Hans-Jörg Leeuw
Hans-Jörg Leeuw (* 14. September 1966 in Wesel; † 24. Juni 2013 in Meschede[1]) war ein deutscher Künstler und Kunstpädagoge.
Leben
Hans-Jörg Leeuw wurde am 14. September 1966 im nordrhein-westfälischen Wesel geboren. Zwischen 1988 und 1990 besuchte er die Freie Kunstschule in Stuttgart in der dortigen Zuckerfabrik. Dort wurde er in den Fächern Malerei und Freie Grafik ausgebildet. Dieser Ausbildung schloss sich von 1990 und 1995 ein Kunststudium für die Sekundarstufe I an der Mercator-Universität Duisburg und der Gesamthochschule Essen an, wobei Leeuw im Nebenfach katholische Theologie belegte.
Zwischen 1989 und 1990 war Leeuw als Künstler im Duisburger Atelier am Springwall vertreten. Anschließend gehörte er von 1990 bis 2000 der Ateliergemeinschaft im Wasserturm in Duisburg-Rheinhausen tätig. Von 1993 bis 1995 studierte er neuerlich Kunst in Essen und an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster, diesmal spezialisierte er sich auf die kunstpädagogische Vermittlung in der Sekundarstufe II.
Im Jahr 1996 wurde Hans-Jörg Leeuw Mitglied des Duisburger Künstlerbundes. Seit dem Jahr 1999 war er außerdem Mitglied im Wirtschaftsverband Bildender Künstler in Essen. Im Jahr 2000 richtete Leeuw ein Atelier in der sauerländischen Stadt Meschede ein.[2] Hans-Jörg Leeuw starb am 24. Juni 2013 in Meschede.
Werke (Auswahl)
Hans-Jörg Leeuw schuf eine Vielzahl von Werken, die als Kunst am Bau entstanden. Dabei konzentrierte er sich vor allem auf Orte in Deutschland und den Niederlanden. Besondere Bedeutung für seine anderen Arbeiten haben die immer wieder auftauchenden Schachtelregale, die in großen Reihen angeordnet sind. In ihrem Inneren versammeln sie Informationen zu einzelnen kunsthistorischen Themen, die allerdings technisch verfremdet wurden. Der Kunsthistoriker Colmar Schulte-Goltz schrieb über die Arbeiten Leeuws: „Die Themen sind geradezu enzyklopädisch angelegt; es gibt Arbeiten zu Zeitabschnitten genauso wie Sittenbilder. Einige erscheinen persönlich wie ein Tagebuch, andere spielen mit der Moral und der Neugier der Betrachter.“[3]
Hans-Jörg Leeuw war außerdem Verfasser von Fachbüchern. Darunter ein Werk zum Fachwissen Maler und Lackierer.
- Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen
- ab 1995, Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf
- 1999, Lehmbruck-Museum, Duisburg
- posthum (2025), Peschkenhaus, Moers
Literatur
- Söke Dinkla, Frank Kopatschek: Hans-Jörg Leeuw. In: 90 Jahre Duisburger Künstlerbund. Duisburg 2014. O. S.
- Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.
Einzelnachweise
- ↑ Trauer in NRW: Hans-Jörg Leeuw, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 343.
- ↑ Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 249.