Hämelschenburg

Hämelschenburg
Gemeinde Emmerthal
Koordinaten: 52° 2′ N, 9° 21′ O
Fläche: 4,72 km²[1]
Einwohner: 309 (31. Dez. 2022)[2]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 31860
Vorwahl: 05155
Lage von Hämelschenburg in Niedersachsen

Hämelschenburg ist ein Ortsteil der Gemeinde Emmerthal im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Innerhalb der Gemeinde Emmerthal gehört Hämelschenburg zur Ortschaft Amelgatzen.[3]

Geographie

Das Dorf Hämelschenburg liegt im Westen der Gemeinde Emmerthal an der Emmer. Westlich und östlich schließen größere Waldgebiete an.

Geschichte

Das erstmals 1319 als Flecken bezeugte Dorf Hämelschenburg hat denselben Namen wie die nach 1324 erbaute Hämelschenburg, deren Entwicklung anfangs gemeinsam verlief. Die Burg brannte 1544 nieder; als Ersatz wurde das heutige Wasserschloss Hämelschenburg erbaut. Schloss und Dorf gehörten vor den Napoleonischen Kriegen zum Fürstentum Calenberg im Kurfürstentum Hannover. Von 1810 bis 1813 gehörte der Ort zum Kanton Aerzen des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. 1814 fiel Hämelschenburg an Hannover zurück und gehörte dort zum Amt Hameln. Die Gemeinde Hämelschenburg fiel 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Hameln (seit 1922 Kreis Hameln-Pyrmont). Am 1. Januar 1973 wurde Hämelschenburg ein Teil von Emmerthal.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812 268 [4]
1871 249 [5]
1895 265 [6]
1910 233 [7]
1939 333 [8]
1950 648 [9]
1961 451 [9]
1970 394 [9]
2022 309 [2]

Bau- und Naturdenkmale

Die gesamte Schlossanlage sowie eine größere Zahl von Fachwerkhäusern an der Schloßstraße sind in Hämelschenburg geschützte Baudenkmale. Eine Baumgruppe aus drei alten Buchen im Waldgebiet des Kleinen Scharfenberges ist ein Naturdenkmal.

Infrastruktur

Hämelschenburg besaß bis 2025 eine eigene Ortsfeuerwehr mit Feuerwehrhaus am Steinigen Weg.[10]

Sport

Ortsansässige Sportvereine sind der Reit- und Fahrverein Hämelschenburg sowie der Vereinigte Turn- und Sportverein Hämelschenburg.[11]

Einzelnachweise

  1. Daten und Karte der Gemarkung Hämelschenburg
  2. a b Einwohnerzahlen von 2022
  3. Hauptsatzung von Emmerthal
  4. Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
  5. Volkszählung 1871
  6. Volkszählung 1895
  7. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. November 2025.
  8. Michael Rademacher: Hameln. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. a b c Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  10. Webseite der Ortsfeuerwehr Hämelschenburg
  11. Vereinsliste Emmerthal