Härtsfeld (FFH-Gebiet)

FFH-Gebiet
„Härtsfeld“

Wacholderheiden und Kalkmagerrasen, naturnahe Kalkbuchenwälder und Steppenheiden prägen die Landschaft

Lage Kreis Heidenheim mit den Gemeinden Dischingen und Nattheim, Ostalbkreis mit den Gemeinden Aalen, Bopfingen, Lauchheim, Neresheim, Riesbürg, Westhausen, Baden-Württemberg, Deutschland
Kennung DE-7327-341
WDPA-ID 555521889
Natura-2000-ID DE7327341
FFH-Gebiet 336 km²
Geographische Lage 48° 45′ N, 10° 20′ O
Einrichtungsdatum 30. Oktober 2018
Verwaltung Regierungspräsidium Stuttgart
f6

Das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) Härtsfeld liegt im östlichsten Baden-Württemberg im Kreis Heidenheim und im Ostalbkreis. Es wird als abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit artenreichen Buchenwäldern, einem ausgedehnten Eichen-Hainbuchenwald im Südosten sowie Wacholderheiden entlang der Waldsäume beschrieben. Das Gebiet gehört zum länderübergreifenden Netz besonderer Schutzgebiete Natura 2000 der Europäischen Union (EU). Dieses hat den Erhalt der biologischen Vielfalt zum Ziel und soll dem anhaltenden Rückgang von wildlebenden Arten und ihrer natürlichen Lebensräume entgegenwirken. Das 2018 im Landesrecht festgeschriebene Gebiet beherbergt 19 Lebensraumtypen, 11 Naturschutzgebiete (NSG), zahlreiche Naturdenkmale und Geotope mit dem einzigen Steinbruch des Meteoriten-Gesteins Suevit in Baden-Württemberg und die stärkste für die Trinkwasserversorgung verwendete Quelle der Schwäbischen Alb. Die in den Roten Listen Deutschlands als stark gefährdet ausgewiesenen Europäischen Biber, die Fledermausart Großes Mausohr, die Gelbbauchunke, der Nördliche Kammmolch, der Juchtenkäfer, die Zierliche Tellerschnecke, die Schmale Windelschnecke und der Gelbe Frauenschuh finden sich im Schutzgebiet und werden mit individuellen Maßnahmen gehegt. In einem der Naturschutzgebiete ist einer der wenigen Wuchsorte des Bleichen Schöterichs in Baden-Württemberg. Der vom Aussterben bedroht eingestufte Braune Eichen-Zipfelfalter hat hier seinen flächenmäßig größten Standort in Baden-Württemberg.

Beschreibung

Das Härtsfeld wird häufig als „Hartes Feld“ interpretiert, da hier das Klima rau, die Böden karg, die Menschen verschlossen und die Wirtschaft besonders strukturschwach ist.[1] Das FFH-Gebiet ist mit seinen vielen verstreuten Teilgebieten kein geschlossenes und einheitliches Gebiet, sondern umfasst die Landschaftsteile im östlichsten Teil Baden-Württembergs vom Albtrauf im Norden mit Riesrand über die Albhochfläche bis hin zum beginnenden Abfall zur Donau hin. Auffällig ist die große Vielfalt an Strukturen und Arten, was in der Zahl von 19 Lebensraumtypen zum Ausdruck kommt. Der überwiegende Flächenanteil im Offenland ist in Privatbesitz. Die Magerrasen und Wacholderheiden sind im Besitz der betreffenden Kommunen.[2][2.1]

Geschichte

Im Februar 2012 beauftragte das Regierungspräsidium Stuttgart (Referat 56 Naturschutz und Landschaftspflege) die Bietergemeinschaft Arbeitskreis Naturschutz und Karte (ANUK) mit der Erarbeitung des Managementplans (MaP). Die Geländearbeiten zur Erfassung und Bewertung der Lebensraumtypen im Offenland und der Arten fanden von April bis Oktober 2012 statt. Der Managementplan wurde unter Beteiligung der Öffentlichkeit erarbeitet, um örtlich vorhandenes Wissen zu nutzen oder frühzeitig Probleme bei der späteren Umsetzung des Planes zu erkennen. Am 3. April 2012 fand die Auftaktveranstaltung für den Managementplan in Neresheim statt. Hierzu waren Vertreter der beteiligten Kommunen, der örtlichen Naturschutz- und Sportverbände, der Land- und Forstwirtschaft sowie Vertreter weiterer Behörden, die in das Verfahren eingebunden sind, eingeladen. Für jeden MaP wurde während der Planungsphase ein Beirat eingerichtet, der die unterschiedlichen Nutzer- und Interessengruppen vertritt. Der Beirat unterstützt die Erstellung eines jeden Managementplans und berät bei der konkreten Planung der Maßnahmen. Verschiedene Anregungen wurden in den vorliegenden Plan eingearbeitet. Die Beiratssitzung fand am 16. Juli 2013 in Bopfingen statt, der Plan wurde im Herbst 2013 öffentlich ausgelegt. Für die Bewirtschafter fanden im Herbst 2013 zwei Informationstermine statt.[2.2]

Geographie

Lage

Das Gebiet liegt an der östlichen Hochfläche der Schwäbischen Alb in den Kreisen Heidenheim mit den Gemeinden Dischingen, Heidenheim an der Brenz und Nattheim sowie im Ostalbkreis mit den Gemeinden Aalen, Bopfingen, Lauchheim, Neresheim, Riesbürg und Westhausen in Höhenlagen von 454 m ü. NHN bis 667 m ü. NHN. Nach Südosten bei Kösingen und Hohlenstein dacht sich die Albplatte ab bis auf 550 m ü. NHN.[1]

Naturräumliche Gliederung

Gemäß dem Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands gehört das Härtsfeld zum Naturraum 096 Albuch und Härtsfeld. Es wird naturräumlich in fünf Teileinheiten gegliedert.[3][4]

Der Osten der Schwäbischen Alb wird in zwei Bodengroßlandschaften (BGL) unterteilt. Die BGL Albuch und Härtsfeld (Östliche Alb, Ostalb) im Norden wird von der südlich anschließenden Südöstlichen Alb unterschieden. Als ungefähre Grenze wurde die zwischen der Kuppenalb im Norden und der Flächenalb im Süden, von Lonsee über Altheim (Alb) nach Herbrechtingen, verlaufende Klifflinie herangezogen. Die Albhochflächen von Albuch im Westen und Härtsfeld im Osten werden durch den Talzug von Kocher und Brenz getrennt. Zur BGL Albuch und Härtsfeld gehört neben dem Steinheimer Becken auch der württembergische Teil der in der naturräumlichen Gliederung Deutschlands als eigene Haupteinheit ausgewiesenen Riesalb, die, ganz im Osten, bei Dischingen, an der Grenze zu Bayern noch einen kleinen Raum einnimmt. Auch die aus Oberjuragestein aufgebauten Gipfel- und Hangbereiche der vor dem Albtrauf gelegenen Zeugenberge wurden noch der Bodengroßlandschaft zugerechnet.[5]

Klima

Subkontinental geprägtes Klima (Cfb[6] nach Köppen/Geiger) prägt die Region. Nach Süden nehmen die jährlichen Niederschlagsmengen – bedingt durch einen Lee-Effekt der Abdachung – kontinuierlich auf 800–900 mm ab. Bei Dischingen, Ballmertshofen und Demmingen betragen die mittleren Jahresniederschläge z. T. weniger als 750 mm. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt bei Neresheim und Dischingen etwa 8,5 °C. Die jährliche klimatische Wasserbilanz nimmt nach Süden und Osten auf +400 bis +500 mm ab. Auf der Riesalb östlich von Neresheim und bei Dischingen sind es +300 bis +400 mm; bei Demmingen und Ballmertshofen liegen die Werte unter +300 mm. Eine Wetterwarte für das Gebiet liegt bei Neresheim in 552 m NN. Hier werden seit 1995 die Klimadaten erfasst und aufbereitet. Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes liegen neben Neresheim für Dischingen vor. Die Jahresmitteltemperatur liegt zwischen 6 ° bis 8 °C und der mittlere Jahresniederschlag bei 700 bis 800 mm. Bestimmender Faktor für die Vegetation ist das Kleinklima. Die Südhänge heizen wesentlich stärker auf als die Umgebung und apern im Winter schneller aus. Dies gilt insbesondere für die südexponierten Felsen.[2.1]

Neresheim (Stations-Id 15109) Vieljährige Mittelwerte 1991–2020
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Niederschlag (mm) 61,0 48,0 59,0 46,0 80,0 78,0 88,0 78,0 57,0 61,0 60,0 70,0 Σ 786


