beton-Kalkstein-Bau mit einer vielfältig gegliederten Dachlandschaft und einem freistehenden Glockenturm in Formen der Moderne. Der Altarraum befindet sich in der Nordwestecke, gegenüber ist die Taufkapelle.

Orgel

Die Orgel hat 21 Register und eine elektrischen Traktur. Sie wurde 1956 von der Bonner Firma Johannes Klais Orgelbau gebaut.

Glocken

Die drei Bronzeglocken der Kirche wurden 1996 von der Eifeler Glockengießerei Hans Mark gegossen.

  • Die Johannesglocke, Schlagton fis', mit dem Bildnis Johannes des Täufers, trägt die Inschrift:
JOHANNES DER TÄUFER / BEREITET DEN WEG DES HERRN.
  • Die Marienglocke, Schlagton gis', mit dem Bildnis der Jungfrau Maria, hat die Inschrift:
HL. MARIA / BITTE FÜR UNS
  • Die Josefglocke, Schlagton h', mit dem Bildnis des Heiligen Josef, hat die Inschrift:
HL. JOSEF / HÖR UNS FLEHEN.[2]

Pfarrer

Folgende Priester wirkten als Rektor bzw. seit Pfarrerhebung 1952 bis zur Auflösung der Pfarre 2010 als Pfarrer an Heilig Geist[3]

  • 1927–1941: Franz Rixen
  • 1941–1949: Johannes Pottbeckers
  • 1949–1975: Matthias Ginster
  • 1975–2010: Johannes van der Vorst
Commons: Heilig Geist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Heilig Geist auf der Website der Pfarre St. Laurentius Odenkirchen

Einzelnachweise

  1. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 1094.
  2. Norbert Jachtmann: Glocken in der Region Mönchengladbach. o. J. S. 85–89.
  3. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 1094.

Koordinaten: 51° 9′ 4″ N, 6° 26′ 24,9″ O