Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim
FFH-Gebiet
„Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim“ | ||
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Morgendlicher Nebel im Wald, am Aalbäumle, Aalen, Ostalbkreis | ||
| Lage | Heidenheim an der Brenz, Königsbronn, Essingen, Oberkochen, Aalen Ostalbkreis Landkreis Heidenheim Baden-Württemberg, Deutschland | |
| Kennung | DE7226311 | |
| WDPA-ID | 555593022 | |
| Natura-2000-ID | DE7226311 | |
| FFH-Gebiet | 4700,1 | |
| Geographische Lage | 48° 47′ N, 10° 8′ O | |
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| Einrichtungsdatum | 30. Oktober 2018 | |
| Verwaltung | Regierungspräsidium Stuttgart | |
Das FFH-Gebiet Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim ist ein im Jahr 2018 durch das Regierungspräsidium Stuttgart nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) angemeldetes Schutzgebiet (Schutzgebietskennung DE-7517-341) in Baden-Württemberg. Mit Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 12. Oktober 2018 (in Kraft getreten am 11. Januar 2019), wurde das Schutzgebiet ausgewiesen.
Lage
Das 4700,1 Hektar große Schutzgebiet liegt zwischen Aalen und Heidenheim an der Brenz und gehört zu den Naturräumen Albuch und Härtsfeld und Östliches Albvorland. Es umfasst die Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim.
Das Gebiet erstreckt sich über die Markungen von fünf Städten und Gemeinden im Landkreis Heidenheim und im Ostalbkreis:
- Heidenheim an der Brenz: 893,023 ha = 19 %
- Königsbronn: 1034,0266 ha = 22 %
- Aalen: 1645,0424 ha = 35 %
- Essingen: 47,0012 ha = 1 %
- Oberkochen: 1081,0278 ha = 23 %
Beschreibung und Schutzzweck
Laut Steckbrief handelt es sich um das Kocher-Brenztal mit ausgedehnten Buchenwäldern auf Talhängen, Hangschultern, Kämmen und Hochebenen sowie den Waldrändern vorgelagerte Heiden und mit zahlreichen Höhlen.
Lebensraumklassen
(allgemeine Merkmale des Gebiets) (prozentualer Anteil der Gesamtfläche)
Angaben gemäß Standard-Datenbogen aus dem Amtsblatt der Europäischen Union
| N06 – Binnengewässer (stehend und fließend) | 1 % | |||
| N07 – Moore, Sümpfe, Uferbewuchs | 1 % | |||
| N08 – Heide, Gestrüpp, Macchia, Garrigue, Phrygana | 1 % | |||
| N09 – Trockenrasen, Steppen | 4 % | |||
| N10 – Feuchtes und mesophiles Grünland | 24 % | |||
| N15 – Anderes Ackerland | 3 % | |||
| N16 – Laubwald | 17 % | |||
| N17 – Nadelwald | 8 % | |||
| N19 – Mischwald | 38 % | |||
| N21 – Nicht-Waldgebiete mit hölzernen Pflanzen | 1 % | |||
| N22 – Binnenlandfelsen, Geröll- und Schutthalden, Sandflächen | 1 % | |||
| N23 – Sonstiges (Städte, Straßen, Deponien, Gruben, Industriegebiete) | 1 % | |||
Lebensraumtypen
Folgende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie kommen im Gebiet vor:
| EU Code |
Lebensraumtyp (offizielle Bezeichnung) | Kurzbezeichnung | Hektar |
|---|---|---|---|
| 3140 | Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer mit benthischer Vegetation aus Armleuchteralgen | Gewässer mit Armleuchteralgen | 0,01 |
| 3150 | Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions | Eutrophe Seen | 0,18 |
| 3260 | Dystrophe Seen und Teiche | Dystrophe Gewässer | 0,43 |
| 6110 | Lückige basophile oder Kalk-Pionierrasen (Alysso-Sedion albi) | Lückige basophile oder Kalk-Pionierrasen | 0,17 |
| 6430 | Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe | Feuchte Hochstaudenfluren | 0,01 |
| 6510 | Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) | Magere Flachland-Mähwiesen | 12,83 |
| 7220 | Kalktuffquellen (Cratoneurion) | Kalktuffquellen | 0,25 |
| 8160 | Kalkhaltige Schutthalden der collinen bis montanen Stufe Mitteleuropas | Kalkhaltige Schutthalden der collinen bis montanen Stufe | 0,12 |
| 8210 | Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation | Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation | 17,89 |
| 8310 | Nicht touristisch erschlossene Höhlen | Nicht touristisch erschlossene Höhlen | 0,29 |
| 9110 | Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) | Hainsimsen-Buchenwald | 415,30 |
| 9130 | Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) | Waldmeister-Buchenwald | 2944,40 |
| 9150 | Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald (Cephalanthero-Fagion) | Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald | 20,16 |
| 9180 | Schlucht- und Hangmischwälder Tilio-Acerion | Schlucht- und Hangmischwälder | 16,01 |
| 91E0 | Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) | Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior | 0,31 |
Zusammenhängende Schutzgebiete
Im Norden des FFH-Gebiets liegt das Naturschutzgebiet Volkmarsberg und im Süden des FFH-Gebiets grenzt das Naturschutzgebiet Brünneleswiesen an das FFH-Gebiet. Die Landschaftsschutzgebiete Albtrauf zwischen Unterkochen und Baiershofen, Tiefes Tal, Auffahrtsberg nördlich Itzelberg, Reute mit Umgebung, Teile der Hirschhalde und Laiberberges sowie Talhang nördlich der Vorderen Enggasse und Brenztalaue beim Brünneleskopf überschneiden sich mit dem FFH-Gebiet. Das Vogelschutzgebiet Albbuch überschneidet sich ebenfalls mit dem FFH-Gebiet.
Die flächenhaften Naturdenkmale Eiben im Fürsitz, Steinbruch Braunenbäumle, Baierstein, Steinbruch im Gewand Brand, Kanzelfels, Ursprungsfels, Hohler Stein, Rotstein-Felsen, Griebigensteinhöhle, Pflanzenstandort Pulverturm, Ursprung des Schwarzen Kochers, Kleiner Herwartstein mit Höhle Hessenloch, Großer Herwartstein, Felsen im „Kleinen Brenzel“, Gnannenloch, Säuhülbe, Borzelgrube, Kleines Wollenloch, Großes Wollenloch, Borzelloch, Brunnenhöhle und Feuerknochenschacht liegen im FFH-Gebiet. Der Bannwald Siebter Fuß und die Schonwälder Säuhülbe, Glashütte, Kocherursprung, Hitzingsweiler, Kuhstelle und St.Ulrichsholz befinden sich im FFH-Gebiet.
Siehe auch
Weblinks
Steckbrief des FFH-Gebietes Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim im Schutzgebietsverzeichnis der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
- Standarddatenbogen für das FFH-Gebiet „Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim“
- Managementplan für das FFH-Gebiet „Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim“
- Steckrief des Natura 2000 Gebiets 7226-311 Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim beim Bundesamt für Naturschutz