Dischingen/Egau (Stations-Id 993) Vieljährige Mittelwerte 1991–2020
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Niederschlag (mm) 58,6 45,0 58,7 43,8 73,8 76,9 84,6 77,5 55,5 58,7 57,5 65,2 Σ 755,8

Geologie

Einheiten und Gesteine

Die Geologische Übersichtskarte 1:300.000 des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB)[9] stellt folgende Einheiten dar:

  • Liegende Bankkalk-, Zementmergel- und Hangende Bankkalk-Formation (Jura)
  • Bunte Trümmermassen (Impaktgesteine)
  • Lösssediment (lokal Abschwemmmassen) (Quartär)
  • Ries-Suevit (Impaktgesteine)

Das FFH-Gebiet wird in der Hauptsache von Weißjuraschichten der Mergelstetten-Formation (Oberjura vor etwa 163,5 bis 145 Millionen Jahren) mit gebanktem Kalkmergelstein bis Kalkstein im tieferen Teil mit Brekzienlagen aufgebaut.[10] Örtlich sind sie von Trümmermassen des Meteoriteneinschlags – einer Kristallinbrekzie mit Merkmalen einer Stoßwellenmetamorphose – überlagert.[11] Verbreitet sind die Hochflächen von Bildungen des Tertiärs überlagert. Vermutlich ab der Oberkreide und während des Alttertiärs bildete sich im Bereich der Schwäbischen Alb unter tropischen Klimabedingungen ein ausgedehntes Flachrelief heraus, das von einer mächtigen Verwitterungsdecke überzogen war. Bei den wenigen noch erhaltenen Bildungen aus umgelagertem, kaolinitischem Bodenmaterial, den Bohnerztonen, handelt es sich um oft rotbraune bis ockergelbe, tonige Substrate, die in wechselndem Maße Eisenkonkretionen (Bohnerze) führen. Oft enthalten sie Beimengungen von Quarzsand, der eine hohe Verwitterungsintensität aufweist. Etwas größere Vorkommen liegen in der Umgebung von Ober- und Unteriffingen. Durch den historischen Bohnerzabbau ist das Gelände im Bereich dieser Vorkommen stark anthropogen überprägt.[12]

Geotope

Die Geotope sind im Geotop-Kataster Baden-Württemberg dokumentiert[13] und umfassen Steinbrüche, Aufschlüsse, Gruben, Bergrücken, Quellen, Dolinen, Felsgruppen, Baumgruppen und Höhlen.

Geomorphologie

Die Hochflächen zeigen ein deutlich flacheres und ausgeglicheneres Relief als der Kuppenalb-Bereich. Dies hat mit dem Altflächencharakter der geringeren Zertalung und der Verschüttung mit tertiärem Feuersteinlehm zu tun. Am ausgeprägtesten ist dieser Relieftyp im Nordwesten des Härtsfelds, während im übrigen Gebiet eine flachkuppige Landschaft mit verzweigten, im Westen zu Brenz und Lone, im Osten zur Egau gerichteten Trockentalsystemen vorherrscht. Ganz im Osten und Südosten, wo die Albhochfläche durch miozäne Riesauswurfmassen überprägt wurde, ist ein flachwelliges bis kuppiges Hügelland ausgebildet.[14] Der Ipf ist ein Zeugenberg der Schwäbischen Alb des Unteren Oberjura,[15] benachbart liegt der kleinere Berg Schnittbühl, der eine paraautochthone Scholle in der Kraterrandzone ist. Die Trockentäler Dossinger Tal, Ohmenheimer Tal, Nördlinger Tal und Krätzental im Einzugsbereich der nach Süden entwässernden Egau zeigen die Verkarstung an, und die offenen Hänge und Kuppen mit landwirtschaftlicher Nutzung deuten auf Kalkverwitterungslehme hin. Im Wald zwischen Unterriffingen und Dorfmerkingen treten eine Reihe von Quellen im sonst meist quellenarmen Gebiet aus. Dies liegt an Resten der alten Lehmdecke.[1]

Böden

Im flächenmäßig dominierenden Waldmeister-Buchenwald (LRT 9130) beherrschen tief entwickelte Parabraunerden, bei denen Tonminerale und Eisenoxide entlang von Makroporen mit dem Sickerwasser in den Unterboden verlagert werden, den Untergrund. Örtlich findet sich unter Stauwassereinfluss Pseudovergleyung und mit Bohnerzen vergesellschaftete Terra-fusca-Parabraunerde. Das Ausgangsmaterial sind lösslehmreiche Fließerden und Lösslehm, zum Teil über periglazial umgelagertem Rückstandston der Karbonatgesteinsverwitterung.[16] Im Hainsimsen-Buchenwald (LRT 9110) findet sich Braunerde-Pelosol auf lösslehmhaltiger Fließerde mit Pseudogley-Braunerde als Begleitboden.[17] Kaum Unterschiede weisen die Böden im Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald (LRT 9160) auf: hier finden sich Pelosol, Braunerde-Pelosol, Pseudogley-Braunerde-Pelosol, Pseudogley-Pelosol, Pelosol-Braunerde und Pelosol-Parabraunerde. Die Böden sind meist mittel und mäßig tief entwickelt.[18] Kalkmagerrasen wie südlich von Katzenstein (LRT 6210) gründet auf Böden mit geringer Mächtigkeit wie der Rendzina, der Terra fusca-Rendzina und Braunerde-Rendzina. Die Böden sind flach bis mittel tief entwickelt.[19] Ähnliche Verhältnisse begründen die Kalktrockenrasen (LRT 5130) auf mittel bis stark humoser Pararendzina und Rendzina.[20] Magere Flachland-Mähwiesen (LRT 6510) können in ebenen bis schwach geneigten Talsohlen der Egau und kleinerer Nebenbäche im Nördlinger Ries auf kalkhaltigem Braunem Auenboden-Auengley und Auengley-Brauner Auenboden gründen.[21]

Flora und Fauna

Arten von gemeinschaftlichem Interesse und Maßnahmen zur Bestandsentwicklung

Arten von gemeinschaftlichem Interesse gehören zu den im Anhang II der FFH-Richtlinie aufgelisteten Arten, für die nach den Gesetzen der Europäischen Union besondere Schutzgebiete eingerichtet werden müssen. Den Biber (Castor fiber) findet man an und in den Zu- und Abläufen des Härtsfeldsees. Der Kammmolch (Triturus cristatus) wurde ausschließlich in einem Waldgebiet nordwestlich von Oberriffingen aufgefunden.[22]

Großes Mausohr

Das Große Mausohr (Myotis myotis) ist im gesamten Gebiet aufzufinden. Wartung und Kontrolle der Fledermaus-Winterquartiere sowie eine regelmäßige Überprüfung der Einflugöffnungen und der Höhlentore sollten im Spätsommer erfolgen, damit eventuelle Reparaturen noch vor der Winterschlafperiode durchgeführt werden können. Die Bestandsentwicklung der Fledermausarten sollte regelmäßig erfasst werden. Bei geplanten Bau- und Sanierungsmaßnahmen in den Wochenstubenquartieren sollte der Umbau baubiologisch begleitet werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der genutzte Ein- und Ausflug strukturell nicht verändert wird.[23]

Gelbbauchunke

Die Gelbbauchunke (Bombina variegata) lebt ausschließlich nördlich von Schloss Duttenstein. In ihren Lebensstätten muss zur Erhaltung und Sicherung der vorhandenen Population eine Mindestzahl an geeigneten Laichgewässern zur Verfügung stehen. Von Bedeutung ist die Erhaltung von Kleingewässern in Fahrspuren / Rückegassen, die möglichst unverfüllt und unbefestigt bleiben sollten. Falls diese verfüllt werden, so wird empfohlen, maschinell Ersatz-Laichgewässer zu schaffen. Da der Pioniercharakter schnell verloren geht, sollten alle zwei Jahre entsprechende Gewässer neu angelegt werden, wobei mehrere Bereiche alternierend genutzt werden sollten. Im Rahmen von Wegebaumaßnahmen im Wald können Kleingewässer gezielt angelegt werden, sei es maschinell oder von Hand. Denkbar ist die Schaffung von Gumpen an tiefliegenden Stellen von Gräben, wo sich das Wasser sammeln kann.[24] Gezieltes Befahren mit schweren Fahrzeugen sollte im April durchgeführt werden, da sonst die Gefahr bestehen kann, dass Frühlaicher (Grasfrosch, Bergmolch) die Gewässer noch vor der Gelbbauchunke besiedeln. Zudem sinkt die Attraktivität der Laichgewässer mit zunehmendem Alter des Gewässers rasch. Ein ausreichendes Lichtregime muss gewährleistet sein, so dass sich die Anlage der Pioniergewässer in schütteren Laubwäldern oder am Rand der Waldlichtungen anbietet.[25]

