Hakan Biçici

Hakan Biçici (* 1. August 1970 in Hannover) ist ein ehemaliger deutsch-türkischer Fußballspieler.

Sportlicher Werdegang

Biçici begann mit dem Fußballspielen bei Werder Hannover, ehe er sich dem Nachwuchs von Hannover 96 anschloss. Im Sommer 1989 rückte er in die Herrenmannschaft auf und spielte für den Klub im Intertoto Cup. Anschließend blieb er im Kader der Zweitligamannschaft und debütierte unter Slobodan Čendić am ersten Spieltag der Spielzeit 1989/90 bei einer 0:1-Auswärtsniederlage im Lokalderby gegen Eintracht Braunschweig durch einen Treffer von Stefan Holze. Der Klub rutschte jedoch in den Abstiegskampf, und im September des Jahres stand er unter Interimstrainer Bernd Laube in der Startelf, unter Neutrainer Michael Krüger rückte er jedoch zunächst ins zweite Glied. Nachdem sich die Mannschaft ins Tabellenmittelfeld gearbeitet hatte, kehrte er in der Rückrunde zeitweise in die Startformation zurück. In der folgenden Saison war er unter Krüger weiterhin Stammspieler, nach einem Trainerwechsel zu Michael Lorkowski kam er regelmäßig insbesondere als Einwechselspieler zum Einsatz. Am 26. Spieltag zog er sich im Spiel gegen Blau-Weiß 90 Berlin eine Verletzung zu und wurde in der ersten Halbzeit gegen Jörg Kretzschmar ausgetauscht. Nach seiner Wiedergenesung war er nur noch Ersatzmann.

Daraufhin verlieh ihn der Klub an den Nordoberligisten TuS Celle FC, bei dem er in der Spielzeit 1991/92 zu 14 Saisontoren kam. Nach seiner Rückkehr traf er mit Eberhard Vogel auf einen neuen Trainer, konnte sich aber auch hier nicht dauerhaft durchsetzen und bestritt in der Zweitligasaison 1992/93 28 der 46 Saisonspiele, stand dabei aber nur bei knapp der Hälfte der Spiele in der Startelf. Zu Beginn der folgenden Saison wurde er mit roter Karte bei seinem Saisondebüt am vierten Spieltag gegen den FC Carl Zeiss Jena vom Platz gestellt, anschließend kam er nur noch zu zwei weiteren Einsätzen.

Anfang 1994 kehrte Biçici zum TuS Celle zurück und qualifizierte sich mit dem Klub für die neu eingeführte drittklassige Regionalliga Nord. Hier war er eine der Stützen der Mannschaft, die nach Abstiegskampf im ersten Jahr in der Spielzeit 1995/96 den dritten Tabellenplatz belegte. Dabei hatte er 13 Tore in 31 Spielen erzielt. Anschließend wechselte er zum Ligakonkurrenten Eintracht Braunschweig, mit dem er in der Spielzeit 1996/97 Vizemeister hinter seinem Ex-Klub Hannover 96 wurde. Nachdem die 96er in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga am Nordost-Vertreter Energie Cottbus gescheitert waren, holten sie Biçici zurück. Während der Klub sich erneut mit dem Regionalrivalen duellierte, sortierte Reinhold Fanz Biçici im Frühjahr 1998 aus. Nach dem erfolgreichen Aufstieg wurde der Vertrag im August 1998 aufgelöst.

Biçici wechselte anschließend in die Türkei zu Gençlerbirliği Ankara in die 1. Lig, wo er in der Erstligaspielzeit 1998/99 regelmäßig zum Einsatz kam. Nach einer Saison als Ergänzungsspieler zog er 2000 zum Ligakonkurrenten Denizlispor weiter, wo er jedoch nur ein halbes Jahr blieb. Im Winter kehrte er nach Deutschland zurück und schloss sich dem SV Arminia Hannover an. Im Sommer 2001 kehrte er abermals zu TuS Celle zurück. Später spielte er noch für den Hannoveraner Amateurklub SV Damla Genc.

Im November 2012 verunglückte Biçici bei einem Verkehrsunfall in der Türkei schwer, in dessen Folge er ein Apallisches Syndrom erlitt.[1][2]

Einzelnachweise

  1. "Ich wünsche mir, dass Hakan Bicici nicht vergessen wird"
  2. Seit zwölf Jahren im Wachkoma: Türkische Nationalspieler ehren ehemaligen TuS-Celle-Spieler Hakan Bicici