Eremit

In einem heute isolierten Vorkommen inmitten von 300 Jahre alte Eichen ist im Schlosspark Duttenstein der Juchtenkäfer (Osmoderma eremita) zu finden. Die Erhaltung des aktuellen Bestands an Brut- und Verdachtsbäumen, die Aufrechterhaltung der vorrangig jagdlichen Nutzung und des aktuellen Wildstands, der durch Verbissdruck die Alteichen bedrängende Sukzession unterbindet sowie die Erhaltung der Brutbaumnachhaltigkeit durch gezielte Förderung großkroniger Eichen und deren kontinuierliche Nachpflanzung und natürliche Verjüngung sind die wesentlichen Maßnahmen zum Erhalt.[26]

Zierliche Tellerschnecke

Der Lebensraum der Zierlichen Tellerschnecke (Anisus vorticulus) nördlich von Hofen soll an einem anhaltend wasserführenden Gewässer ausgedehnt werden. Dazu wurden Tümpel und weitere Gewässer angelegt.[27]

Schmale Windelschnecke

Die größte und individuenreichste Population der Schmalen Windelschnecke (Vertigo angustior) liegt im Saugel westlich von Utzmemmingen. Hier sind tiefliegende Seggenriede in einem guten Erhaltungszustand und werden mit Galloway-Rindern beweidet. Diese Beweidung kann fortgesetzt werden, sofern die Beweidungszeiten kurz sind und die Flächen nicht zu stark zertreten werden. Sobald Gehölze oder Nährstoffzeiger einwandern, sollte der Erhalt über eine ergänzende Mahd mit Abräumen gewährleistet werden. Die angrenzenden Gebietsteile sind stark verfilzt mit Eutrophierungszeigern. Zum Erhalt der Windelschnecke sollte eine Pflege aufgenommen werden. Eine Mahd mit Abräumen im Juni für wenige Jahre führt zu einem Nährstoffentzug der mit Brennnessel und Acker-Kratzdistel durchsetzten Flächen. Es wird empfohlen, ergänzend eine herbstliche Mahd im dreijährigen Turnus durchzuführen. Sobald die Fläche strukturell optimiert ist, kann die sommerliche Mahd unterbleiben. Dabei sollte ein Teil des Mähgutes als Mulchschicht in der Fläche verbleiben, um ein geeignetes Habitat für die in der Streuschicht lebende und sich von Detritus ernährende Art zu erhalten. Die Höhe des Mähwerkes ist auf mindestens 10 cm über Boden einzustellen. Sofern die Aufwuchsmasse gering ist, kann eine Mulchmahd erfolgen.[28] Zur Aufwertung des Erhaltungszustandes der Lebensstätte in Zöschingen wird vorgeschlagen, die Drainagen am oberhalb liegenden Hangbereich zu schließen und die Grünlandnutzung zu extensivieren. Die Extensivierung sollte in den ersten Jahren eine Bewirtschaftung ohne Düngung beinhalten, nach einer Ausmagerungsphase eventuell eine Düngung im Rahmen der Erhaltungsdüngung. Damit kann die Lebensstätte der Schmalen Windelschecke deutlich aufgewertet werden, und es ist damit zu rechnen, dass die Lebensstätte in umliegende Flächen ausgedehnt wird. Gleichzeitig können sich an dem Hangbereich infolge der Extensivierung wieder Magere Flachland-Mähwiesen entwickeln. Die Ausgangssituation ist günstig, da hier noch artenreiche Wiesenbestände im Umfeld vorhanden sind.[29]

Gelber Frauenschuh

Gelben Frauenschuh (Cypripedium calceolus) gibt es nur im Auertal nördlich von Dischingen. Aufgrund der Empfindlichkeit seiner Standorte sind Maßnahmen zur Lichtsteuerung durch Auslichten zu dichten Unterstandes und der Strauchschicht an geeigneten Stellen ebenso erforderlich wie der Schutz vor Wildverbiss. Dafür sind Schutzzäune zu erhalten oder neu anzulegen.[30] Eine Beweidung könnte analog zu anderen Gegenden durch Schafe, Esel und Rotes Höhenvieh erfolgen. Es darf nicht zu rigoros vorgegangen werden, da Halbschatten benötigt wird. Ohne Bewirtschaftung würde sich der Buchenwald durchsetzen.[31]

Wirbellose

Zwischen 1998 und 2008 wurde eine umfassende Bestandserhebung der Tagfalter (86 Arten), Heuschrecken (40 Arten) und Widderchen (13 Arten) durchgeführt, bei der die meisten Biotope berücksichtigt wurden. Unter den Tagfaltern sind dabei Brauner Eichen-Zipfelfalter (Satyrium ilicis), Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) und Gelbringfalter (Lopinga achine) neu aufgefunden worden. Darunter dürfte der wie die anderen beiden Arten als vom Aussterben bedroht eingestufte Braune Eichen-Zipfelfalter im Osten des Kreises Heidenheim und dem nördlich angrenzenden Gebiet das derzeit flächenmäßig größte bekannte Vorkommen in Baden-Württemberg aufweisen. Von Demmingen im Südosten des FFH-Gebietes kommt der Falter vereinzelt bis etwa Steinweiler und Großkuchen im Westen vor. Erfreulich sind Wiederfunde des Platterbsen-Widderchens (Zygaena osterodensis) und des Ampfer-Grünwidderchens (Adscita statices) in den Pfeifengraswiesen (LRT 6410) bei Hofen. Allerdings sind alle genannten Arten durch negative Veränderungen in den Habitaten stark bedroht, so insbesondere durch das Zuwachsen von Kahlschlags- und Windwurfflächen, die Eutrophierung sowie dichte Aufforstung ehemals lichter Bestände. Die stärksten Rückgänge haben Arten magerer, niedrigwüchsiger und lückiger Bestände zu verzeichnen wie etwa Gestreifter Grasbär (Spiris striata), Ockerbindiger Samtfalter (Hipparchia semele), Berghexe (Charzara briseis), Schwarzbrauner Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus serratulae) und Sonnenröschen-Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus alveus). Hier wirkt sich die starke Vergrasung durch die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) und zunehmend Gewöhnlicher Glatthafer (Arrhenaterum elatius) infolge von Eutrophierung und stark rückläufiger Beweidung zunehmend negativ aus. In einem Streifen zwischen Dunstelkingen und Ballmertshofen hat sich auf einer Rodungsfläche eine artenreiche Falterbiozönose erhalten. So sind von Mitte Juni bis Juli Schillerfalter (Apatura iris und A. ilia), Kleine Eisvögel (Limenitis camilla), Weißbindige Wiesenvögelchen (Coenonympha arcania), Platterbsen-Widderchen, Wegerichbären (Parasemia plantaginis), Gras-Glucken (Euthrix potatoria), das Silbereulchen (Deltote bankiana) und andere anzutreffen. Im Mai sind die Gespinste der auf der Alb sonst seltenen Rötlichen Kätzcheneule (Orthosia miniosa) an Eichen häufig. In der oben erwähnten Pfeifengraswiese bei Hofen ist ein sehr abundantes Vorkommen der Kurzflügeligen Beißschrecke (Metrioptera brachyptera) zu nennen. In den Feuchtwiesen bei der Landeswasserversorgung südlich von Dischingen findet sich eine der interessantesten Heuschreckenfauna aller Feuchtgebiete des Kreises Heidenheim. So kommen Sumpfschrecke (Stetophyma grossum), Wiesen- (Chorthippus dorsatus) und Sumpfgrashüpfer (Chorthippus montanus), Große Goldschrecke (Chrysochraon dispar), Säbel- (Tetrix subulata) und Gemeine Dornschrecke (Tetrix undulata) vor. Die Einwanderung der Gemeinen Sichelschrecke (Phaneroptera falcata) steht im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung.[32]

Wisente zur Offenhaltung der Kulturlandschaft

Im Waldgebiet Buchhalde wurden Ende 2022 auf einer 35 ha großen Weide Wisente angesiedelt.[33] Die Fähigkeit, sowohl Grasland- als auch Waldökosysteme zu nutzen, macht den Wisent (Bos bonasus) besonders geeignet für ganzjährige Weideprojekte, bei denen es aus Naturschutzgründen wichtig ist, die Verbuschung zu reduzieren. Der Wisent ist in der Lage, Bäume weitgehend zu entrinden und zeigt Vorlieben für bestimmte Baumarten wie Sal-Weide (Salix caprea), Linde (Tilia) und Vogelbeere (Sorbus aucuparia).[34]

Lebensraumtypen (LRT)

Süßwasserlebensräume

Natürliche nährstoffreiche Seen (LRT 3150)

Fünf der insgesamt sieben natürlichen, eutrophen Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions (Laichkrautgewächse) oder Hydrocharitions (Froschbiss) zählen zu den Egau-Teichen südlich der Steinmühle bei den Härtsfeldwerken (Biotopnummer: 172281364916, Fläche: 1,5315 ha). An allen fünf Teichen sind Röhrichtzonen entlang der Ufer ausgebildet. Während an den beiden nördlichen Gewässern die Uferlinie fast durchgehend von Röhrichten eingenommen wird, sind an den drei südlichen Teichen nur kleinere Ufer-Schilfröhrichte ausgebildet. Am nördlichen Gewässer wechseln sich Schilf- und Rohrglanzgras-Röhrichte ab. Die Teiche sind Teil des Einzugsgebiets der Landeswasserversorgung Egau und dienen als Rückhaltebecken. Sie sind durch die Wasserentnahme stark beeinflusst. Die Uferlinie ist zwar relativ flach, jedoch haben sich nur stellenweise kleinflächige typische Ufergebüsche aus Korb- und Silberweiden gebildet. 2015 wurden der stark gefährdete Österreichische Ehrenpreis (Veronica austriaca s. str) und der gefährdete Tannenwedel (Hippuris vulgaris) kartiert.[35]

Fließgewässer mit flutender Wasservegetation (LRT 3260)

Dieser Lebensraumtyp mit flutender Wasserpflanzenvegetation oder flutenden Wassermoosen findet sich im FFH-Gebiet an der Gallusmühle (Bild) und südlich von Duttenstein. Bei der im Foto dargestellten, nur temporär Wasser führenden, begradigten und teils durch Sohlen- und Uferverbauungen befestigten Egau südöstlich von Neresheim im Biotop „Rohrglanzgras-Röhricht“ findet sich ein durchgehender, zwischen ein und zwei Meter breiter, Streifen mit Rohrglanzgras-Röhricht. An der Uferoberkante stocken in großem Abstand hohe Hybridpappeln und einzelne Purpur- oder Silberweiden. Neben dem Rohrglanzgras tritt im Bachbett stellenweise Brunnenkresse (Nasturtium officinale), Bachbunge (Veronica beccabunga), Weißes Straußgras (Agrostis stolonifera) oder Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum) hinzu.[36]

Hartlaubgebüsche

Juniperus communis-Formationen auf Zwergstrauchheiden oder Kalktrockenrasen (LRT 5130)

Der Wacholder (Juniperus communis) ist auf einer Fläche von 173,9 Hektar und einem Flächenanteil von 5,2 % kennzeichnend für Formationen auf Zwergstrauchheiden oder Kalk-Halbtrockenrasen. Wacholderheiden bilden alte, gewachsene Vegetationskomplexe mit Felsen, Kalkschutthalden und Kalkpionierrasen. Die Wacholder würden sich ohne Pflege in allen Gebietsteilen reich verjüngen. Eine nennenswerte Streuauflage fehlt dank regelmäßiger Beweidung. Die lebensraumtypische Vegetationsstruktur ist in der Mehrzahl der Flächen gut ausgeprägt oder eingeschränkt vorhanden. Die größten Wacholderheiden im FFH-Gebiet sind: Gromberger Heide zwischen Lauchheim und Röttingen, Tonnenberg, Käsbühl, Karkstein, Hinterer und Vorderer Fohbühl bei Bopfingen-Oberdorf, Beiberg und Ipf bei Bopfingen, Kapf bei Bopfingen-Trochtelfingen, Dellenhäule südlich Beuren, Buchhalde bei Großkuchen, Wacholderheiden beim Kuchener Tal, Wacholderheiden Auern und Zwing südlich Neresheim, Teile des Fliegenbergs, Wacholderheiden nördlich Fleinheim. Die ältesten und beeindruckendsten Wacholder liegen am Kehlberg (Fluertshäuser Hof).[2.3]

Natürliches und naturnahes Grasland

Lückige basophile oder Kalk-Pionierrasen (Alysso-Sedion albi) (LRT 6110)

Zum Lebensraumtyp gehören lückige Kalk-Pionierrasen auf Felskuppen, Felsschutt und Felsbändern. Sie wachsen auf feinerdearmen Rohböden auf Kalk- und Gipsfels und werden meist von einjährigen oder dickblättrigen Arten wie Badener Rispengras (Poa badensis Haenke ex Willd.), Wimper-Perlgras (Melica ciliata) oder verschiedenen Mauerpfeffer-Arten beherrscht.

Naturnahe Kalktrockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia) (LRT 6210)

Ein prioritärer Kalkmagerrasen befindet sich südlich von Katzenstein im Naturschutzgebiet Fliegenberg-Kahlhof (Biotopnummer: 172281350052, Fläche: 5,77 ha). Auf steilen, west- und südexponierten Hangabschnitten des Egautales liegt ein durch Wanderschäferei gut gepflegter Kalkmagerrasen mit randlich stockenden Hecken und Gebüschen trocken-warmer Standorte. Der Kalkmagerrasen ist kurzgefressen und sehr mager ausgebildet. Die unteren Hangabschnitte sind stark ausgeapert, steinig, scherbig, mergelig, mit nur schwach deckender Vegetation. Hier befinden sich Bestände von Spatzenzunge (Thymelaea passerina), Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium) und Deutschem Enzian (Gentianella germanica). Auch auf den oberen Hangabschnitten mit stärkerer Deckung gibt es nur relativ wenige Gräser. Es herrschen kleinwüchsige Rosettenpflanzen wie Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella) und Skabiose (Centaurea scabiosa) vor. Das Feldgehölz ist von Feldahorn (Acer campestre) und Schlehe (Prunus spinosa) dominiert.[38]

Pfeifengraswiesen (LRT 6410)

Eine aufgelassene Streuwiese mit Fichtensolitären und -gruppen sowie randlich aufgelassenen Gräben findet sich nördlich von Hofen im Gewann Reute (Biotopnummer: 272281352273, Fläche: 0,0001 ha) und repräsentiert diesen Lebensraumtyp im FFH-Gebiet. Als stark gefährdete Pflanze wurde 2007 dort der Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe) kartiert.[39]

Feuchte Hochstaudenfluren (LRT 6430)

Der Rostelbach zwischen Fleinheim und Zöschingen (Biotopnummer: 173271356089, Fläche: 0,3977 ha) steht exemplarisch für diesen Lebensraumtyp im FFH-Gebiet. Es ist ein leicht schlängelnder, ganzjährig fließender Bachlauf. Das Gewässer ist etwa 1,00 bis 1,20 m breit und liegt etwa 0,40 bis 1,00 m unter Geländeniveau. Im Bachbett finden sich stellenweise Brunnenkresse (Nasturtium officinale) und Wasserminze (Mentha aquatica). Auf etwa 40 % der Länge findet sich dichtes Auengebüsch mit Grauweiden. Dazwischen gibt es Hochstaudenflur, zum Teil mit Großseggen und Brennesseln. Eine frühere Kartierung meldete den Neuntöter (Lanius collurio).[40]

Magere Flachland-Mähwiesen (LRT 6510)

Zum Lebensraumtyp gehören artenreiche, extensive Mähwiesen des Flach- und Hügellandes. Die Wiesen sind blütenreich und wenig gedüngt und werden nicht vor der Hauptblütezeit der Gräser gemäht. Neben frischen bis feuchten Untertypen mit dem Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) gibt es trockene Ausbildungen wie die Salbei-Glatthaferwiese beispielsweise westlich der Sägmühle (Biotopnummer: 372281350002, Fläche: 1,2498 ha). In dieser mageren, niederwüchsigen und kräuterreichen Flachland-Mähwiese kommen Nährstoffzeiger (Kerbel, Bärenklau) in höheren Anteilen vor. Die Margerite tritt häufig und teilweise in hohen Dichten auf. Bereichsweise ist der Huflattich zu finden. In der Fläche sind Hexenringe (Pilze) ausgeprägt. Sie hat eine typische Wiesenstruktur und wird im Herbst mit Schafen beweidet.[41]

Hoch- und Niedermoore

Kalktuffquellen (Cratoneurion) (LRT 7220)

Kalktuffquellen sind in zwei Erfassungseinheiten mit 5 Teilflächen erfasst worden. Einer liegt im Norden des Gebiets beim Egerursprung westlich von Aufhausen und einer im Wald bei Härtsfeldhausen. Die Kalktuffquellen liegen innerhalb eines naturnahen Schluchtwaldes (LRT 9180) und eines Erlen-Eschenwaldes (LRT 91E0) und unterliegen keinen Störungen. Charakteristische Art ist das Veränderliche Starknervmoos (Cratoneuron commutatum).[2.4]

Kalkreiche Niedermoore (LRT 7230)

Dieser Lebensraumtyp findet sich im FFH-Gebiet ausschließlich in Form einer Nasswiese mit Grauweidengebüsch auf dem sumpfigen Talgrund des Rostelbachs zwischen Fleinheim und Zöschingen (Biotopnummer: 173271356001, Fläche: 0,3568 ha). Die Naßwiese ist von niedriger bis mittlerer Höhe – Gräser und Stauden sind etwa gleich stark vertreten. Die Wiese selbst ist gehölzfrei. Westlich ihres Zentrums befindet sich eine Gruppe von Trollblumen (Trollius).[42]

Felsige Lebensräume und Höhlen

Kalkhaltige Schutthalden der collinen bis montanen Stufe Mitteleuropa (LRT 8160)

Dieser Lebensraumtyp findet sich im FFH-Gebiet ausschließlich in einem Trockental zwischen Dorfmerkingen und Dossingen (Biotopnummer: 172271364805, Fläche: 0,7843 ha). Unterhalb des zentralen großen Felsens hat sich eine natürliche Gesteinshalde gebildet, auf der lückig Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) und Ruprechtskraut (Geranium robertianum) wachsen. Am Fuß des Felsens befindet sich eine Kleinhöhle mit etwa 1 m Tiefe und einer Öffnung von 0,5 × 1 m. Als gefährdete Pflanzen wurden hier Alpen-Pippau (Crepis alpestris), Echte Kugelblume (Globularia bisnagarica) sowie Trauben-Gamander (Teucrium botrys) kartiert.[43]

Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation (LRT 8210)

Einer dieser Felsen findet sich im NSG Steinbruchterrassen im Egautal (Biotopnummer: 272281352225). Die nordwestlich exponierte, durch Abbau entstandene, beschattete Felswand mit zahlreichen Klüften ist bis zur Oberkante nahezu vegetationsfrei. Eine Kluft bildet mit einem etwa 2 m hohen und 0,5 m breiten Eingang eine Höhle. Diese verengt sich rasch, so dass nach etwa 2 m Tiefe nur noch ein Spalt weiterführt. Unterhalb der Felswand liegt, teilweise bemooster, Blockschutt. An Vegetation finden sich unter anderen Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Mauerraute (Asplenium ruta-muraria), Schöllkraut (Chelidonium majus), Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba), Goldnessel (Galeobdolon luteum) und Wald-Labkraut (Galium sylvaticum).[44]

Nicht touristisch erschlossene Höhlen (LRT 8310)

Vier von insgesamt acht Höhlen finden sich im Krätzental nördlich von Großkuchen (Biotopnummer: 272271367716). Die Höhleneingänge sind mit Moosen und Flechten bewachsen. Die Höhlen sind in der Höhlenkartierung unter Hohler Stein Höhle (8 m lang), Hohler Stein Schluf (7 m lang) und Hohler Stein Abri (4 m lang) erfasst.[45]

Wälder

Hainsimsen-Buchenwald (LRT 9110)

Der bodensaure Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagenion) nördlich und nordwestlich von Fleinheim findet sich edaphisch bedingt nur auf einer Fläche von 52,2 Hektar und damit einem Flächenanteil von 1,6 %. Neben der vorherrschenden Rotbuche (Fagus sylvatica) kommen als lebensraumtypische Mischbaumarten die Eichenarten Trauben-Eiche (Quercus petraea) und Stiel-Eiche (Quercus robur) vor. Ihr Vorkommen geht hauptsächlich auf die Förderung durch die frühere Waldbewirtschaftung zurück. Nadelbaumarten kommen nicht vor. Als nennenswerte Beeinträchtigung ist der Verbiss durch Schalenwild einzustufen.[2.5]

Waldmeister-Buchenwald (LRT 9130)

In einem guten Erhaltungszustand ist der Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum), der mit 1160 ha über ein Drittel des FFH-Gebietes einnimmt. Er ist der prägende Lebensraumtyp des Gebietes. Er stockt auf den Kalkverwitterungsböden der Schwäbischen Alb, auf tendenziell eher mäßig frischen bis mäßig trockenen Standorten. Aufgrund der kleinstandörtlichen Vielfalt kommt neben der Rotbuche (77 %) eine große Zahl lebensraumtypischer Mischbaumarten mit geringen Flächenanteilen vor. Es sind insbesondere Esche (Fraxinus excelsior) mit fast 5 % Anteil, Trauben-Eiche (2 %), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) (1 %) und sonstige Laubbaumarten. Das Nadelholz wurde in der Vergangenheit aktiv eingebracht. Es handelt sich um die Fichte (Picea abies) (6 %) und Lärchen (Larix decidua und Larix kaempferi) (3 %).[2.6]

Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald (Cephalanthero-Fagion) (LRT 9150)

Lichtes Buchenbaumholz findet sich nordöstlich der Steinmühle bei den Härtsfeldwerken (Biotopnummer: 272281367731, Fläche: 0,0003 ha) auf flachgründigem Standort. Es dominiert Blaugras. Die kurzschäftigen Buchen sind vielfach stark knorrig. Hier finden sich Übergänge zu Ahorn-Lindenblockwald. Oberhalb von Felsen finden sich lichte Bestandesverhältnisse mit zum Teil größeren Lücken, dort können Blutstorchschnabel (Geranium sanguineum), Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) und Dost festgehalten werden. Als stark gefährdete Art wurde 2008 der Färber-Meister (Asperula tinctoria) kartiert.[46]

Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald (Carpinion betuli) (LRT 9160)

Dieser Lebensraumtyp findet sich im FFH-Gebiet ausschließlich im Schlosspark Duttenstein (Biotopnummer: 273281352553, Fläche: 0,0009 ha). Die Eichen gründen auf mittleren bis feucht-nassen Standorten. Der Bestand ist zweistufig, eine Strauchschicht fehlt. Hier können Gelbbauchunke und die gefährdete Filz-Segge (Carex tomentosa) aufgefunden werden.[47]

Schlucht- und Hangmischwälder (LRT 9180)

An einem nordostexponierten Hang der Egau westlich von Iggenhausen findet sich ein straucharmer Laubmischwald mit überwiegend schwachem Baumholz sowie einzelnen stärkeren Eichen und Buchen (Biotopnummer: 272281352221, Fläche: 0,0003 ha). Der Bestand ist geschlossen, die schüttere Strauchschicht setzt sich zumeist aus Eschennaturverjüngung zusammen. In der üppigen Krautschicht finden sich reichliche Vorkommen von Märzenbecher (Leucojum vernum), Gelbem Eisenhut (Aconitum lycoctonum), Hohlem Lerchensporn (Corydalis cava) und Wald-Gelbstern (Gagea lutea).[48]

Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (LRT 91E0)

Ein stark mäandrierender Bachlauf (etwa 1 bis 2,5 m breit) mit naturnaher Begleitvegetation findet sich östlich von Schloss Duttenstein. Bachbegleitend stehen in diesem flachen Wiesental Schwarzerlen (Alnus glutinosa) mit Stockausschlag. Das Bachbett wechselt zwischen Steil- und Flachufer, überwiegend erdiger, aber auch kiesig/sandiger Bachsohle. Durch Wurzeln und Holzresten finden sich Wasserstauungen, womit langsam- und schnellfließende Abschnitte abwechseln. In der Nachbarschaft finden sich Wiesen sowie bachbegleitend nasse Senken, die von Sumpfseggenried eingenommen sind. Daneben grenzen an den Bachlauf – vor allem in den Mäanderschleifen – Großseggenbestände, Phalaris-Röhrichte und waldfreier Sumpf. Diese Vegetationsstrukturen sind sehr kleinflächig und zerstreut und gehen zudem fließend ineinander über (Biotopnummer: 273281352557, Fläche: 0,0001 ha).[49]

Schutzgebiete

Naturschutzgebiete

Das Naturschutzgebiet liegt rund zwei Kilometer östlich von Lauchheim beim Dattelesweiher direkt an der B 29. Die Heide erstreckt sich um eine bewaldete Kuppe, auf deren westlichen Sporn sich die Ruine Königsbühl erhebt. Hervorzuheben sind die (Massen-)Vorkommen von Hummel- (Ophrys fuciflora), Bienen- (Ophrys apifera) und Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera). Als typische Pflanzen der Wacholderheiden können unter anderen Deutscher Enzian (Gentiana germanica), Gefranster Enzian (Gentiana ciliata), Frühlings-Enzian (Gentiana verna), Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) und Gewöhnliche Kugelblume (Globularia elongata) aufgezählt werden. Unter Orchideen finden sich Weißes Waldvögelein (Cephalanthera damasonium), Rotes Waldvögelein (Cephalanthera rubra), Braunrote Stendelwurz (Epipactis atrorubens), Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine) und Großes Zweiblatt (Listera ovata). Da viele Flächen nicht zu intensiv bewirtschaftet werden, findet man hier selten gewordene Acker„unkräuter“ wie Erdnuß-Platterbse (Lathyrus tuberosus) und Kleine Wolfsmilch (Euphorbia exigus).[50]
Das 173,4 ha große Gebiet erstreckt sich nördlich von Aufhausen, einem Ortsteil von Bopfingen. Das Gebiet ist ein Teil der Heidelandschaft des württembergischen Riesrandes, die einen Verbund von Heidekuppen und -bergen bildet. Auf Karkstein, Käsbühl und Fohbühl sind Kelch-Steinkraut-Mauerpfeffer-Gesellschaften, Mauerrauten-Flur und weitere ausgebildet. Es sind sehr wertvolle, an Extremstandorte angepasste Pflanzengesellschaften. Hier leben konkurrenzschwache, nicht pionierfreudige Arten, die Trockenheit und Nährstoffarmut brauchen. Gewöhnliche Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus), Igelsame (Lappula squarrosa) und Blaugras (Sesleria) sind hervorzuheben. Die steinigen Bereiche sind wichtiger Ruheplatz, „Aufheizraum“ und Jagdrevier für störungsanfällige Wirbellose wie Heuschrecken und Schmetterlinge.[51]
Der überwiegend von Wacholderheiden bedeckte Zeugenberg der Ostalb mit einer Fläche von 71 Hektar ist ein durch die Erosion (Eger, Sechta) vom allmählich zurückweichenden Albkörper losgelöster Weißjuraberg aus anstehendem Gestein, der also vom „Riesereignis“ praktisch nicht berührt wurde. Die Vegetation auf dem Ipf ist typisch für eine gut beweidete Wacholderheide mit dem Wacholder als Charakterpflanze. Hervorzuheben ist trotz starkem Besucherverkehr der erstaunlich große Reichtum an Silberdisteln (Carlina acaulis). Als weitere typische, dem Schafmaul widerstehende Pflanzenarten sind die Küchenschelle, der Frühlings-Enzian und der Gefranste Enzian aufzuführen.[52]
Der Tierstein bei Aufhausen ist vegetationskundlich bemerkenswert wegen der Vielfalt von Pflanzengesellschaften. Auf dem Felsen findet sich Steppenheide im Wechsel mit Steppenheide-Gebüsch und -Wald. Am oberen Rand der Felsen wächst das Berg-Laserkraut (Laserpitium siler) an einem der wenigen Standorte auf der Alb. Am Fuß des Felsens liegen Geröllhalden mit sich anschließendem Schluchtwald. Geomorphologisch findet sich hier ein besonders schönes Beispiel eines Quellkessels mit der Egerquelle, eine der bedeutendsten Karstquellen der Ostalb.[53]
Der 20,7 ha große landschaftlich herausgehobene, vielfältige und artenreiche Lebensraumkomplex am Südrand des Bopfinger Stadtteils Schloßberg mit Kalkmagerrasen, Heideflächen, Felsen, Felswänden, Geröllfluren, Wiesen, Hecken und Gebüschen gilt als Lebensraum vieler selten gewordener Tier- und Pflanzenarten, insbesondere eine seltene Felsen- und Trockenrasenvegetation. Hier finden sich Katzenpfötchen (Antennaria), Erd-Segge (Carex humilis), Berg-Gamander (Teucrium montanum) und Küchenschelle. In den Felswänden um den Steinbruch und an der Kuppe des Beiberges gedeihen typische Felsarten wie die Mauerraute, die Weiße Fetthenne (Sedum album), die Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) und ein Massenbestand des Berg-Gamanders. Hier ist einer der wenigen Wuchsorte des Bleichen Schöterichs (Erysimum crepidifolium) in Baden-Württemberg, der zahlreich auf und zwischen den Felsen wächst. Bemerkenswert sind weiterhin die Rote-Liste-Arten Berghexe,[54] Neuntöter (Lanius collurio) und die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens).[55]
Das Naturschutzgebiet liegt auf dem Gebiet der Stadt Bopfingen. Es erstreckt sich südlich der Kernstadt von Trochtelfingen. Das 61,1 ha große Gebiet steht für einen regionaltypischen, artenreichen Lebensraumkomplex um die Kraterrandzone des Rieses aus Kalkbuchenwald, trockenwarmen Säumen, Heideflächen und scherbigen Kalkäckern mit einer Vielzahl teilweise sehr seltener Pflanzen- und Tierarten. Im Gegensatz zu anderen Heiden des Riesrandbereiches liegen hier kalkarme, basenreiche, stellenweise leicht sauere Ausprägungen des Enzian-Kammschmielenrasens vor (Gentiano-Koelerietum agrostietosum). Hier ist eines der bedeutendsten Vorkommen der sehr konkurrenzschwachen, vom Aussterben bedrohten Herbst-Drehwurz (Spiranthes spiralis) im Regierungsbezirk Stuttgart – der einzige Standort im Ostalbkreis. Weiterhin finden sich die stark gefährdete Mondraute (Botrychium lunaria), der Wiesen- und der Steife Augentrost (Euphrasia rostkoviana und E. stricta), die Silberdistel, der Frühlings-Enzian sowie das Mittlere Leinblatt (Thesium linophyllon) und die Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum). Im Kalkbuchenwald sind Seidelbast (Daphne mezereum), Leberblümchen (Hepatica nobilis), Türkenbund (Lilium marthagon), Immenblatt (Melittis melissophyllum), Echter Steinsame (Lithospermum officinale) und verschiedene Orchideenarten anzutreffen.[56]
Das Naturschutzgebiet besteht aus drei Teilen und liegt südwestlich des Neresheimer Ortsteils Dorfmerkingen. Es wird ergänzt vom gleichnamigen, 22 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet Nr. 1.36.008 Dossinger Tal. Beim Dossinger Tal handelt es sich um das eindrucksvollste, am schroffsten eingeschnittene Trockental des Härtsfelds. Schutzzweck ist der Schutz der Hänge im Dossinger Tal mit überdurchschnittlichem Reichtum an licht- und trockenheitsliebender Flora (Steppenheide, Steppenheidewald, Schafweide) und Fauna sowie der eindrucksvollen Felsbildungen. Erwähnenswerte Pflanzenarten sind am Hangfuß Wollkopf-Kratzdistel (Cirsium eriophorum) und Zackenschote (Bunias orientalis), an besonders kargen Stellen und in Felsritzen Küchenschelle, Kugelblume, Weißer Mauerpfeffer, Blaugrüner Waldmeister (Asperula glauca), Hügelwaldmeister (Asperula cynanchica), Färberwaldmeister (Asperula tinctoria), Echter Schaf-Schwingel (Festuca ovina subspe. glauca), Alpenpippau (Crepis alpestris) und Felsenmispel (Cotoneaster integerrima). In lichten Teilen des Waldes treten die genannten Trockenrasenpflanzen fast alle ebenfalls auf, erstaunlicherweise sehr häufig sogar die Felsenmispel und zwar sogar auf dem Erdboden. An bemerkenswerten, im Wald gefundenen Arten seien weiterhin genannt: Großes Zweiblatt (Listera ovata), Händelwurz (Gymnadenia conopsea), Weißes Waldvögelein (Cephalanthera alba), Kuckucksblume (Plantanthera bifolia), Stattliches Knabenkraut (Orchis mascula) und Akelei (Aquilegia vulgaris).[57]
  • Buchhalde-Neresheimer Tal
Das in drei Teile gegliederte Schutzgebiet liegt an der Talflanke des Neresheimer Tals und seiner aufwärtigen Fortsetzung, dem Krätzental. Beide Täler sind heute, abgesehen vom Kläranlagenablauf von Großkuchen, trockengefallen und stellen das Tal der Ur-Egau und ihrer Zuflüsse dar. Hier finden sich artenreiche Trockenrasen mit teils mächtigen Felsen und felsigen Bereichen mit der entsprechenden Tier- u. Pflanzenwelt. Vernetzungsfunktion ist gegeben. Das heute trockengefallene Neresheimer Tal und das Krätzental sind von der Ur-Eger geschaffen worden, die die Felsbildung herausmodelliert hat. Bemerkenswerte Besiedler der Halbrockenrasen sind Frühlings-Enzian, Deutscher Enzian, Gefranster Enzian, Küchenschelle, Mannsknabenkraut, Fliegenragwurz und – das für den Albbereich nur am äußersten östlichen Rand bislang bekannte Vorkommen des Feldwermuts (Artemisia campestris). In steinigen und felsigen Bereichen sind Xerothermrasen vorhanden.[58]
Für Dischingen, Nattheim und Neresheim ist seit dem 26. Oktober 1992 ein 102,0 ha großes Gebiet unter der Kenn-Nummer 1.188 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Südlich von Neresheim geht das breite, offene Tal der noch jungen Egau in ein enges, gewundenes Tal über, das sich über die Landkreisgrenze bis zum Härtsfeldsee erstreckt. Am Beginn der Einengung des Egautales mündet, von Westen kommend, ein für die Albhochfläche und das Härtsfeld typisches Trockental. Der vordere Teil liegt auf 530 m ü. NN und wird von einer landschaftlich sehr reizvoll gelegenen Wacholderheide geprägt. Anschließend an die Heide wird das Tal westlich durch Fichtenaufforstungen eingeengt, bis es sich auf Gemarkung Auernheim wieder den landwirtschaftlichen Flächen öffnet. In den Gewannen Kühberg und Buck befindet sich ein Nutzungsmosaik aus abwechselnden Wacholderheiden, offenen Heideflächen, einschürigen Magerwiesen und Äckern. Das südlich angrenzende Waldgebiet heißt Buchhalde, was einen Hinweis auf die ehemalige Bestockung gibt.[59]
Das Naturschutzgebiet liegt rund zwei Kilometer südöstlich von Neresheim bei einer Flussschleife der Egau beim Neresheimer Wohnplatz Härtsfeldwerke. Das Naturschutzgebiet umfasst den ehemaligen Steinbruch der Härtsfeldwerke. Zwischen 1900 und 1960 wurden hier Weißjura-Massenkalke abgebaut. Nach der Einstellung der Arbeiten wurde der Steinbruch sich selbst überlassen. Auf den unterschiedlich großen Terrassen siedelte sich im Lauf der Zeit eine besondere, den kargen und trockenen Verhältnissen angepasste Flora an, die dem Kalkmagerrasen zuzuordnen ist. Die Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis) ist hier in großer Anzahl vorhanden. 1980 konnten 400 Exemplare gezählt werden. Daneben finden sich Bienen-Ragwurz, Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea), Mondraute (Botrychium) und Türkenbund (Lilium martagon). Von ökologischem Interesse ist die Entwicklung der natürlichen Sukzession also der natürlichen Wiederbewaldung auf dem Rohgestein, den Schotterflächen und Abraumhalden im nördlichen Bereich des Steinbruches. Auffallend ist die vielfältige Insektenfauna, insbesondere licht- und wäremeliebende Arten finden hier einen ungestörten Lebensraum vor.[60]
Das aus zwei Teilbereichen bestehende Naturschutzgebiet mit 27,7 ha befindet sich westlich der Dischinger Ortsteile Katzenstein und Schrezheim direkt am Härtsfeldsee. Die Schafbeweidung prägt nachhaltig die Vegetation und zugleich das Landschaftsbild. Sie konnte nach längerer Aussetzung wieder aufgenommen werden. An seltenen Pflanzenarten sind vorhanden: Orchideen, von denen Manns- und Helmknabenkraut, aber auch die Bienenragwurz, sowie die Pyramidenhundswurz zu nennen sind sowie verschiedene Enzianarten wie der Frühlingsenzian, der Fransenenzian und der Deutsche Enzian. Die faunistische Erhebung ergab eine große Vielzahl an Ameisenarten unterschiedlichsten Verbreitungstyps. Dabei sind von 18 nachgewiesenen Ameisenarten neun Arten als selten einzustufen und acht Arten in der Roten Liste vertreten. Im Gesamtgebiet wurden 22 Käferarten („Carabiden“) nachgewiesen, neun dieser Arten sind dabei als selten einzustufen, eine Art davon in der Roten Liste.[61]

Naturdenkmale

Im FFH-Gebiet finden sich sowohl geschützte Baumdenkmale wie Linden, Eichen, Buchen, Ahorn und Birnbäume:

als auch flächenhafte Naturdenkmale:

Schonwälder

Von insgesamt neun Schonwäldern in Zuständigkeit der Forstdirektion Tübingen liegt im nördlichen Bereich des FFH-Gebietes der Schonwald Tierstein und Sachsenberg (Schutzgebiets-Nr. 200287) mit einer Fläche von 32 ha.[62] Der Schonwald ist zu einem kleinen Teil flächengleich mit dem 2,9 ha großen Naturschutzgebiet „Tierstein mit Hangwald und Egerquelle“. Schutzzweck ist die Erhaltung, Pflege und Entwicklung standortstypischer und naturnaher Hangbuchenwälder und Schluchtwälder. Der Schonwald Bei der Zwing (Schutzgebiets-Nr. 200288) hat eine Größe von rd. 10,3 ha.[63] Der Schonwald ist je zu einem kleinen Teil flächengleich mit dem 102 ha großen Naturschutzgebiet „Zwing“ und dem 10,7 ha großen Naturschutzgebiet „Steinbruchterrassen im Egautal“. Schutzzweck ist die Erhaltung, Pflege und Entwicklung eines naturnahen Hangbuchenwaldes in landschaftlich exponierter Lage.[64]

Vogelschutzgebiete

Eingebettet in das FFH-Gebiet ist das 2,7 ha große Vogelschutzgebiet „Tierstein mit Hangwald und Egerquelle“ (7127-401).[65] Hier brütet der Uhu (Bubo bubo) und in manchen Jahren auch der Wanderfalke (Falco peregrinus). Beide Arten haben weitere Brutplätze im Umfeld, sind also in größere Populationen eingebunden und haben gut erreichbare Nahrungsbiotope.[66]

Tourismus

Der 11 km lange Pfad „Geologisches Musterländle“ ist ein Rad- und Wanderweg von Neresheim durchs Egautal nach Dischingen bis zur Buchbrunnenquelle der Landeswasserversorgung in Ballmertshofen mit Infotafeln zum Thema Geologie-Wasser-Karst.[67] Der Thurn & Taxis-Pfad bei Dischingen ist 3 km lang. Das alte Adelsgeschlecht war Gründer der Deutschen Post im Mittelalter und ist auf dem Härtsfeld verwurzelt. Der Pfad mit sechs Info-Tafeln führt von der Ortsmitte in Dischingen zum Schloss Taxis und den „Englischen Wald“.[68] Auf einem 4 km langen Wasser- und Klangpfad in Auernheim werden auf 14 Info-Tafeln entlang des Weges Wasser und Klang, Legenden, Historie und Märchen vorgestellt.[69] Die Härtsfeld-Museumsbahn „Schättere“[70] verkehrt auf einem auf 5,6 km Länge wieder aufgebauten Teilstück der ehemaligen Härtsfeldbahn von Neresheim nach Katzenstein durch das Egautal.[71]

Commons: FFH-Gebiet Härtsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Jürgen C. Tesdorpf: Härtsfeld und Ries, In: Topographischer Atlas Baden-Württemberg, Wachholtz, Neumünster 1979, ISBN 3-529-05108-X. S. 156.
  2. Karin Weiß, Martin Weiß, Peter Banzhaf, Matthias Klemm, Gerhard Maier, Alfred Nagel: Managementplan für das FFH-Gebiet 7327-341 „Härtsfeld“ einschließlich Vogelschutzgebiet 7127-401 „Tierstein mit Hangwald und Egerquelle“. (PDF; 5,1 MB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, 17. März 2014, abgerufen am 6. September 2025.
    1. a b Seite 4.
    2. Seite 1.
    3. Seite 22-24.
    4. Seite 33.
    5. Seite 40-41.
    6. Seite 42-43.
  3. Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 171 Göppingen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1961. → Online-Karte (PDF; 4,3 MB)
  4. a b Ralph Jätzold: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 172 Nördlingen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1962. → Online-Karte (PDF; 3,9 MB)
  5. Albuch und Härtsfeld (Östliche Alb, Ostalb). Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung 9, abgerufen am 13. Dezember 2025.
  6. climate.mapresseo.com: 48.754 10.334, Online-Kartenabruf am 2. Dezember 2025.
  7. Niederschlag: vieljährige Mittelwerte 1991–2020. Deutscher Wetterdienst, abgerufen am 7. September 2025.
  8. Niederschlag: vieljährige Mittelwerte 1991–2020. Deutscher Wetterdienst, abgerufen am 7. September 2025.
  9. Geologie - Geologische Übersichtskarte 1:300.000. Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 20. September 2025.
  10. Geologische Karte von Baden-Württemberg (GK-BW) - Geologische Generallegendeneinheite - 323 Mergelstetten-Formation (joME). (PDF; 88 kB) Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 20. September 2025.
  11. Geologische Karte von Baden-Württemberg (GK-BW) – Geologische Generallegendeneinheite – 314 Ries-Suevit (tXS). (PDF; 76 kB) Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 20. September 2025.
  12. Albuch und Härtsfeld (Östliche Alb, Ostalb). Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 25. Dezember 2025.
  13. LGRB, Geotourismus, Geotop-Kataster. In: lgrb-bw.de. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
  14. Albuch und Härtsfeld (Östliche Alb, Ostalb). Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung 9, abgerufen am 13. Dezember 2025.
  15. Geologische Karte von Baden-Württemberg (GK-BW) – Geologische Generallegendeneinheite – 91 Unterer Oberjura. (PDF; 76 kB) Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 20. September 2025.
  16. o20 Parabraunerde, Terra fusca-Parabraunerde und Parabraunerde-Braunerde aus lösslehmreichen Fließerden. (PDF; 276 kB) Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 21. September 2025.
  17. o77 Braunerde-Pelosol und Pelosol-Braunerde aus lösslehmhaltiger Fließerde über toniger Fließerde auf Kalk- und Mergelstein des Oberjuras. (PDF; 276 kB) Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 20. September 2025.
  18. o54. Pelosol, Braunerde-Pelosol, Pseudogley-Braunerde-Pelosol, Pseudogley-Pelosol, Pelosol-Braunerde und Pelosol-Parabraunerde aus toniger Fließerde über Gesteinsmaterial der Bunten Brekzie, meist überlagert von geringmächtiger lösslehmhaltiger Fließerde. (PDF; 277 kB) Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, 23. August 2024, abgerufen am 21. September 2025.
  19. o3 Rendzina, Terra fusca-Rendzina und Braunerde-Rendzina aus Hangschutt. (PDF; 276 kB) Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 21. September 2025.
  20. o7 Pararendzina und Rendzina aus Mergel- und Kalkstein, z. T. von geringmächtiger Fließerde überdeckt. (PDF; 276 kB) Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 21. September 2025.
  21. m132 Kalkhaltiger Brauner Auenboden-Auengley und Auengley-Brauner Auenboden aus Auenlehm. (PDF; 275 kB) Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 22. September 2025.
  22. FFH-Gebiet Härtsfeld - Reiter Lebensstätten (8). Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 23. August 2025.
  23. Erhebungsbogen - Maßnahmenfläche 7327341 FFH Härtsfeld. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 31. August 2025.
  24. Erhebungsbogen - Maßnahmenfläche 7327341 FFH Härtsfeld. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 31. August 2025.
  25. Erhebungsbogen - Maßnahmenfläche 7327341 FFH Härtsfeld. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 8. September 2025.
  26. Erhebungsbogen - Maßnahmenfläche 7327341 FFH Härtsfeld. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 31. August 2025.
  27. Erhebungsbogen - Maßnahmenfläche 7327341 FFH Härtsfeld. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 6. September 2025.
  28. Erhebungsbogen - Maßnahmenfläche 7327341 FFH Härtsfeld. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 8. September 2025.
  29. Erhebungsbogen - Maßnahmenfläche 7327341 FFH Härtsfeld. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 8. September 2025.
  30. Erhebungsbogen - Maßnahmenfläche 7327341 FFH Härtsfeld. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 6. September 2025.
  31. Willkommen auf dem Burgberg. (PDF; 1,1 MB) geolife.de, abgerufen am 12. November 2023.
  32. Wolfgang Wagner: Neue Erkenntnisse zur Schmetterlings- und Heuschreckenfauna der Ostalb (Lepidoptera, Ensifera et Caelifera). In: Staatl. Mus. f. Naturkde Karlsruhe & Naturwiss. Ver. Karlsruhe (Hrsg.): carolinea. Band 66. Karlsruhe 2008, S. 105–134 (zobodat.at [PDF; 1,8 MB; abgerufen am 3. Januar 2026]).
  33. Vier Wisentdamen aus dem Donaumoos ziehen nach Baden-Württemberg. Augsburger Allgemeine, 7. Dezember 2022, abgerufen am 5. Oktober 2025.
  34. Konrad Greinwald, Ludwig Treuter, Yassine Baumann, Anna Marinovic: European bison debarking is species-specific and influenced by bark chemistry. In: Forest Ecology and Management Nr. 597, 2025, 8 S. doi:10.1016/j.foreco.2025.123116
  35. Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg - Egau-Teiche südlich Steinmühle. (PDF; 10,4 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 27. September 2025.
  36. Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg - Rohrglanzgras-Röhricht I südlich Neresheim. (PDF; 7,7 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 26. September 2025.
  37. Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg - Wacholderheide an der Zettelhalde N Fleinheim. (PDF; 11 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 24. August 2025.
  38. Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg - Kalkmagerrasen im NSG 'Kahlhof' südlich Katzenstein. (PDF; 14 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 17. August 2025.
  39. Waldbiotopkartierung Baden-Württemberg - Streuwiese beim Kräutle N Hofen. (PDF; 8 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 30. August 2025.
  40. Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg - Bachlauf II südöstlich von Fleinheim. (PDF; 7 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 30. August 2025.
  41. Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg - Mähwiese im Egautal. (PDF; 7,6 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 27. September 2025.
  42. Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg - Naßwiese mit Grauweidengebüsch nordwestlich von Zöschingen. (PDF; 37 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 31. August 2025.
  43. Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg - Felsen im Südteil des NSG Dossinger Tals. (PDF; 13 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 27. September 2025.
  44. Waldbiotopkartierung Baden-Württemberg - Felswand im NSG Steinbruchterrassen. (PDF; 5,3 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 27. September 2025.
  45. Waldbiotopkartierung Baden-Württemberg - Hohler Stein im Krätzental SW Elchingen. (PDF; 4,4 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 8. September 2025.
  46. Waldbiotopkartierung Baden-Württemberg - Wald bei der Steinmühle NW Iggenhausen. (PDF; 11,3 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 7. September 2025.
  47. Waldbiotopkartierung Baden-Württemberg - Wald im Unteren Stockhau NO Demmingen. (PDF; 7,6 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 31. August 2025.
  48. Waldbiotopkartierung Baden-Württemberg - Wald im Bauershäule W Iggenhausen. (PDF; 7,9 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 27. September 2025.
  49. Waldbiotopkartierung Baden-Württemberg - Bachlauf in den Weiherwiesen NO Demmingen. (PDF; 7,9 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 8. September 2025.
  50. 1.130 Gromberger Heide. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  51. 1.209 Tonnenberg, Käsbühl, Karkstein. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  52. 1.111 Ipf. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  53. 1.037 Tierstein mit Hangwald und Egerquelle. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  54. Martin Königsdorfer: Die Berghexe (Chazara briseis L. Satyridae) in Schwaben und angrenzenden Gebieten. Hrsg.: Berichte des naturwiss. Vereins für Schwaben. Band 101. Augsburg 1997, S. 69–87 (zobodat.at [PDF; 29,0 MB; abgerufen am 3. Januar 2026]).
  55. 1.246 Naturschutzgebiet Beiberg-Buchberg. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  56. 1.221 Kapf bei Trochtelfingen. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  57. 1.124 Dossinger Tal. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  58. 1.220 Buchhalde-Neresheimer Tal. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  59. 1.188 Zwing. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  60. 1.099 Steinbruchterrassen im Egautal. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  61. 1.199 Fliegenberg-Kahlhof. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. Januar 2026.
  62. Tierstein und Sachsenberg. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 3. Januar 2026.
  63. Bei der Zwing. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 3. Januar 2026.
  64. Verordnung der Körperschaftsforstdirektion Tübingen und der Forstdirektion Tübingen über die Schonwälder „Glashütte“, „Kocherursprung“, „Bei der Zwing“, „Tierstein und Sachsenberg“, „Mönchshardt“, „Alter Wald Wißgoldingen“, „Rosenstein“, „Schekeler“ und „Zwerenberg“ vom 09. November 2004. (PDF; 35 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 9. November 2025.
  65. Tierstein mit Hangwald und Egerquell. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, abgerufen am 4. Januar 2026.
  66. Tierstein mit Hangwald und Egerquelle. (PDF; 36 kB) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, abgerufen am 2. November 2025.
  67. Geologisches Musterländle Härtsfeld. Landratsamt Heidenheim, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  68. Thurn&Taxis-Pfad. Landratsamt Heidenheim, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  69. Wasser & Klang-Pfad. Landratsamt Heidenheim, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  70. Der Spitzname bezieht sich primär auf die Dampflokomotiven und die Züge. Er ist abgeleitet von dem lautmalenden Verb schättern und bedeutet so viel wie „Krachmacherin“ (die schwäbische Endung -e entspricht hochdeutsch -in).
  71. Härtsfeld-Museumsbahn "Schättere". Landratsamt Heidenheim, abgerufen am 27. Dezember 2025.